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Gotteswort

12. Dezember 2017


Dienstag der 2. Adventswoche

Der Advent hat mit dem ernsten Ruf zur Umkehr begonnen. Die heutigen Lesungen zeigen, wie die Gläubigen Mut und Kraft zu einem neuen Weg finden. Eine Botschaft der Freude!

Gedenktag Unserer Lieben Frau in Guadalupe (g)

Am 9. Dezember 1531 erschien dem Johannes Didacus Cuauhtlatoatzin (Juan Diego), einem Ureinwohner aus dem Gebiet des heutigen Mexiko, die Jungfrau Maria und beauftragte ihn, an dieser Stelle eine Kirche ihr zu Ehren zu errichten. Durch das Rosenwunder am 12. Dezember wurde der Bischof von der Echtheit des Auftrags überzeugt und liess zur Verehrung des Gnadenbildes Unserer Lieben Frau von Guadalupe noch 1531 eine Kapelle erbauen. 1695 wurde die grosse Basilika errichtet. Guadalupe ist heute mit rund 14 Millionen Pilgern jährlich der meistbesuchte römisch–katholische Wallfahrtsort der Welt.

Kyrie

Christus, du bist der gute Hirt. Herr, erbarme dich.
Du nimmst ein verirrtes Schaf auf deine Schultern. Christus, erbarme dich.
Du willst, dass niemand verloren geht. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott des Erbarmens, du hast allen Völkern der Erde das Heil zugesagt. Lass uns voll Freude das Fest der Geburt Christi erwarten und das grosse Geheimnis seiner Menschwerdung feiern, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jes 40,1–11

Verheissung der Heimkehr

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt, dass ihr Frondienst zu Ende geht, dass ihre Schuld beglichen ist; denn sie hat die volle Strafe erlitten von der Hand des Herrn für all ihre Sünden.

Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Strasse für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben. Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alle Sterblichen werden sie sehen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.

Eine Stimme sagte: Verkünde! Ich fragte: Was soll ich verkünden? Alles Sterbliche ist wie das Gras und all seine Schönheit ist wie die Blume auf dem Feld. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, wenn der Atem des Herrn darüber weht. Wahrhaftig, Gras ist das Volk. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.

Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Seht, da ist euer Gott.

Seht, Gott der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Seht, er bringt seinen Siegespreis mit: Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her. Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam.

Trost im Exil

Der heutige Text steht am Anfang des „Trostbuches“ des „Zweiten Jesaja“. Israel ist ins Babylonische Exil abgeführt worden. Die Propheten wollen den Verbannten frohen Mut zusprechen. Das Volk ist schwer bestraft worden, darf aber auf die Rückkehr in seine Heimat hoffen. Der „Zweite Jesaja“ soll verkünden, dass der Weg für diese Rückkehr gebahnt wird, ein Weg durch die Wüste. Selbst die Natur wird mithelfen; denn Gott selber wird mitziehen, um wieder in Jerusalem gegenwärtig zu sein. Israel gründet seine Hoffnung auf die Kraft und Stärke Gottes. Der Starke wirkt als milder Hirt.

Antwortspalm

Psalm 96,1–2.10ac.11-13


R: Seht, unser Gott kommt mit Macht.


Singt dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen,
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!

Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern!
Verkündet bei den Völkern: Der Herr ist König.
Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.

Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke,
es brause das Meer und alles, was es erfüllt.
Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst.
Jubeln sollen alle Bäume des Waldes.

Jubeln sollen alle vor dem Herrn, wenn er kommt,
wenn er kommt, um die Erde zu richten.
Er richtet den Erdkreis gerecht
und die Nationen nach seiner Treue.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Nahe ist der Tag des Herrn; seht, er wird kommen, um uns zu retten. Halleluja.

Evangelium

Mt 18,12–14

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

In jener Zeit fragte Jesus seine Jünger: Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?

Und wenn er es findet – amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.

So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.

Der gute Hirt

Die Pharisäer hatten wegen der Heiligkeit Gottes und seines Volkes Zöllner und Sünder ausgegrenzt. Anders Jesus. In ihm wird der wahre Wille des barmherzigen Gottes sichtbar. Niemand soll verloren gehen. Wenn sich ein Mensch verirrt hat, ist Gott bereit, alles dran zu setzen, um den Verlorenen zu suchen. Nach dem menschlichen, allzu menschlichen Empfinden geht Gott zu weit, wenn er 99 Schafe sich selbst überlässt. Aber Gott ist anders als wir ihn denken. – In Jesus zeigt sich, wie Gott die Prophezeiung über die Rückkehr seines Volkes erfüllen wird, nämlich mit der Kraft der Barmherzigkeit und Milde.

Fürbitten

Christus, guter Hirt.

  • Erfülle deine Kirche mit dem Geist der Barmherzigkeit und Milde.
  • Stärke alle, die in der Seelsorge wirken, im Bemühen um abseits Stehende.
  • Hilf unserem Volk, mit Mut und Hoffnung eine gerechte Zukunft aufzubauen.
  • Schenke uns selber adventliche Freude und Hoffnung.

Gott, deine Kirche bittet dich voll Vertrauen. Erfülle uns mit der Kraft deines Geistes, damit wir unsern Weg in Freude gehen und andere liebevoll mitnehmen und begleiten. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, im heiligen Mahl hast du uns mit deinem Geist erfüllt. Lehre uns durch die Teilnahme an diesem Geheimnis, die Welt im Licht deiner Weisheit zu sehen und das Unvergängliche mehr zu lieben als das Vergängliche. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.