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Gotteswort

14. August 2017


Montag der 19. Woche im Jahreskreis

Beide Lesungen dieses Tages handeln vom Kern der christlichen Sittlichkeit.. Jesus kündet das österliche Geheimnis von Tod und Auferstehung an, das der eigentliche Grund für die innere Freiheit der Kinder Gottes ist. Mose verkündet nicht eine willkürlich auferlegte Pflichtmoral; der sittliche Anspruch folgt aus dem Bundesverhältnis mit Gott.

Hl. Maximilian Maria Kolbe (G)

Ordenspriester, Märtyrer

Maximilian Kolbe, ein polnischer Franziskanerpriester, widmete sich speziell dem Presseapostolat. Die Nazis verschleppten ihn in das Konzentrationslager. In Auschwitz opferte er sein Leben freiwillig, weil sonst ein Familienvater in die Todeszelle gekommen wäre. + 1941.

Kyrie

Christus, Du bist der Menschensohn, der leiden muss. Herr, erbarme dich.
Du wurdest getötet, aber am dritten Tag auferweckt. Christus, erbarme dich.
Du hast uns die Freiheit der Kinder Gottes gebracht. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, in deiner Kraft hat der heilige Maximilian Maria Kolbe die Qualen des Martyriums ausgehalten und sein Leben für den Bruder in Christus hingegeben. Sieh auf unsere Schwachheit und gib uns die Kraft, deine Wahrheit und deine Liebe in unserem Leben und Sterben zu bezeugen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1. Lesung

Dtn 10,12–22

Bundestreue

Und nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir ausser dem einen: dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, indem du auf allen seinen Wegen gehst, ihn liebst und dem Herrn, deinem Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dienst; dass du ihn fürchtest, indem du auf die Gebote des Herrn und seine Gesetze achtest, auf die ich dich heute verpflichte. Dann wird es dir gut gehen.

Sieh, dem Herrn, deinem Gott, gehören der Himmel, der Himmel über den Himmeln, die Erde und alles, was auf ihr lebt. Doch nur deine Väter hat der Herr ins Herz geschlossen, nur sie hat er geliebt. Und euch, ihre Nachkommen, hat er später unter allen Völkern ausgewählt, wie es sich heute zeigt. Ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und nicht länger halsstarrig sein. Denn der Herr, euer Gott, ist der Gott über den Göttern und der Herr über den Herren. Er ist der grosse Gott, der Held und der Furchterregende. Er lässt kein Ansehen gelten und nimmt keine Bestechung an. Er verschafft Waisen und Witwen ihr Recht. Er liebt die Fremden und gibt ihnen Nahrung und Kleidung – auch ihr sollt die Fremden lieben, denn ihr seid Fremde in Ägypten gewesen.

Du sollst den Herrn, deinen Gott, fürchten. Ihm sollst du dienen, an ihm sollst du dich festhalten, bei seinem Namen sollst du schwören. Er ist dein Lobgesang, er ist dein Gott. Für dich hat er all das Grosse und Furchterregende getan, das du mit eigenen Augen gesehen hast. Als deine Vorfahren nach Ägypten zogen, waren sie nur siebzig an der Zahl; jetzt aber hat der Herr, dein Gott, dich so zahlreich gemacht wie die Sterne am Himmel.

Eine neue Sittlichkeit

Die Liebe Gottes weitergeben. Gott hat die Eroberung des Gelobten Landes ermöglicht. Nun hält Mose eine Grundsatzrede. Auf die von Gott geliebten Patriarchen folgte eine – der Sünde wegen – „nur“ noch auserwählte Generation. Mose verlangt nun mit prophetischen Worten „die Beschneidung der Herzen“. Es genügt nicht, dank äusserer Riten zum Volk Gottes zu gehören, vielmehr soll das Volk innerlich motiviert sein, die Wege Gottes zu gehen, ihn zu lieben und die Gottesliebe weiterzugeben. Denn Gott hat Israel befreit und es am Leben erhalten. Ebenso sollen die Israeliten gut sein gegen alle Armen und Rechtlosen. In Vers 20 folgen vier Variationen des Hauptgebotes.

Antwortspalm

Psalm 147, 12–15.19-20


R: Jerusalem, preise den Herrn!


Jerusalem, preise den Herrn,
lobsinge, Zion, deinem Gott!
Denn er hat die Riegel deiner Tore fest gemacht,
die Kinder in deiner Mitte gesegnet.

Er verschafft deinen Grenzen Frieden
und sättigt dich mit bestem Weizen.
Er sendet sein Wort zur Erde,
rasch eilt sein Befehl dahin.

Er verkündet Jakob sein Wort,
Israel seine Gesetze und Rechte.
An keinem andern Volk hat er so gehandelt,
keinem sonst seine Rechte verkündet.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Durch das Evangelium hat Gott uns berufen zur Herrlichkeit Jesu Christi, unseres Herrn. Halleluja.

Evangelium

Mt 17,22–27

Die zweite Ankündigung von Leiden und Auferstehung – Von der Tempelsteuer

Als sie in Galiläa zusammen waren, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden, und sie werden ihn töten; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Da wurden sie sehr traurig.
Als Jesus und die Jünger nach Kafarnaum kamen, gingen die Männer, die die Tempelsteuer einzogen, zu Petrus und fragten: Zahlt euer Meister die Doppeldrachme nicht? Er antwortete: Doch! Als er dann ins Haus hineinging, kam ihm Jesus mit der Frage zuvor: Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten? Als Petrus antwortete: Von den anderen!, sagte Jesus zu ihm: Also sind die Söhne frei. Damit wir aber bei niemand Anstoss erregen, geh an den See und wirf die Angel aus; den ersten Fisch, den du heraufholst, nimm, öffne ihm das Maul und du wirst ein Vierdrachmenstück finden. Das gib den Männern als Steuer für mich und für dich.

Leidensankündigung - Freiheit in Christus

Jesus ist befreiend anders. Jesus passt nicht in Cliché–Vorstellungen. Zum zweiten Mal kündet er seinen Tod an. Die Jünger werden „traurig“, denn das Leid wird auch sie treffen. Das haben sie vorher kaum verstehen wollen. Jetzt verstehen sie noch weniger das Wort von der Auferstehung. Jesus ist anders! – Der zweite Teil des Evangeliums handelt von einem Problem der ersten christlichen Gemeinden. Sollen sie weiter Abgaben an den jüdischen Tempel zahlen? Zur Antwort wird auf das Verhalten Jesu verwiesen: Nicht unnötig Probleme machen! Das Nötige wird nicht fehlen. Also nicht stur sein. Es gibt Wichtigeres zu bewahren: die innere Freiheit.

Fürbitten

Christus, du hast von der Freiheit der Söhne gesprochen:

  • Schenke allen Gläubigen die innere Freiheit.
  • Verhilf den Fremden, den Waisen wund Witwen zu ihrem Recht.
  • Führe alle, die der Seele oder dem Leib nach leiden, durch das Kreuz zur Auferstehung.
  • Läutere unsere Herzen, damit wir deine Liebe aufnehmen und weiter geben.

Christus, du hast dich selber für uns dahingegeben. Schenke deinen Gläubigen, den Geist der Dienstbereitschaft. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, wir haben den Leib und das Blut deines Sohnes empfagen. Das heilige Sakrament bringe uns Heil. er erhalte uns in der Wahrheit und sei unser Licht in der Finsternis. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.