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Gotteswort

14. November 2017


Dienstag der 32. Woche im Jahreskreis

Das Glaubensverständnis kann von der Mentalität der Umwelt ungünstig beeinflusst werden. Doch kann der Blick auf Gottes Schöpfung oder auf die Praxis der Menschen zu einer Klärung oder Vertiefung des Glaubens führen.

Kyrie

Christus, du schenkst uns Gnade und Erbarmen. Herr, erbarme dich.
Du offenbarst uns die Wahrheit Gottes. Christus erbarme dich.
Du bewahrst uns deine Treue und Liebe. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Ewiger Gott. Dein Sohn hat unser Leben geteilt, hat Freude erfahren und Leid ertragen – wie wir. Gib, dass wir in guten und in bösen Tagen mit ihm verbunden bleiben. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Weish 2,23–3,9

Zum Leben geschaffen

Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt, und ihn erfahren alle, die ihm angehören.

Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual kann sie berühren.

In den Augen der Toren sind sie gestorben, ihr Heimgang gilt als Unglück, ihr Scheiden von uns als Vernichtung; sie aber sind in Frieden. In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit.

Ein wenig nur werden sie gezüchtigt; doch sie empfangen grosse Wohltat. Denn Gott hat sie geprüft und fand sie seiner würdig. Wie Gold im Schmelzofen hat er sie erprobt und sie angenommen als ein vollgültiges Opfer.

Beim Endgericht werden sie aufleuchten wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen. Sie werden Völker richten und über Nationen herrschen, und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit.

Alle, die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen, und die Treuen werden bei ihm bleiben in Liebe. Denn Gnade und Erbarmen wird seinen Erwählten zuteil.

Unsterblichkeit

Die Juden von Alexandrien wurden verfolgt. Sie lassen sich von der öffentlichen Meinung nicht beeindrucken, fragen sich aber besorgt über das Schicksal von Getöteten. Diese Juden kennen die griechische Unterscheidung zwischen Leib und Seele. Sie besinnen sich, dass der Mensch nach dem Bild Gottes, geschaffen ist, der unsterblich ist. Er ist ein Gott des Lebens, der Treue und Liebe. Erstmals spricht die Bibel hier von der Teilnahme des Menschen an der Unvergänglichkeit Gottes. Wessen Leben ein „vollwertiges Opfer“ ist, der wird von Gott angenommen.

Antwortspalm

Psalm 34,2–3.16-19


R: Den Herrn will ich preisen alle Zeit.


Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.

Die Augen des Herrn blicken auf die Gerechten,
seine Ohren hören ihr Schreien.
Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.

Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreisst sie all ihren Ängsten.
Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Wer mich liebt, hält fest an meinem Wort. Mein Vater wird ihn lieben, und wir werden bei ihm wohnen. Halleluja.

Evangelium

Lk 17,7–10

Das Gleichnis vom unnützen Sklaven

In jener Zeit sprach Jesus: Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?

So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.

Kein Lohnanspruch!

Das Gleichnis (Sondergut des Lukas) ist gegen die pharisäische Haltung des Lohnanspruches vor Gott gerichtet. Als Vergleichspunkt wird die damals übliche Praxis genommen. Sklaven standen als Leibeigene ihrem Herrn voll zur Verfügung ohne einen Rechtsanspruch auf Lohn oder Dank. Es darf kein Pochen auf Verdienste aus guten Taten geben. Auch ein Vorsteher der Gemeinde, der den Acker des Herrn „pflügt“, darf sich damit nicht brüsten. Auch wir sollten nicht auf Spezialgeschenke Gottes spekulieren, eher dankbar sein für alle Güte Gottes.

Fürbitten

Christus, du bist selbst der ewige Lohn deiner Gläubigen:

  • Für alle, die im kirchlichen Dienst stehen: Stärke sie in deinem Geist.
  • Für alle, die schlichte Dienste verrichten: Lass es ihnen nie am Respekt der anderen fehlen.
  • Für die Völker der Erde: Stifte Frieden zwischen allen, die Gott als seine Kinder erschuf.
  • Für uns und unsere Gemeinschaft: Bewahre uns vor Stolz und Überheblichkeit.

Gott, du hast uns berufen, dich zu lieben und dir in unsern Brüdern und Schwestern zu dienen. Stärke uns in dieser Zeit und geleite uns in deine Ewigkeit. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Wir danken dir, gütiger Gott, für die heilige Gabe, in der wir die Kraft von oben empfangen. Erhalte in uns deinen Geist und lass uns dir stets aufrichtig dienen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.