Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

15. August 2017


Dienstag der 19. Woche im Jahreskreis

Wenn das persönliche Leben und das soziale Zusammenleben glücken sollen, ist eine angemessene Lebensordnung unverzichtbar. In der ersten Lesung ahnt Mose sein nahes Lebensende. Er will aber, dass das Volk nicht ohne Führung bleibt, damit sich die Verheissungen an die Väter erfüllen. Im Evangelium beginnt ein Abschnitt, der als „Gemeinderegel“ des Matthäus bezeichnet wird.

Kyrie

Christus, Du liebst einfache Menschen. Herr, erbarme dich.
Du suchst ein verirrtes Schaf. Christus, erbarme dich.
Du willst, dass keiner der einfachen Menschen verloren geht. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott. Junge und alte Menschen, einfache und kluge, erfolgreiche und solche, die sich schwer tun, hast du hier zusammengeführt als deine Gemeinde. Gib einem jeden etwas von deinem guten, heiligen Geist, damit wir dich und uns selbst und einander besser verstehen und vorankommen auf dem Weg, auf den du uns miteinander gestellt hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Dtn 31,1–8

Die Einsetzung Josuas durch Mose

Mose trat vor ganz Israel hin und sprach diese Worte. Er sagte zu ihnen: Ich bin jetzt hundertzwanzig Jahre alt. Ich kann nicht mehr in den Kampf ziehen. Auch hat der Herr zu mir gesagt: Du wirst den Jordan hier nicht überschreiten.

Der Herr, dein Gott, zieht selbst vor dir hinüber, er selbst vernichtet diese Völker bei deinem Angriff, sodass du ihren Besitz übernehmen kannst. Josua zieht vor dir hinüber, wie es der Herr zugesagt hat. Der Herr wird an ihnen tun, was er an Sihon und Og, den Amoriterkönigen, die er vernichtete, und an ihrem Land getan hat. Der Herr wird sie euch ausliefern: Dann sollt ihr an ihnen genau nach dem Gebot handeln, auf das ich euch verpflichtet habe. Empfangt Macht und Stärke: Fürchtet euch nicht und weicht nicht erschreckt zurück, wenn sie angreifen; denn der Herr, dein Gott, zieht mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht.

Mose rief Josua herbei und sagte vor den Augen ganz Israels zu ihm: Empfange Macht und Stärke: Du sollst mit diesem Volk in das Land hineinziehen, von dem du weisst: Der Herr hat ihren Vätern geschworen, es ihnen zu geben. Du sollst es an sie als Erbbesitz verteilen. Der Herr selbst zieht vor dir her. Er ist mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht. Du sollst dich nicht fürchten und keine Angst haben.

Wie geht es weiter?

Mose ist alt und gibt seine Vollmacht weiter. Hat der Nachfolger soviel Charisma wie Mose? Wird er Mittler sein zwischen Gott und dem Volk?– Nach dem Bericht wird Josua, der Nachfolger, zunächst als militärischer Führer, recht profane Aufgaben erfüllem. Auch profane Aufgaben sind unter den Augen Gottes furchtlos zu verrichten. Josua soll auf Gott vertrauen. Gott wird mit seinem Volk sein und wird Josua nicht fallen lassen.

Antwortspalm

Dtn 32,3–4.7–9.12

Canticum des Mose


R: Der Herr nahm sich sein Volk als Anteil.


Ich will den Namen des Herrn verkünden.
Preist die Grösse unseres Gottes!
Er heisst: der Fels. Vollkommen ist, was er tut;
denn alle seine Wege sind recht.

Denk an die Tage der Vergangenheit,
lerne aus den Jahren der Geschichte!
Frag deinen Vater, er wird es dir erzählen,
frag die Alten, sie werden es dir sagen.

Als der Höchste (den Göttern) die Völker übergab,
als er die Menschheit aufteilte,
legte er die Gebiete der Völker
nach der Zahl der Götter fest.

Der Herr nahm sich sein Volk als Anteil,
Jakob wurde sein Erbland.
Der Herr allein hat Jakob geleitet,
kein fremder Gott stand ihm zur Seite.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig. Halleluja.

Evangelium

Mt 18,1–5.10.12–14

Rangstreit der Jünger – Warnung vor Verführung und Verachtung von Jüngern – Gleichnis vom verlorenen Schaf

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Grösste? Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Grösste.
Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.
Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte? Und wenn er es findet – amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.

Umgang mit Schwachen

Die frühen Christen haben die Aussprüche Jesu treu zu bewahren versucht. Wie das Matthäusevangelium heute zeigt, wurden verschieden Worte Jesu in kleine Erzählungen eingebaut, damit sie gut im Gedächtnis haften blieben. So beginnt heute bei Matthäus die Rede über das Leben in der Gemeinde. Es werden einfache Tugenden für das alltägliche Zusammenleben nahe gelegt. Sie stehen heute nicht gross im Kurs, aber was Jesus empfiehlt ist uns angenehmer als das gegenteilige Verhalten.

Fürbitten

Christus, du hast ein Kind als Vorbild vorgestellt:

  • Erhalte in der Kirche den Sinn für die Einfachheit und für ein kindliches Gottvertrauen.
  • Du warnst davor, einfache Menschen zu verachten. Stärke alle, die für die Schwachen arbeiten.
  • Du bist der gute Hirt. Steh allen bei, die in der Seelsorge oder in der Caritas tätig sind.
  • Du sprichst von der wahren Grösse. Bewahre uns selber vor Einbildung und Selbstüberschätzung.

Christus, du hast dich für die Schwachen und die Kleinen eingesetzt. Bewahre uns vor Überheblichkeit und sei der gute Hirt aller. Wir danken dir dafür und preisen dich, jetzt und in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, wir haben den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen. Das heilige Sakrament bringe uns Heil, es erhalte uns in der Wahrheit und sei unser Licht in der Finsternis. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.