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Gotteswort

16. August 2017


Mittwoch der 19. Woche im Jahreskreis

Rückblick und Ausblick: Die erste Lesung spricht vom hochbetagten Mose und seinen Taten. Sie sind einzigartig, doch richtet sich nun der Blick in die Zukunft, auf das verheissene Land. Die Lesung spricht von Vorkommnissen, welche die soziale Harmonie stören. Sie sind aufzuarbeiten. Der Frieden in der Gemeinschaft und mit Gott ist zu pflegen

Hl. Theodor (g)

Bischof von Octodurus–Martinach (DK)

Theodul (Theodor) ist der erste bekannte Bischof im Wallis. Er residierte in Octodurus (Martigny) und nahm an verschiedenen Synoden teil, so 381 an der Synode von Aquileia. Er hat die Gebeine des Mauritius und seiner Gefährten aufgefunden und sie in der von ihm errichteten Basilika St–Maurice in Acaunum beigesetzt.

Hl. Stephan (g)

König von Ungarn

Stephan I. von Ungarn, Sohn eines Arpadenfürsten, hat sich taufen lassen und heiratete Gisela, die Schwester des späteren deutschen Königs Heinrich II., die wie ihr Bruder vom heiligen Wolfgang erzogen worden war. Stephan festigte sein Reich und die Christianisierung Ungarns. Papst Silvester II. übersandte ihm im Einverständnis mit Kaiser Otto III. die Königskrone, mit der er an Weihnachten 1000 gekrönt wurde. + 1038.

Kyrie

Christus, in deinem Namen versammelt rufen wir: Herr, erbarme dich.
Du heissest uns, den Vater gemeinsam zu bitten. Christus, erbarme dich
Du heissest uns, Brüder für dich zu gewinnen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott. Du kennst uns besser, als wir uns kennen. Du weisst, wie sehr wir der Änderung und der Umkehr bedürfen. Du kommst zu uns mit deinem Wort – deinem offenen und guten, deinem fordernden und heilenden Wort. Gib, dass wir dir heute nicht ausweichen, dass wir uns öffnen und dein Wort annehmen: Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Dtn 34,1–12

Der Tod des Mose – Rückblick

Mose stieg aus den Steppen von Moab hinauf auf den Nebo, den Gipfel des Pisga gegenüber Jericho, und der Herr zeigte ihm das ganze Land. Er zeigte ihm Gilead bis nach Dan hin, ganz Naftali, das Gebiet von Efraim und Manasse, ganz Juda bis zum Mittelmeer, den Negeb und die Jordangegend, den Talgraben von Jericho, der Palmenstadt, bis Zoar.

Der Herr sagte zu ihm: Das ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe mit dem Schwur: Deinen Nachkommen werde ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen schauen lassen. Hinüberziehen wirst du nicht. Danach starb Mose, der Knecht des Herrn, dort in Moab, wie es der Herr bestimmt hatte. Man begrub ihn im Tal, in Moab, gegenüber Bet–Pegor. Bis heute kennt niemand sein Grab. Mose war hundertzwanzig Jahre alt, als er starb. Sein Auge war noch nicht getrübt, seine Frische war noch nicht geschwunden. Die Israeliten beweinten Mose dreissig Tage lang in den Steppen von Moab. Danach war die Zeit des Weinens und der Klage um Mose beendet.

Josua, der Sohn Nuns, war vom Geist der Weisheit erfüllt, denn Mose hatte ihm die Hände aufgelegt. Die Israeliten hörten auf ihn und taten, was der Herr dem Mose aufgetragen hatte.

Niemals wieder ist in Israel ein Prophet wie Mose aufgetreten. Ihn hat der Herr Auge in Auge berufen. Keiner ist ihm vergleichbar, wegen all der Zeichen und Wunder, die er in Ägypten im Auftrag des Herrn am Pharao, an seinem ganzen Hof und an seinem ganzen Land getan hat, wegen all der Beweise seiner starken Hand und wegen all der Furcht erregenden und grossen Taten, die Mose vor den Augen von ganz Israel vollbracht hat.

Voll Hoffnung sterben

Mose hat den Tod vor Augen, aber den Tod nicht als ein Schritt ins Nichts, sondern als Weg. Mose schaut aus in das Land der Verheissung. Das Sterben des einzigartigen Führers ist zwar eine Prüfung für ihn und für sein Volk, aber er, das Volk und wir dürfen wissen, dass Gott seiner Verheissung unbedingt treu bleibt. Josua hat den Dienst weiterzuführen.

Antwortspalm

Psalm 66,1–3.5.16-17.20


R: Gepriesen sei Gott, der mich am Leben erhält


Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde!
Spielt zum Ruhm seines Namens!
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!
Sagt zu Gott: «Wie Ehrfurcht gebietend sind deine Taten.

Kommt und seht die Taten Gottes!
Staunenswert ist sein Tun an den Menschen.
Ihr alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört;
ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat.

Zu ihm hatte ich mit lauter Stimme gerufen
und schon konnte mein Mund ihn preisen.
Gepriesen sei Gott; denn er hat mein Gebet nicht verworfen
und mir seine Huld nicht entzogen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Gott hat in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, und uns das Wort der Versöhnung anvertraute. Halleluja.

Evangelium

Mt 18,15–20

Von der Verantwortung für den Bruder

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Brüdern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.

Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

Dialog und Versöhnung

Die Kirche ist keine Sekte von Besserwissern oder Scharfmachern. Zur Kirche zählen fehlende Glieder. Die Kirche muss suchen, sie mit Freimut und Liebe für Christus und für ein Zusammenleben im guten Geist, im Heiligen Geist zu gewinnen. Dafür werden Regeln aufgestellt, Es braucht den Dialog auf verschiedenen Ebenen. Wenn aber bei den Fehlenden eine Verhärtung eintritt, schliessen sie sich selber von der im Namen Christi und im Heiligen Geist versammelten Gemeinschaft aus. Vordringlich ist das Gebet. Ein jüdisches Wort sagt: „Wenn zwei zusammensitzen und sich mit Toraworten beschäftigen, so ist Gott unter ihnen.“ (Vgl. Stuttgarter AT)

Fürbitten

Christus, du hast uns gelehrt, gemeinsam zu bitten:

  • Hilf allen Gliedern der Kirche zum guten Umgang mit Fehlenden.
  • Du erwartest, dass ein gutes Wort Frucht trägt. Schenke allen Offenheit für deinen Geist.
  • Begleite Richter und Sozialarbeiter, die verirrte Menschen führen müssen.
  • Erhalte in uns selber den Glauben, dass du in unserer Mitte bist, wenn wir beten.

Christus, stärke unsern Glauben, dass die Verheissungen des Vaters sich erfüllen. Ihn preisen wir in deinem Namen und im Heiligen Geist, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, wir haben den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen. Das heilige Sakrament bringe uns Heil, es erhalte uns in der Wahrheit und sei unser Licht in der Finsternis. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.