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Gotteswort

16. September 2017


Samstag der 23. Woche im Jahreskreis

Das Evangelium verweist auf die guten Wurzeln oder den guten Unterbau als Voraussetzung für Früchte oder Sicherheit. Auch der Timotheusbrief will den Adressaten ein sicheres Glaubensverständnis nahe legen. Es ist nicht spektakulär; es führt zum Lobpreis.

Hl. Kornelius (G)

Papst

Cornelius wurde 251 Bischof von Rom. Die schwere Verfolgung unter Decius, welche die Christen aus heiterem Himmel traf, hatte dazu geführt, dass viele vom Glauben abfielen. Manche bereuten ihren Schritt bald. Papst Cornelius vertrat eine relativ milde Bussdisziplin und gewährte Versöhnung und Aufnahme in die Kirchengemeinschaft. Papst Cornelius wurde im Juni 253 aus Rom verbannt und starb kurz darnach.

Hl. Cyprian (G)

Bischof von Karthago, Märtyrer

Cyprian, Bischof von Kathago, vertrat eine strengere Bussordnung und hielt auch die Ketzertaufe für ungültig. Das brachte ihn in Gegensatz zu Papst Stephan I. von Rom, wenn es auch nicht zu einer Kirchenspaltung kam. + 14. Sept. 258.

Kyrie

Christus, du bist gekommen, um uns Sünder zu retten. Herr, erbarme dich.
Bei dir haben wir Erbarmen gefunden. Christus, erbarme dich.
Du bist der König der Ewigkeit. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Ewiger Gott, du hast deiner Kirche in den heiligen Bischöfen Kornelius und Cyprian eifrige Hirten geschenkt und ihnen die Kraft gegeben, treu bis in den Tod ihren Glauben zu bekennen. Höre auf ihre Fürsprache und festige unseren Glauben, damit wir bereit sind, für die Einheit der Kirche zu beten und zu arbeiten. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Tim 1,15–17

Dank für die Berufung zum Apostel

Das Wort ist glaubwürdig und wert, dass man es beherzigt: Christus Jesus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zu retten. Von ihnen bin ich der Erste. Aber ich habe Erbarmen gefunden, damit Christus Jesus an mir als Erstem seine ganze Langmut beweisen konnte, zum Vorbild für alle, die in Zukunft an ihn glauben, um das ewige Leben zu erlangen.

Dem König der Ewigkeit, dem unvergänglichen, unsichtbaren, einzigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Amen.

Gott in Christus

Philosophen reden über Gott als den Unbeweglichen, Unwandelbaren. Philosophen halten sich dabei für weise. Paulus und seine Schüler haben Gott anders erfahren. Gott hat sich in Jesus offenbart. In ihm erschien Gott nicht mächtig und unbeweglich, sondern in menschlicher Schwachheit und Sterblichkeit und voll Barmherzigkeit. Indem sich Gott so radikal mit den Menschen solidarisiert, rettet er die sündhafte Menschheit.

Antwortspalm

Psalm 113,1–5a.6-7


R: Der Name des Herrn sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit.


Lobet, ihr Knechte des Herrn,
lobt den Namen des Herrn!
Der Name des Herrn sei gepriesen
von nun an bis in Ewigkeit.

Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang
sei der Name des Herrn gelobt.
Der Herr ist erhaben über alle Völker,
seine Herrlichkeit überragt die Himmel.

Wer gleicht dem Herrn, unserm Gott,
ihm, der in der Höhe thront,
der hinabschaut in die Tiefe,
der den Schwachen aus dem Staub emporhebt
und den Armen erhöht, der im Schmutz liegt?

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Wer mich liebt hält fest an meinem Wort. Mein Vater wird ihn lieben, und wir werden bei ihm wohnen. Halleluja.

Evangelium

Lk 6,43–49

Von der wahren Frömmigkeit – Vom Haus auf dem Felsen

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte hervorbringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte hervorbringt. Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von den Disteln pflückt man keine Feigen und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben.

Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.

Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage? Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt. Er ist wie ein Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte. Als nun ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen das Haus prallte, konnte sie es nicht erschüttern, weil es gut gebaut war.

Wer aber hört und nicht danach handelt, ist wie ein Mann, der sein Haus ohne Fundament auf die Erde baute. Die Flutwelle prallte dagegen, das Haus stürzte sofort in sich zusammen und wurde völlig zerstört.

Ursache und Wirkung

Im Evangelium haben wir eine Reihe von Aussprüchen Jesu vor uns. Sie kreisen um das Thema: Ursache und Wirkung; Inneres und Äusserung; Fundament und Hausbau. Der letzte Vergleich zwischen dem Wort Gottes und dem festen Fundament bildet den Abschluss der „Feldpredigt“.

Fürbitten

Christus, du verkörperst Gottes Langmut und Erbarmen:

  • Hilf den Christen, für die Gnade der Erlösung dankbar zu bleiben.
  • Du bist Gottes Wort für uns: Stärke die Gläubigen im Glauben an deine Botschaft.
  • Du bist Gottes Frieden: Zeige den Völkern im Nahen Osten Wege zum Frieden.
  • Du hast gesagt: Ein guter Baum bringt gute Früchte. Mache unser Leben zum Segen für andere.

Barmherziger Gott und Vater immer wieder erfahren wir dein Erbarmen. Lass uns fest auf deine Gnade vertrauen. So bitten wir im Heiligen Geist durch Christus, unsern Herrn

Schlussgebet

Herr, unser Gott, gib uns durch die heiligen Geheimnisse, die wir empfangen haben, den Geist der Stärke, damit wir wie deine Märtyrer Kornelius und Cyprian unerschrocken für die Wahrheit des Evangeliums eintreten. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.