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Gotteswort

16. November 2017


Donnerstag der 32. Woche im Jahreskreis

Wie können wir über Gott reden? Menschenweisheit reicht dafür nicht, sie reicht kaum über die Froschperspektive hinaus. Doch heute wird uns in der 1. Lesung die göttliche „Weisheit“ und wird uns im Evangelium das „Reich Gottes“ vorgestellt. Das Bild, das sie entwerfen, ist Wirklichkeit in der Person Christi.

Hl. Margareta (g)

Königin von Schottland

Margaretas bewegtes Leben begann in Ungarn; um 1046 wurde sie in Reska bei Nadasd geboren. Sie war die Tochter des aus England vertriebenen Eduard Atheling und einer ungarischen Prinzessin. Mit zehn Jahren kam sie nach England an den Hof ihres Grossonkels Eduard des Bekenners. 1066, nach der verlorenen Schlacht von Hastings, floh sie nach Schottland, wo sie sich um 1070 mit König Malcolm verheiratete. Der Ehe entsprossten sechs Knaben und drei Mädchen. Auf den rauen König hatte Margareta einen wohl tuenden Einfluss, der dem Land zugute kam. Sie war streng gegen sich selbst, gut zu den Armen; sie reformierte das kirchliche Leben, förderte Kultur und Erziehung. Sie starb mit 46 Jahren am 16. November 1093, wenige Tage nachdem sie die Nachricht vom blutigen Tod ihres Gatten und ihres Sohnes Eduard erhalten hatte. Sie wurde 1249 heilig gesprochen. (Schott)

Kyrie

Christus, du bist Gottes Weisheit. Herr, erbarme dich.
Du bist Gottes Kraft. Christus, erbarme dich.
Du bist der Abglanz des ewigen Lichtes. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Ewiger Gott. Die Tage zerrinnen uns zwischen den Händen. Unser Leben schwindet dahin. Du aber bleibst. Gestern und heute und morgen bist du derselbe. Von Ewigkeit her kennst du uns. Unsere Zukunft liegt in deiner Hand. Mach uns bereit für alles, was du mit uns tun wirst. Darum bitten wir durch Jesus Christus., deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Weish 7,22 – 8,1

Das Wesen der Weisheit

In der Weisheit ist ein Geist, gedankenvoll, heilig, einzigartig, mannigfaltig, zart, beweglich, durchdringend, unbefleckt, klar, unverletzlich, das Gute liebend, scharf, nicht zu hemmen, wohltätig, menschenfreundlich, fest, sicher, ohne Sorge, alles vermögend, alles überwachend und alle Geister durchdringend, die denkenden, reinen und zartesten.

Denn die Weisheit ist beweglicher als alle Bewegung; in ihrer Reinheit durchdringt und erfüllt sie alles.

Sie ist ein Hauch der Kraft Gottes und reiner Ausfluss der Herrlichkeit des Allherrschers; darum fällt kein Schatten auf sie.

Sie ist der Widerschein des ewigen Lichts, der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, das Bild seiner Vollkommenheit.

Sie ist nur eine und vermag doch alles; ohne sich zu ändern, erneuert sie alles. Von Geschlecht zu Geschlecht tritt sie in heilige Seelen ein und schafft Freunde Gottes und Propheten; denn Gott liebt nur den, der mit der Weisheit zusammenwohnt.

Sie ist schöner als die Sonne und übertrifft jedes Sternbild. Sie ist strahlender als das Licht; denn diesem folgt die Nacht, doch über die Weisheit siegt keine Schlechtigkeit.

Machtvoll entfaltet sie ihre Kraft von einem Ende zum andern und durchwaltet voll Güte das All.

Begeistert von Gott

Ein Hymnus auf Gottes Weisheit, für die Begriffe der stoischen und neuplatonischen Philisophie benützt werden. Drei mal sieben Eigenschaften beschreiben die Vollkommenheit der Weisheit Gottes. Die grossartigsten Bilder aus der Schöpfung vermögen seine Erhabenheit nicht auszudrücken. Gott ist aber auch ganz für uns da. In seiner Weisheit ist er gleichzeitig menschenfreundlich und fein in der Tiefe heiliger Seelen gegenwärtig. So bildet die Weisheit in den Seelen „Freunde Gottes“. – Die Christen konnten diese wunderbare Darstellung der Weisheit Gottes gut vom menschgewordenen Wort Gottes und vom verherrlichten Christus verstehen.

Antwortspalm

Psalm 119,89–91.130.135.175


R: Herr, dein Wort bleibt auf ewig.


Herr, dein Wort bleibt auf ewig,
es steht fest wie der Himmel.
Deine Treue währt von Geschlecht zu Geschlecht;
du hast die Erde gegründet, sie bleibt bestehen.

Nach deiner Ordnung bestehen sie bis heute
und dir ist alles dienstbar.
Die Erklärung deiner Worte bringt Erleuchtung,
den Unerfahrenen schenkt sie Einsicht.

Lass dein Angesicht leuchten
über deinem Knecht
und lehre mich deine Gesetze.
Lass meine Seele leben,
damit sie dich preisen kann.
Deine Entscheidungen mögen mir helfen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht. Halleluja.

Evangelium

Lk 17,20–25

Vom Kommen des Gottesreiches und des Menschensohnes

Als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äusseren Zeichen erkennen könnte. Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es!, oder: Dort ist es! Denn: Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch.

Er sagte zu den Jüngern: Es wird eine Zeit kommen, in der ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu erleben; aber ihr werdet ihn nicht erleben.

Und wenn man zu euch sagt: Dort ist er! Hier ist er!, so geht nicht hin und lauft nicht hinterher! Denn wie der Blitz von einem Ende des Himmels bis zum andern leuchtet, so wird der Menschensohn an seinem Tag erscheinen.

Vorher aber muss er vieles erleiden und von dieser Generation verworfen werden.

Mitten unter euch

Das Reich Gottes kommt nicht lautstark, nicht unter Aufsehen und Getöse. Man kann die Zeit seines Kommens nicht mit dem Kalender voraus berechnen. Jesus sagt deutlich: „Das Reich Gottes ist schon mitten unter euch!“ Er ist selber das Reich Gottes in Person. Von Jesus, von seinen Worten und Taten will das Reich ausgreifen und in den Jüngern gegenwärtig werden. Vor dieser Offenbarung muss der „Menschensohn… vieles erleiden“. In der Auferstehung von den Toten wurde seine Herrlichkeit Wirklichkeit. Sie ist es für die Glaubenden, denn Christus ist uns tagtäglich gegenwärtig, in geistgewirkter, nicht in vorösterlicher Art. Die endzeitliche Offenbarung jedoch steht noch aus. Sie ist nüchtern und wachsam zu erwarten. (vgl. Stuttgarter NT)

Fürbitten

Christus, du bist als Reich Gottes mitten unter uns:

  • Öffne die Augen der Glaubenden für deine Gegenwart in ihrem Leben.
  • Hilf den Verantwortlichen, die Menschenwürde stets zu achten.
  • Steh allen bei, die ein schweres Kreuz zu tragen haben.
  • Führe unsere Verstorbenen in das Licht deiner Herrlichkeit.

Gott, unser Vater, wir schauen aus nach deinem Sohn, unserem Erlöser. Schenke uns in diesem Leben deinen Beistand und einst das ewige Leben. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Wir danken dir, gütiger Gott, für die heilige Gabe, in der wir die Kraft von oben empfangen. Erhalte in uns deinen Geist und lass uns dir stets aufrichtig dienen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.