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Gotteswort

17. Januar 2018


Mittwoch der 2. Woche im Jahreskreis

Das hätte nicht passieren dürfen! Gott hält sich nicht an Pläne oder Vorstellungen der Menschen. In der Geschichte von Goliat und David siegt unerwartet der Schwache. Im Evangelium besiegt Jesus eine chronische Krankheit, obwohl er nach den Vorstellungen der Gegner nicht handeln dürfte.

Hl. Antonius (G)

Mönchsvater in Ägypten

Antonius stammte aus guter Familie in Mittelägypten. Nach dem Tod seiner Eltern verteilte er als junger Mann seinen Besitz nach dem Wort des Evangeliums an die Armen und wurde, nach entsprechender Vorbereitung, Eremit, teilweise in grösster Abgeschiedenheit. Lange hatte er unter schweren Anfechtungen zu leiden. Um ihn sammelten sich andere Einsiedler und bildeten eine Art Gemeinschaft. Viele Besucher fanden bei dem freundlichen Ratgeber Hilfe. Während einer Verfolgung predigte er in Alexandrien. Athanasius von Alexandrien verfasste die Lebensbeschreibung des Antonius, die von grösster Bedeutung für die Ausbreitung und das Selbstverständnis des Mönchtums wurde (Augustinus, Benedikt). + nach 356.

Kyrie

Herr Jesus Christus,
Du bist zum Beten in die Einsamkeit gegangen. Herr, erbarme dich.
Du schenkst die Gesundheit an Leib und Seele. Christus, erbarme dich.
Du stiftest Frieden zwischen Gott und Menschen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, du hast den heiligen Mönchsvater Antonius aus der Welt herausgerufen und ihm die Kraft gegeben, in der Einsamkeit der Wüste vor dir zu leben. Hilf uns auf seine Fürbitte, uns selbst zu überwinden und dich über alles zu lieben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1. Lesung

1 Sam 17,32–33.37.40–51

David und Goliat

David sagte zu Saul: Niemand soll wegen des Philisters den Mut sinken lassen. Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen. Saul erwiderte ihm: Du kannst nicht zu diesem Philister hingehen, um mit ihm zu kämpfen; du bist zu jung, er aber ist ein Krieger seit seiner Jugend.

Und David sagte weiter: Der Herr, der mich aus der Gewalt des Löwen und des Bären gerettet hat, wird mich auch aus der Gewalt dieses Philisters retten. Da antwortete Saul David: Geh, der Herr sei mit dir.

David nahm seinen Stock in die Hand, suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er bei sich hatte (und) die (ihm als) Schleudersteintasche (diente). Die Schleuder in der Hand, ging er auf den Philister zu.

Der Philister kam immer näher an David heran; sein Schildträger schritt vor ihm her. Voll Verachtung blickte der Philister David an, als er ihn sah; denn David war noch sehr jung, er war blond und von schöner Gestalt. Der Philister sagte zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit einem Stock zu mir kommst? Und er verfluchte David bei seinen Göttern. Er rief David zu: Komm nur her zu mir, ich werde dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren (zum Frass) geben.

David antwortete dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heere, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast. Heute wird dich der Herr mir ausliefern. Ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Die Leichen des Heeres der Philister werde ich noch heute den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren (zum Frass) geben. Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat. Auch alle, die hier versammelt sind, sollen erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert und Speer Rettung verschafft; denn es ist ein Krieg des Herrn und er wird euch in unsere Gewalt geben.

Als der Philister weiter vorrückte und immer näher an David herankam, lief auch David von der Schlachtreihe (der Israeliten) aus schnell dem Philister entgegen. Er griff in seine Hirtentasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn ab und traf den Philister an der Stirn. Der Stein drang in die Stirn ein und der Philister fiel mit dem Gesicht zu Boden.

So besiegte David den Philister mit einer Schleuder und einem Stein; er traf den Philister und tötete ihn, ohne ein Schwert in der Hand zu haben. Dann lief David hin und trat neben den Philister. Er ergriff sein Schwert, zog es aus der Scheide, schlug ihm den Kopf ab und tötete ihn. Als die Philister sahen, dass ihr starker Mann tot war, flohen sie.

David und Goliat

Diese Erzählung über den Helden Israels schildert einen ungleichen Zweikampf. David ist nach Alter und Ausrüstung der Schwächere. Alle sehen dies so. Doch David weiss um die eigene Geschicklichkeit, und er setzt vor allem sein volles Vertrauen auf den Beistand Gottes. Im AT zeigt sich Gottes Kraft oft gerade dort, wo Menschen schwach sind. – Jesus wird einst den Zweikampf mit dem Bösen, nämlich mit der menschlichen Ungerechtigkeit und mit dem Tod bestehen müssen. Seine einzige Waffe ist das Vertrauen in seinen Vater (Frisque).

Antwortspalm

Psalm 144,1–2.9–10


R: Gelobt sei der Herr, der mein Fels ist.


Gelobt sei der Herr, der mein Fels ist,
der meine Hände den Kampf gelehrt hat,
meine Finger den Krieg.
Du bist meine Huld und Burg,
meine Festung, mein Retter,
mein Schild, dem ich vertraue.

Ein neues Lied will ich, o Gott, dir singen,
auf der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen,
der du den Königen den Sieg verleihst
und David, deinen Knecht, errettest.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Jesus verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden. Halleluja.

Evangelium

Mk 3,1–6

Die Heilung eines Mannes am Sabbat

Als Jesus ein andermal in eine Synagoge ging, sass dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war. Und sie gaben Acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.

Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand war wieder gesund.

Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.

Die Freiheit zum Guten unter Anklage

Jesus hat bei verschiedenen Anlässen deutlich gemacht, dass das Sabbatgebot, das ursprünglich zugunsten der Menschen und zur Erinnerung an die Befreiung des Volkes erlassen wurde, nicht gegen diesen eigentlichen Sinn gewendet werden darf. Die Heilung des Mannes mit der gelähmten Hand am Sabbat bringt für die geistlichen Gegner Jesu das Fass zum Überlaufen. Mit ihrem Tötungsbeschluss schliesst Markus den Bericht über die Streitgespräche Jesu in Galiläa. Jesus steht übermächtigen Gegnern gegenüber, nämlich den weltlichen und den geistlichen Autoritäten im Land. Ihre Härte erregt ihn, der Mitleid empfindet.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, durch deinen Tod hast du die Welt hell gemacht:

  • Bestärke die Ordensgemeinschaften in deiner Nachfolge.
  • Hindere die Mächtigen, Arme und Wehrlose auszunützen.
  • Steh allen bei, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden.
  • Vertreibe alles Dunkel aus unseren Herzen.

Gütiger Vater, dein Sohn hat sein Leben für uns hingegeben. Sei uns gnädig durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, mit deiner Hilfe hat der heilige Antonius die Mächte der Finsternis besiegt, Stärke uns durch die heilbringende Speise, die wir empfangen haben, damit wir die Angriffe des Bösen überwinden. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.