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Gotteswort

17. Juli 2017


Montag der 15. Woche im Jahreskreis

In uns Menschen steckt ein Lebenshunger. Der Lebenswille ist gut. Aber was heisst leben? Was für ein Leben ist lebenswert? Die persönlich Freiheit ist unerlässlich, aber noch weniger sollte der Lebenssinn fehlen.

Kyrie

Christus, du bist gekommen, um uns zum Heil zu führen. Herr, erbarme dich.
Du rufst uns immer wieder zur Umkehr und zur Nachfolge. Christus, erbarme dich.
Du allein schenkst das wahre Leben in Fülle. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Jesus Christus hat gesagt: „Sorgt euch nicht um euer Leben! Ängstigt euch nicht! Euch soll es um das Reich Gottes gehen; dann wird euch das andere dazugegeben.“ Darum beten wir: Gott. Wir fürchten, wenn wir uns auf dich einlassen, wird unser Leben noch schwerer; wenn wir uns für deine Sache mühen, kommen wir selber zu kurz. Mach uns frei von der Angst. Gib uns Freude an deinem Reich und lass uns erfahren, dass dir allein die Zukunft gehört. Das gewähre uns durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Ex 1,8–14.22

Jakobs Nachkommen in Ägypten

In Ägypten kam ein neuer König an die Macht, der Josef nicht gekannt hatte. Er sagte zu seinem Volk: Seht nur, das Volk der Israeliten ist grösser und stärker als wir. Gebt Acht! Wir müssen überlegen, was wir gegen sie tun können, damit sie sich nicht weiter vermehren. Wenn ein Krieg ausbricht, können sie sich unseren Feinden anschliessen, gegen uns kämpfen und sich des Landes bemächtigen. Da setzte man Fronvögte über sie ein, um sie durch schwere Arbeit unter Druck zu setzen. Sie mussten für den Pharao die Städte Pitom und Ramses als Vorratslager bauen. Je mehr man sie aber unter Druck hielt, umso stärker vermehrten sie sich und breiteten sie sich aus, sodass die Ägypter vor ihnen das Grauen packte. Daher gingen sie hart gegen die Israeliten vor und machten sie zu Sklaven. Sie machten ihnen das Leben schwer durch harte Arbeit mit Lehm und Ziegeln und durch alle möglichen Arbeiten auf den Feldern. So wurden die Israeliten zu harter Sklavenarbeit gezwungen.

Daher gab der Pharao seinem ganzen Volk den Befehl: Alle Knaben, die den Hebräern geboren werden, werft in den Nil! Die Mädchen dürft ihr alle am Leben lassen.

Eine lebensfeindliche Politik gegen die Hebräer

Nachdem die Genesis die Familiengeschichte der Patriarchen behandelte, beginnt mit dem Buch Exodus die (Über–) Lebensgeschichte des Volkes. Die Ägypter „machten ihnen (den Israeliten) das Leben schwer durch harte Arbeit“, ja schreckten nicht zurück vor Völkermord. – Erst im Exodus aus dieser Prüfung wird Israel den wahren Gott finden und seinen Namen erkennen.

Antwortspalm

Psalm 124


R: Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.


Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt
– so soll Israel sagen –,
hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt,
als sich gegen uns Menschen erhoben,

dann hätten sie uns lebendig verschlungen,
als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.
Dann hätten die Wasser uns weggespült,
hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.

Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen,
die wilden und wogenden Wasser.
Gelobt sei der Herr,
der uns nicht ihren Zähnen als Beute überliess.

Unsre Seele ist wie ein Vogel
dem Netz des Jägers entkommen;
das Netz ist zerrissen und wir sind frei.
Unsre Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja, halleluja. Selig, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgung leiden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Halleluja.

Evangelium

Mt 10,34–11,1

Furchtloses Bekenntnis – Aufnahme der Jünger

In jener Zeit sprach Jesus zu den Aposteln: Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.

Engagierte Nachfolge Jesu auf dem Weg zum Leben

Das Evangelium bringt den Schluss der Aussendungsrede Jesu. Am Horizont wird bereits das Kreuz sichtbar. Jesus verlangt von den Seinen, die das Evangelium eines neuen Lebens verkünden, dass sie mit Leib und Leben zu ihm stehen. Selbst die Blutsverwandtschaft muss hintan stehen. Jesus verschweigt nicht, dass er einen hohen Preis fordert. Seine Worte können uns treffen wie ein Schwert, das ein halbherziges oder verlogenes Christentum aufdeckt. Wenn die Christinnen und Christen voll für Jesus engagiert wären, würde es um das Christentum anders stehen. Es wäre nicht halblebig. – Noch etwas: Wie im ganzen Evangelium erscheint Jesus hier wie ein Gast, der gut oder schlecht oder gar nicht aufgenommen wird. Auch die Boten Jesu halten wie Fremdlinge um die Gastfreundschaft an. Wer sie aufnimmt, zeigt, dass er auf dem Weg zu einem erfüllten Leben ist, das nur in und mit und durch Christus zu finden ist.

Fürbitten

Christus, du rufst die Menschen in deine Nachfolge:

  • Hilf allen Christen, zuerst dich und dein Reich zu suchen.
  • Du bist uns mit dem Kreuz vorangegangen:
  • Hilf allen, ihr Kreuz geduldig zu tragen.
  • Du bist der Herr der Welt:
  • Schenke Frieden, wo Hass und Gewalt herrschen.
  • Du weisst um alle Sorgen und Nöte:
  • Segne unsere Familien und die Gemeinschaften, in denen wir leben.

Allmächtiger Gott, komm uns mit deiner Macht zu Hilfe, damit wir dem Beispiel deines Sohnes folgen können. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, wir danken dir für die heilige Gabe, Lass deine Heilsgnade in uns wachsen, sooft wir diese Speise empfangen, Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.