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Gotteswort

17. Oktober 2017


Dienstag der 28. Woche im Jahreskreis

Der Mensch ist eigentlich ein Geschöpf, das im Zusammenleben fair sein möchte. Er möchte in den eigenen und den fremden Augen „recht“ dastehen. Aber er wird nicht in eine heile Welt hineingeboren und verursacht selber Störungen. Im Evangelium warnt Jesus davor, sich durch äussere Korrektheit „gerecht“ machen zu wollen. Paulus schreibt den Römern, dass Gott den Menschen „gerecht“ macht.

Hl. Ignatius von Antiochien (G)

Bischof von Antiochien, Märtyrer

Ignatius, Bischof von Antiochien in Syrien, war von der hellenistischen Kultur geprägt. In ihm brannte das Feuer der Christusliebe. Als er nach einem Aufruhr gegen die Christen als Gefangener nach Rom geführt wurde, konnte er unterwegs mehrere Christengemeinden besuchen. Er schrieb ihnen dann Briefe, die von seinem tiefen Glauben und seiner Christusmystik zeugen, aber auch von seiner Fürsorge für den guten Geist der Gemeinden. Den wichtigsten Brief schickt er voraus an die Gemeinde von Rom, wo er den wilden Tieren vorgeworfen werden sollte. + um 110.

Kyrie

Christus, Du verkündest die Frohbotschaft. Herr, erbarme dich.
Du offenbarst Gottes Gerechtigkeit. Christus, erbarme dich.
Du führst durch den Glauben zum Leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, das Blutzeugnis deiner Märtyrer ist der Ruhm der ganzen Kirche. Gib, dass das glorreiche Leiden, das den heiligen Ignatius zur ewigen Herrlichkeit führte, uns deinen beständigen Schutz erwirke. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unser Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Röm 1,16–25

Gottes Ja zum Leben – Gottes Nein zur Verfälschung seiner Schöpfung

Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen. Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift heisst: Der aus Glauben Gerechte wird leben.

Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart. Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar. Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren. Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüssige und kriechende Tiere darstellen. Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, sodass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten. Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers – gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.

Gott offenbart sich

Paulus verkündet eine rettende Frohbotschaft. Gottes Gerechtigkeit ist eine aufrichtende Gerechtigkeit. Sie hilft auf; das Gegenteil wäre eine abrechnende oder abweisende Haltung. Der Apostel geht vom atl. Verständnis der „Gerechtigkeit“ Gottes aus. Sie ist die Treue zu seinen Bundeszusagen. Gott macht „gerecht“, damit die Menschen „leben“.Erst wenn sein Bund aufgegeben wird, kommt es zu Gottes Zorngericht (V.18). – Die Menschen sollen Gott richtig verstehen oder erkennen. Schon aus der Schöpfung sollten die Menschen den Schöpfer erkennen können. Aber die Versuchung war und ist gross, die Schöpfung wichtiger zu nehmen als den Schöpfer und Elemente der Schöpfung zu vergötzen. (Frisque)

Antwortspalm

Psalm 19,2–5


R: Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes.


Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes,
vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.
Ein Tag sagt es dem andern,
eine Nacht tut es der andern kund.

Ohne Worte und ohne Reden,
unhörbar bleibt ihre Stimme.
Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus,
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Lebendig ist das Wort Gottes und kraftvoll. Es richtet über die Regungen und Gedanken der Herzen. Halleluja.

Evangelium

Lk 11,37–41

Ein Wort gegen die Pharisäer

Nach dieser Rede lud ein Pharisäer Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch. Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert. Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller aussen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äussere schuf, auch das Innere geschaffen? Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein. Doch weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen.

Innere Haltung

Das Gottesbild Jesu ist anderes als das der Pharisäer. Sie meinen „gerecht“ zu sein, wenn sie äussere Vorschriften genau einhalten. Jesus sagt, Gott hat auch das Innere erschaffen. Gott geht es vor allem um die innere Gesinnung.

Fürbitten

Christus, du hast uns Gott als Vater offenbart:

  • Schenke allen Gläubigen Vertrauen zu Gott, ihrem Vater.
  • Hilf unserer Gesellschaft, die Schöpfung zu bewahren und sie nicht zu missbrauchen.
  • Verzeihe uns und allen Sündern, wenn wir nicht auf den Wegen Gottes gehen.
  • Schaffe uns selber ein verständiges und lauteres Herz.

Gott, schenke deinem Volk den Geist der Wahrheit und der Liebe. So bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, das Brot des Himmels, das wir am Fest des heiligen Ignatius empfangen haben, mache uns würdig, Christen zu heissen, und gebe uns die Kraft, Christen zu sein. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.