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Gotteswort

19. Juli 2017


Mittwoch der 15. Woche im Jahreskreis

Gegenwärtig erleben wir neben religiösem Desinteresse auch eine eigenartig boomende Religiosität. In der esoterischen Welt wird versucht, mit bestimmten Praktiken zu einer höheren Erkenntnis oder zur Erfahrung von Segen zu gelangen. – Lesung und Evangelium zeigen, wo und wie sich Gott wirklich erfahren lässt.

Kyrie

Christus, du hast dich einfachen Menschen offenbart. Herr, erbarme dich.
Du hast den Vater im Himmel gepriesen. Christus, erbarme dich.
Dir hat der Vater alles übergeben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast in Christus allen Völkern deine Herrlichkeit geoffenbart. Behüte, was du in deinem Erbarmen an uns gewirkt hast: Lass deine Kirche auf der ganzen Erde im Glauben feststehen und deinen Namen loben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Ex 3,1–6.9–12

Gott offenbart sich Mose

Mose weidete die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb. Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht. Mose sagte: Ich will dorthin gehen und mir die aussergewöhnliche Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht?

Als der Herr sah, dass Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Der Herr sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden. Dann fuhr er fort: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.

Der Herr sprach zu Mose: Jetzt ist die laute Klage der Israeliten zu mir gedrungen und ich habe auch gesehen, wie die Ägypter sie unterdrücken. Und jetzt geh! Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus!

Mose antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten herausführen könnte?

Gott aber sagte: Ich bin mit dir; ich habe dich gesandt und als Zeichen dafür soll dir dienen: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast, werdet ihr Gott an diesem Berg verehren.

Wo sich Gott offenbart

Fern von Ägypten, seinem Götterkult und seiner Unterdrückung, unter freien Nomaden, bei denen er sich verehelicht hat, wird Mose eine Gotteserfahrung geschenkt, sodass dieser Ort „heiliger Boden“ ist. Jahwe erscheint ihm wie ein Feuer, das – obzwar dynamisch – nicht vernichtet. Der Gott der Väter ist der lebendige Gott, der auch in fernen Landen gegenwärtig ist und wirkt. Der heilige Gott lässt sich herab zu Menschen in Not. Mose erhält die Sendung als Befreier des unterdrückten Volkes. – Die Christen denken an die Herablassung Gottes in Christus, dem Retter und Befreier. (vgl.Stuttgarter AT; Frisque)

Antwortspalm

Psalm 103,1–4.6-7


R: Gnädig und barmherzig ist der Herr.


Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt,

Der Herr vollbringt Taten des Heiles,
Recht verschafft er allen Bedrängten.
Er hat Mose seine Wege kundgetan,
den Kindern Israels seine Werke.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Sei gepriesen, Vater, Herr des Himmels und der Erde; du hast die Geheimnisse des Reiches den Unmündigen offenbart. Halleluja.

Evangelium

Mt 11,25–27

Jesus dankt dem Vater.

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Wem sich Gott offenbart

Zuvor hat Jesus die Städte am See von Galiläa verurteilt, weil sie ihn ablehnten. Jetzt preist Jesus jubelnd seinen Vater. Genau so wird auf die tödliche Ablehnung der Jubel der Auferstehung folgen. – Einfache Menschen können den Zugang zu Jesus und seiner Botschaft finden. Wer sich dagegen etwas auf sein Wissen oder auf seine Gesetzesgerechtigkeit einbildet, ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass er offen sein könnte für die Botschaft Jesu.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, In dir offenbart sich der Vater. Wir bitten dich:

  • Für alle Diener der Kirche: Hilf ihnen, nicht gross zu tun, sondern den „kleinen Weg“ zu gehen.
  • Für die Politiker: Wecke ihren Sinn für die Not der Armen und der ungerecht Behandelten.
  • Für die Kinder: Schenke ihnen kluge und liebevolle Erzieher.
  • Für die Kontemplativen: Mach ihr Beten und Arbeiten zum Segen für die Menschen.

Heiliger Gott, du hast uns eingeladen, auf deine Vatergüte zu vertrauen. Höre auf unser Gebet und erhöre uns in jeder Not. Darum bitten wir durch Jesus Christ us, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, wir danken dir für die heilige Gabe. Lass deine Heilsgnade in uns wachsen, sooft wir diese Speise empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.