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Gotteswort

19. September 2017


Dienstag der 24. Woche im Jahreskreis

In der ersten Lesung geht es um die Verantwortung für eine gute Ordnung im Leben der kirchlichen Gemeinde. Weiter in die Tiefe führt das Evangelium, wenn es zeigt wie nahe sich Gott in Jesus den Menschen zuwendet.

Hl. Januarius (g)

Bischof von Neapel, Märtyrer

Nach der Legende war er Bischof von Benevent und wurde 305 zu Puteoli enthauptet.

Kyrie

Christus, du bestellst Diener der Kirche. Herr, erbarme dich.
Du hast Mitleid mit einer Mutter. Christus, erbarme dich.
Du schenkst neues Leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast uns im Sakrament der Taufe neues Leben geschenkt. Festige unsere Verbundenheit mit Christus, damit wir Früchte bringen, die bleiben, und die Freude des ewigen Lebens erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Tim 3,1–13

Der Bischof und die Diakone

Das Wort ist glaubwürdig: Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer grossen Aufgabe. Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren; er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen. Wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen? Er darf kein Neubekehrter sein, sonst könnte er hochmütig werden und dem Gericht des Teufels verfallen. Er muss auch bei den Aussenstehenden einen guten Ruf haben, damit er nicht in üble Nachrede kommt und in die Falle des Teufels gerät.

Ebenso sollen die Diakone sein: achtbar, nicht doppelzüngig, nicht dem Wein ergeben und nicht gewinnsüchtig; sie sollen mit reinem Gewissen am Geheimnis des Glaubens festhalten. Auch sie soll man vorher prüfen, und nur wenn sie unbescholten sind, sollen sie ihren Dienst ausüben. Ebenso sollen die Frauen ehrbar sein, nicht verleumderisch, sondern nüchtern und in allem zuverlässig. Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein und ihren Kindern und ihrer Familie gut vorstehen. Denn wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang und grosse Zuversicht im Glauben an Christus Jesus.

Verantwortliche der Kirche

Von den Leitern der Gemeinden werden Eigenschaften verlangt, die für Verantwortliche selbstverständlich sind. Der Bischof muss u. a. gastfreundlich sein, weil sich die Gemeinde in seinem Haus versammelt. Die Diakone (auch Frauen sind in diesem Zusammenhang erwähnt!) waren zuständig für die Armenpflege und damit auch direkt für die finanziellen Mittel der Gemeinde. Darum ist Lauterkeit unerlässlich. Die Fortsetzung des Briefes geht dann auf das theologische Verständnis der Kirche ein.

Antwortspalm

Psalm 101, 1–6


R: Wer auf rechten Wegen geht, der darf dir dienen, Herr.


Von Gnade und Recht will ich singen;
dir, o Herr, will ich spielen.
Ich will auf den Weg der Bewährten achten.
Wann kommst du zu mir?

Ich lebe in der Stille meines Hauses
mit lauterem Herzen.
Ich richte mein Auge nicht auf Schändliches;
ich hasse es, Unrecht zu tun,
es soll nicht an mir haften.

Falschheit sei meinem Herzen fern;
ich will das Böse nicht kennen.
Wer den Nächsten heimlich verleumdet,
den bring ich zum Schweigen.

Stolze Augen und hochmütige Herzen
kann ich nicht ertragen.
Meine Augen suchen die Treuen im Land;
sie sollen bei mir wohnen.
Wer auf rechten Wegen geht, der darf mir dienen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ein grosser Prophet trat unter uns auf: Gott nahm sich seines Volkes an. Halleluja.

Evangelium

Lk 7,11–17

Die Auferweckung eines jungen Mannes in Naïn

Einige Zeit später ging Jesus in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine grosse Menschenmenge folgten ihm. Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück. Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein grosser Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen. Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.

Jesu Sorge um eine Mutter

Nur Lukas schildert diese Totenerweckung. Für das damalige Verständnis wird damit Jesu Wirken als messianisches Handeln vorgestellt. „Gott hat sein Volk heimgesucht“ (Schlussbekenntnis des Volkes! – Lk!). Jesus wird vom Volk als Prophet verstanden. Er ist grösser als Elischa, der in dem nahen Schunem eine Heilung vollbracht hat. Elischa musste vorher beten, Jesus befiehlt mit Vollmacht. Mit ihm ist das Reich Gottes schon gegenwärtig. Der Evangelist selber nennt Jesus hier erstmals (nach der Weihnachtsbotschaft) „Herr“. Typisch für das Jesusbild des Lukas ist auch sein Mitleid und seine Zuwendung zu Frauen, hier zu einer Witwe, und zwar zeichenhaft (Anfassen der Bahre). (Frisque; Schott)

Fürbitten

Christus, du nimmst dich im Namen Gottes der Menschen an:

  • Begleite Witwen und Waisen, wenn sie sich einsam fühlen.
  • Sei den Eltern nahe, die sich um Leben und Zukunft der Kinder sorgen.
  • Vertiefe in dieser Eucharistiefeier unsere Dankbarkeit für Gottes Liebe zu den Menschen.
  • Lass dein Antlitz allen leuchten, welche die Schwelle zum Jenseits überschreiten.

Barmherziger Heiland, wir danken die für die Kraft deines Wortes und für die Gabe des Sakramentes. Dir sei Lob und Preis, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, wir danken dir, dass du uns Anteil am Leib und Blut Christi gegeben hast. Lass nicht unser eigenes Streben Macht über uns gewinnen, sondern gib, dass die Wirkung dieses Sakramentes unser Leben bestimmt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.