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Gotteswort

20. Mai 2017


Samstag der 5. Osterwoche

Wenn jemand eine besondere Berufung erhält, kann sein Weg schwierig werden. Jesus war anders als die Welt und hat ihren Hass erfahren. Christen differenzieren sich von der öffentlichen Meinung. Sie haben heute hierzulande kaum mit Feindseligkeiten zu rechnen, doch echt christliches Leben wird leicht als „unzeitgemäss“ abgeschrieben.

Hl. Bernhardin von Siena (g)

Ordenspriester, Volksprediger

Bernhardin von Siena, Franziskanerpriester, war ein einflussreicher Volksprediger. Er bemühte sich um Frieden zwischen den italienischen Städten und Parteien, förderte die Volksfrömmigkeit (Namen Jesu; Maria; Josef) und wirkte für die Ausbreitung der Franziskaner–Observanten. Auf dem Konzil von Florenz setzte er sich für die Union mit der griechischen Kirche ein. + 1444.

Kyrie

Christus, du hast den Hass der Welt erfahren. Herr, erbarme dich.
Du hast uns aus dieser Welt erwählt. Christus, erbarme dich.
Du lehrst uns, an deinem Wort festzuhalten. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du Ursprung unseres Heils, durch die Wiedergeburt in der Taufe hast du uns gerecht gemacht und uns befähigt, ewiges Leben zu empfangen. Schenke uns die Fülle dieses Lebens in deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 16,1–10

Paulus in Lykaonien – Durch Kleinasien bis Troas

Paulus kam auch nach Derbe und nach Lystra. Dort war ein Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubig gewordenen Jüdin und eines Griechen. Er war Paulus von den Brüdern in Lystra und Ikonion empfohlen worden. Paulus wollte ihn als Begleiter mitnehmen und liess ihn mit Rücksicht auf die Juden, die in jenen Gegenden wohnten, beschneiden; denn alle wussten, dass sein Vater ein Grieche war.

Als sie nun durch die Städte zogen, überbrachten sie ihnen die von den Aposteln und den Ältesten in Jerusalem gefassten Beschlüsse und trugen ihnen auf, sich daran zu halten.
So wurden die Gemeinden im Glauben gestärkt und wuchsen von Tag zu Tag.

Weil ihnen aber vom Heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort in der Provinz Asien zu verkünden, reisten sie durch Phrygien und das galatische Land. Sie zogen an Mysien entlang und versuchten, Bithynien zu erreichen; doch auch das erlaubte ihnen der Geist Jesu nicht. So durchwanderten sie Mysien und kamen nach Troas hinab.

Dort hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Ein Mazedonier stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Auf diese Vision hin wollten wir sofort nach Mazedonien abfahren; denn wir waren überzeugt, dass uns Gott dazu berufen hatte, dort das Evangelium zu verkünden.

Die Ausbreitung des Glaubens

Lukas macht verschiedene Züge der Missionsarbeit des Paulus deutlich: 1. Der Apostel, der die Gesetzesfreiheit des Heidenchristentums vertritt, nimmt Rücksicht auf die Gefühle der Judenchristen. Diese verhärten sich aber in einer retrospektiven Haltung, die keine Zukunft haben wird. 2. Der Apostel eilt von Ort zu Ort; trotz Widerständen breitet sich das Evangelium rasch aus und lebt nun in vielen Gemeinden. 3. Der Apostel weiss sich von dem ausser ihm und über ihm wirkenden (Heiligen) Geist (Jesu) geführt, auch in unerwarteter Weise. Paulus ist selber Geistträger. 4. Nun ruft Europa nach der christlichen Botschaft.

Antwortspalm

Psalm 100, 2–5


R: Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde!


Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde!
Dient dem Herrn mit Freude!
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der Herr allein ist Gott.
Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk und die Herde seiner Weide.

Tretet mit Dank durch seine Tore ein!
Kommt mit Lobgesang
in die Vorhöfe seines Tempels!
Dankt ihm, preist seinen Namen!
Denn der Herr ist gütig,
ewig währt seine Huld,
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ihr seid mit Christus auferweckt: darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Halleluja.

Evangelium

Joh 15,18–21

Die „Welt“ und die Jünger Jesu

Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.

Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht grösser als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.

Das Böse ist aggressiv

Unter „Welt“ versteht Johannes eine egoistische Mentalität, die auf den eigenen Profit oder den Gruppenprofit bedacht ist, dagegen verschlossen ist gegenüber dem Wirken des Geistes, der von Gott kommt. Jesus selber weiss, dass er das Opfer dieser „weltlichen“ Mentalität sein wird. Er warnt die Jünger vor der Aggressivität des Bösen. Sie wird sich selber entlarven.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, unser Meister:

  • Du weckst die Berufung zum Glauben: Stärke die Getauften mit der Kraft des Geistes.
  • Du hast Paulus nach Europa geführt: Schenke den Völkern Europas Frieden und Einheit.
  • Du weckst klösterliche und kirchliche Berufe: Lass sie dir und den Menschen treu dienen.
  • Du bist der Meister deiner Jünger: Stärke uns, wenn wir auf Unverständnis stossen.

Barmherziger Gott und Vater, in diesen österlichen Tagen feiern wir das neue Leben, das du uns durch deinen Sohn geschenkt hast Erhalte uns in der Treue zu dir und in der Liebe zu unsern Nächsten. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, bewahre dem Volk der Erlösten deine Liebe und Treue. Das Leiden deines Sohnes hat uns gerettet, seine Auferstehung erhalte uns in der Freude. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.