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Gotteswort

20. Juli 2017


Donnerstag der 15. Woche im Jahreskreis

Gott ist einfach, nicht kompliziert; aber Gott ist nicht simpel, sondern grösser und geheimnisvoller, als wir ihn begreifen könnten. Noch mehr: Er ist da, wenn Menschen in Not oder unterdrückt sind. Das erlebt Mose. Das Evangelium zeigt uns das wirkliche Gesicht Gottes. Er ist ein Vater der Armen und der Geplagten. Gott ist die Liebe.

Hl. Margareta (g)

Jungfrau, Märtyrin in Antiochien

Margareta (in der griechischen Kirche: Marina) ist eine Märtyrin aus Antiochien in Pisidien. Ihre Verehrung ist im Orient früh bezeugt, im Westen ab dem 7. Jahrhundert verbreitet.. Sie zählt zur Gruppe der „vierzehn Nothelfer“.

Hl. Apollinaris (g)

Bischof von Ravenna, Märtyrer

Apollinaris war um 200 Bischof von Ravenna. Um des Glaubens willen wurde er gefoltert.

Kyrie

Christus, du lädst alle zu dir, die müde und beladen sind. Herr, erbarme dich.
Du bist gütig und von Herzen demütig. Christus, erbarme dich.
Dein Joch ist nicht drückend, und deine Last ist leicht. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Heiliger Gott, du bist unsagbar grösser, als wir Menschen begreifen, du wohnst in unzugänglichem Licht, und doch bist du uns nahe. Gib, dass wir heute mit Ehrfurcht vor dir stehen und froh werden in deiner Nähe. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Ex 3,13–20

Gott offenbart sich

Als Gott dem Mose aus dem Dornbusch zurief, sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heisst er? Was soll ich ihnen darauf sagen?

Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin der «Ich–bin–da». Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der «Ich–bin–da» hat mich zu euch gesandt.

Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer und so wird man mich nennen in allen Generationen.

Geh, versammle die Ältesten Israels und sag ihnen: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, ist mir erschienen und hat mir gesagt: Ich habe sorgsam auf euch geachtet und habe gesehen, was man euch in Ägypten antut. Darum habe ich beschlossen, euch aus dem Elend Ägyptens hinaufzuführen in das Land der Kaananiter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, in ein Land, in dem Milch und Honig fliessen.

Wenn sie auf dich hören, so geh mit den Ältesten Israels zum König von Ägypten; sagt ihm: Jahwe, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. Und jetzt wollen wir drei Tagesmärsche weit in die Wüste ziehen und Jahwe, unserem Gott, Schlachtopfer darbringen.

Ich weiss, dass euch der König von Ägypten nicht ziehen lässt, es sei denn, er würde von starker Hand dazu gezwungen. Erst wenn ich meine Hand ausstrecke und Ägypten niederschlage mit allen meinen Wundern, die ich in seiner Mitte vollbringe, wird er euch ziehen lassen.

Wie Gott kennen lernen

Mose durfte eine Gotteserfahrung machen. Nach der Gottesbegegnung beim brennenden Dornbusch am Berg Horeb fragt Mose nach dem Namen Gottes, damit er Auskunft geben kann, wer ihn gesandt hat. Er erhält eine Antwort, die klar ist, aber doch das Geheimnis Gottes wahrt. Mose weiss jetzt: Gott heisst „Jahwe“, d. h. „Der (für euch) da ist.“ Er ist der Gott Israels, dem das Schicksal seines Volkes nicht gleichgültig ist, der es vielmehr befreien will. Es geht hier nicht um den Seinsbegriff der griechischen Philosophie. Gott ist überhaupt nicht mit einem Begriff in den Griff zu bekommen. Sein Wesen ist zu erlernen aus dem, was Gott für sein Volk tut. (Vgl. Stuttgarter AT)

Antwortspalm

Psalm 105,1.5.8–9.25-27


R: Der Herr ist unser Gott; ewig denkt er an seinen Bund.


Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Denkt an die Wunder, die er getan hat,
an seine Zeichen und die Beschlüsse aus seinem Mund.

Ewig denkt er an seinen Bund,
an das Wort, das er gegeben hat
für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den er Isaak geschworen hat.

Da mehrte Gott sein Volk gewaltig,
machte es stärker als das Volk der Bedrücker.
Er wandelte ihren Sinn zum Hass gegen sein Volk,
sodass sie an seinen Knechten tückisch handelten.

Dann sandte er Mose, seinen Knecht,
und Aaron, den Gott sich erwählte.
Sie wirkten unter ihnen seine Zeichen,
im Lande Hams seine Wunder.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Halleluja.

Evangelium

Mt 11,28–30

Vom leichten Joch Jesu

In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.

Das Gesicht Gottes

Wir vermögen nicht, Gott zu durchschauen; aber seit Jesus wissen wir, dass wir Gottes Gesicht im Antlitz Jesu Christi entdecken dürfen. Jesus will es den Seinen nicht schwer machen und ihnen keine unnötigen Gesetzeslasten aufladen. Von ihm dürfen wir das Eine lernen, dass Gott die Liebe ist. Er ist da, wenn Menschen in Not und unterdrückt sind. Das als Vergleichsinstrument angeführte „Joch“ ist kein Quälinstrument, denn die Bauern schon früherer Zeiten wussten ihre Tiere so anzuschirren, dass sie ihre Kraft bestmöglich einsetzen konnten.

Fürbitten

Christus, unser Heiland:

  • Stärke die vielen, die unter Unsicherheit und Angst leiden.
  • Hilf den Regierenden, die innere Sicherheit im Land zu gewährleisten.
  • Lehre Menschen, die schwere Lasten tragen, gelassen zu bleiben.
  • Schenke uns und unsern Nächsten Zeiten der Entspannung und Erholung.

Gott, du bist unser Vater. Stehe uns im Leben und Sterben bei, da wir ohne dich nicht bestehen können. Darum bitten wir im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, wir danken dir für die heilige Gabe. Lass deine Heilsgnade in uns wachsen, sooft wir diese Speise empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.