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Gotteswort

20. Oktober 2017


Freitag der 28. Woche im Jahreskreis

Optimismus oder Pessimus? Paulus (1. Lesung) und Jesus (Evangelium) setzen ihr ganzes Vertrauen auf Gott. Anders lässt sich ihre Einstellung kaum erklären. Sie mehr als Optimismus, nämlich eine im Glauben wurzelnde Hoffnung.

Hl. Wendelin (g)

Einsiedler im Saarland

Wendelin war um 570 Mönch oder Einsiedler in den Vogesen. Er wurde später viel verehrt. Seine Fürbitte wurde besonders bei Sorgen um Feld und Vieh angerufen.

Kyrie

Christus, du verkündest die Geheimnisse Gottes. Herr, erbarme dich.
Du schenkst die Gerechtigkeit Gottes. Christus, erbarme dich.
Du lehrst Glauben und Vertrauen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du bist da. Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können. Gib, dass wir dir ganz vertrauen und leben ohne Angst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Röm 4,1–8

Die Anrechnung des Glaubens als Gerechtigkeit: das Beispiel Abrahams

Müssen wir nun nicht fragen: Was hat dann unser leiblicher Stammvater Abraham erlangt? Wenn Abraham aufgrund von Werken Gerechtigkeit erlangt hat, dann hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott. Denn die Schrift sagt: Abraham glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Dem, der Werke tut, werden diese nicht aus Gnade angerechnet, sondern er bekommt den Lohn, der ihm zusteht. Dem aber, der keine Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. Auch David preist den Menschen selig, dem Gott Gerechtigkeit unabhängig von Werken anrechnet: Selig sind die, deren Frevel vergeben und deren Sünden bedeckt sind. Selig ist der Mensch, dem der Herr die Sünde nicht anrechnet.

Gott ist unverdient gnädig

Paulus geht von „jüdischen“ Überlegungen aus. Abraham hat schon vor dem Akt der Gastfreundschaft „Wohlgefallen gefunden“ vor Gott (Gen 18,3), also nicht auf Grund eines Werkes. Ebenso „glaubte“ er schon auf Gottes Verheissung von Nachkommenschaft hin (Gen 15,6). Er war also offen für die Zuwendung Gottes. Dieser vertrauende Glauben wird von Gott als „rechtes“ Gottesverhältnis („Gerechtigkeit“) anerkannt. Auch wenn wir mit leeren Händen vor Gott stehen, nimmt er uns aus freier Gnade so auf, dass wir in Harmonie mit ihm leben dürfen. Gott richtet den Menschen auf, selbst wenn er vorher gefallen war. Dies verkündet auch Psalm 32,1–2 (David zugeschrieben): „Selig ist der Mann, dem der Herr die Sünde nicht anrechnet.“ (Stuttgarter AT)

Antwortspalm

Psalm 32,1–2.5.10.11


R: Du bist mein Schutz, o Herr, du rettest mich und hüllst mich in Jubel.


Wohl dem, dessen Frevel vergeben
und dessen Sünde bedeckt ist.
Wohl dem Menschen,
dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt
und dessen Herz keine Falschheit kennt.

Da bekannte ich dir meine Sünde
und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir.
Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen.
Und du hast mir die Schuld vergeben.

Der Frevler leidet viele Schmerzen,
doch wer dem Herrn vertraut,
den wird er mit seiner Huld umgeben.
Freut euch am Herrn und jauchzt, ihr Gerechten,
jubelt alle, ihr Menschen mit redlichem Herzen!

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Lass deine Güte über uns walten, o Herr, denn wir schauen aus nach dir. Halleluja.

Evangelium

Lk 12,1–7

Jesus lehrt die Jünger – Aufforderung zum furchtlosen Bekenntnis

Unterdessen strömten Tausende von Menschen zusammen, sodass es ein gefährliches Gedränge gab. Jesus wandte sich zuerst an seine Jünger und sagte: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heisst vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.

Euch aber, meinen Freunden, sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, euch aber sonst nichts tun können. Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten. Verkauft man nicht fünf Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch vergisst Gott nicht einen von ihnen. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Widerstand vorausgesagt

Vor seinen Jüngern, mittelbar vor den andern, redet Jesus offen. Seine Verkündigung der Geheimnisse Gottes ist revolutionär, denn sie setzt völlig neue Massstäbe. Er lehrt den Weg der Demut, statt der Macht, des Dienens statt des Herrschens… Deshalb sagt Jesus den Jüngern voraus, dass sie mit Widerstand rechnen müssen. Doch Jesus ist optimistisch: Gott und sein Evangelium sind stärker als der Widerstand der Menschen oder des Satans. Die Jünger dürfen frei bleiben von Menschenfurcht.

Fürbitten

Christus, Lehrer deiner Jünger:

  • Hilf der Kirche, deine Botschaft unverkürzt zu hören und weiterzugeben.
  • Verzeihe den Verfolgern der Kirche, gib Starkmut den Verfolgten.
  • Wecke Glauben und Vertrauen der Kleinmütigen.
  • Lass uns selber Früchte des Glaubens und der Liebe bringen.

Christus, unser Heiland und Erlöser. Mache uns dankbar für Gottes Gnade und hilf uns den Glauben treu zu bewahren. So bitten wir im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, in der heiligen Opferfeier nährst du deine Gläubigen mit dem Leib und dem Blut deines Sohnes. Gib uns durch dieses Sakrament auch Anteil am göttlichen Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.