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Gotteswort

21. April 2017


Freitag der Osteroktav

Wir feiern den Gekreuzigten und Auferstandenen in den Gottesdiensten. Aber er ist auch mitten im Alltag gegenwärtig. Aus den Osterberichten der Evangelien sollten wir das heraushören. Diese Berichte sind nicht wie Presseberichte zu lesen. Sie wollen den Osterglauben wecken, also uns bewusst machen, dass er, „der Herr“ jederzeit bei uns ist. Dann kann er unseren Alltag verwandeln.

Kyrie

Christus, am Ufer hast du auf die Jünger gewartet. Herr, erbarme dich.
Du hast ihnen Mut gemacht, das Netz auszuwerfen. Christus, erbarme dich.
Du hast dich den Jüngern als Auferstandener offenbart. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast den Bund der Versöhnung mit der Menschheit geschlossen und ihr die österlichen Geheimnisse geschenkt. Gib uns die Gnade, dass wir deine Heilstaten nicht nur im Bekenntnis feiern, sondern sie auch durch unser Leben bezeugen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 4,1–12

Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat

Während sie zum Volk redeten, traten die Priester, der Tempelhauptmann und die Sadduzäer zu ihnen. Sie waren aufgebracht, weil die Apostel das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündeten. Sie nahmen sie fest und hielten sie bis zum nächsten Morgen in Haft. Es war nämlich schon Abend. Viele aber, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend.

Am anderen Morgen versammelten sich ihre Führer sowie die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem, dazu Hannas, der Hohepriester, Kajaphas, Johannes, Alexander und alle, die aus dem Geschlecht der Hohenpriester stammten. Sie stellten die beiden in die Mitte und fragten sie: Mit welcher Kraft oder in wessen Namen habt ihr das getan?

Da sagte Petrus zu ihnen, erfüllt vom Heiligen Geist: Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten! Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist, so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch.

Er (Jesus) ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.

Den Namen Jesu verkünden

Petrus hatte ein Tabu gebrochen, als er einen Gelähmten in den Tempel einführte, und die Rede des Petrus über die Auferstehung Jesu hatte die Sadduzäer verärgert. Petrus wird verhaftet. Er verkündet freimütig, dass Heilungen und Heil „im Namen Jesu“ gewirkt werden. – Die ersten Christen werden sich bewusst, dass das österliche Geheimnis des Sterbens und Auferstehens Jesu die entscheidende Wende in der Geschichte des Heils ist. Im Namen Jesu wird schon in dieser Weltzeit Heil geschenkt. Christus ist der Eckstein. Die Endzeit und der messianische Sieg über Sünde und Tod sind im Ansatz schon da; sie sind nicht erst nach der Rückkehr Christi zum Endgericht zu erwarten.

Antwortspalm

Psalm 118,1.4.22–24.26-27a


R: Der Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden.


Danket dem Herrn, denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig.
So sollen alle sagen,
die den Herrn fürchten und ehren:
Denn seine Huld währt ewig.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen,
er ist zum Eckstein geworden.
Das hat der Herr vollbracht,
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat;
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Wir segnen euch vom Haus des Herrn her.
Gott, der Herr, erleuchte uns.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat; Lasst uns jubeln und seiner uns freuen! Halleluja.

Evangelium

Joh 21,1–14

Die Erscheinung des Auferstandenen am See

Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus (Zwilling), Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.

Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.

Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.

Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.

Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot.
Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig grossen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.

Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.

Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

Der Auferstandene wartet am Ufer

Die Elf sind weder Fanatiker noch Phantasten. Sie sind nach Jesu Tod zu ihrer Berufsarbeit zurückgekehrt. – Mitten in ihrem Alltag und ihrer Arbeit erscheint ihnen völlig überraschend Jesus. Diese Erscheinung in Galiläa und vor Petrus könnte sogar die erste gewesen sein. Dieser Nachtrag zum Johannesevangelium beschreibt die Gegenwart des Auferstandenen als eine sakramentale Wirklichkeit im menschlichen Alltag. Auf der „rechten Seite“ das Netz auswerfen, bedeutet wohl, dort wo das Leben ist, dort wo sich die Menschen finden. Dort soll ihr alltägliches Leben eine neue Seele bekommen. (Frisque)

Fürbitten

Herr Jesus Christus, in deinem Namen finden wir Rettung:

  • Öffne den Menschen unserer Zeit die Augen für deine Gegenwart im Alltag.
  • Steh denen bei, die um deines Namens willen verfolgt werden.
  • Hilf allen Menschen zu einer Arbeit, damit sie ihr tägliches Brot finden.
  • Stärke unseren Glauben, damit wir dich in unserem Leben bezeugen.

Gütiger Gott, du hast uns die Osterfreude geschenkt. Die Gnade des Ostergeheimnisses begleite uns Tag für Tag. Im Heiligen Geist, durch Christus unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, bewahre dem Volk der Erlösten deine Liebe und Treue. Das Leiden deines Sohnes hat uns gerettet, seine Auferstehung erhalte uns in der Freude. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.