Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

21. Oktober 2017


Samstag der 28. Woche im Jahreskreis

Echter Glauben und wahres Vertrauen tragen uns, denn sie sind beseelt vom Geist Gottes; dennoch bleibt für uns die Herausforderung, den Verheissungen zu trauen (1. Lesung) oder gegenüber einer Feindseligkeit zu bestehen (Evangelium).

Hl. Ursula und Gefährtinnen (g)

Märtyrinnen in Köln

Ursula hat wahrscheinlich im 3. Jahrhundert zu Köln das Martyrium erlitten. Noch in römischer Zeit wurde über ihrem Grab eine Kirche errichtet. Eine Legende führte dazu, dass sich ihre Verehrung im ganzen Abendland verbreitete.

Kyrie

Christus, du bist der Menschensohn. Herr, erbarme dich.
Der Geist der Wahrheit gibt Zeugnis für dich. Christus, erbarme dich.
Zu dir bekennen sich deine Jünger. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, wir gedenken der seligen Jungfrau Maria, die du aus allen Menschen erwählt und geheiligt hast. Höre auf ihre Fürsprache und schenke auch uns Heil und Segen aus der Fülle deiner Gnade. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Röm 4,13.16–18

Das Beispiel Abrahams

Denn Abraham und seine Nachkommen erhielten nicht aufgrund des Gesetzes die Verheissung, Erben der Welt zu sein, sondern aufgrund der Glaubensgerechtigkeit.

Deshalb gilt: «aus Glauben», damit auch gilt: «aus Gnade». Nur so bleibt die Verheissung für alle Nachkommen gültig, nicht nur für die, welche das Gesetz haben, sondern auch für die, welche wie Abraham den Glauben haben. Nach dem Schriftwort: Ich habe dich zum Vater vieler Völker bestimmt, ist er unser aller Vater vor Gott, dem er geglaubt hat, dem Gott, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft. Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt, dass er der Vater vieler Völker werde, nach dem Wort: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.

Die Verheissungen Gottes

Die Verheissungen Gottes an Israel sind für Paulus älter und wichtiger als das „Gesetz“. Sie machen Hoffnung. Dagegen kann niemand das Gesetz voll erfüllen; niemand kann hoffen, durch Gesetzesbeobachtung „gerecht“ zu werden. Paulus erklärt, Abraham, der vor der Zeit des Gesetzes lebte, habe durch seinen Glauben an die (unwahrscheinlichen!) Verheissungen Segen erlangt. – Wir werden Erben der Verheissung, nicht durch besondere Leistungen , sondern durch die Annahme der Glaubenshaltung Abrahams.

Antwortspalm

Psalm 105,6–9-42-43


R: Der Herr ist unser Gott; ewig denkt er an seinen Bund.


Bedenkt es,
ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.

Ewig denkt er an seinen Bund,
an das Wort,
das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den er Isaak geschworen hat.

Denn er dachte an sein heiliges Wort
und an Abraham, seinen Knecht.
Er führte sein Volk heraus in Freude,
seine Erwählten in Jubel.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Geist der Wahrheit wird Zeugnis geben für mich, und auch ihr sollt Zeugen sein. Halleluja.

Evangelium

Lk 12,8–12

Furchtlos bekennen! (Fortsetzung)

Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden. Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben. Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen müsst.

Das Bekenntnis der Christen

Der Glaube ist anzunehmen und zu verkündigen. Das Evangelium betont darüber hinaus, dass der Glaube vor Richtern oder andern Gegnern furchtlos zu bekennen ist. Die Christen dürfen wissen, dass Jesus vor dem Richterstuhl Gottes für sie eintritt. Die frühen Christen durften auch die Erfahrung machen, dass der Heilige Geist aus dem Mund ihrer Brüder sprach, wenn sie sich vor dem Richter zu Christus bekannten. Jesus spricht auch von der Sünde gegen den Heiligen Geist. Sie besteht in der bewussten, verschlossenen Verweigerung gegenüber dem Geist, der dann (weil er keinen Zwang ausübt) keinen Zugang mehr finden kann.

Fürbitten

Christus, der Heilige Geist legt für dich Zeugnis ab:

  • Hilf der Kirche, das Evangelium ohne Menschenfurcht zu verkünden.
  • Sei du der Trost für verletzte Herzen, damit sie sich nicht verhärten.
  • Stärke die Christen, die um des Glaubens willen verfolgt oder bedrückt werden.
  • Ermutige alle Ordensleute, damit sie dich durch ihr Leben bezeugen.

Barmherziger Gott, stärke uns, damit wir deine Gnadengaben mit unsern Brüdern und Schwestern teilen. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus unseren Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, in der heiligen Opferfeier nährst du deine Gläubigen mit dem Leib und dem Blut deines Sohnes. Gib uns durch dieses Sakrament auch Anteil am göttlichen Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.