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Gotteswort

22. März 2017


Mittwoch der 3. Fastenwoche

In den Synagogen werden jeden Sabbat das Gesetz und die Propheten gelesen und erklärt. Sie dienten ebenso bei der Unterweisung von Heiden, die zum jüdischen Glauben übertraten. Auch die Taufbewerber der Kirche wurden anhand von Gesetz und Propheten unterrichtet, vor allem weil die Christen, wenigstens in den ersten Jahrzehnten nach Ostern, noch keine andere heilige „Schrift“ besassen. Die alten Texte werden auch heute vorgelegt. Dies wirft die Frage auf welche Rolle das alte Gesetz für Christen spielen kann und soll.

Kyrie

Christus, du bist der Lehrer deiner Jünger. Herr, erbarme dich.
Du hast Gesetz und Propheten erfüllt. Christus, erbarme dich.
Deine Worte werden nicht vergehen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Barmherziger Gott, erneuere uns im Geist durch die Feier der heiligen vierzig Tage, damit wir für dein Wort empfänglich werden, bereit zu Gehorsam und Verzicht, einmütig im Gebet und eifrig in Werken der Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Dtn 4,1.5–9

Haltet euch an die Wegweisung

Mose sprach zum Volk: Israel, höre die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch zu halten lehre. Hört und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der Herr, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen.

Hiermit lehre ich euch, wie es mir der Herr, mein Gott, aufgetragen hat, Gesetze und Rechtsvorschriften. Ihr sollt sie innerhalb des Landes halten, in das ihr hineinzieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr sollt auf sie achten und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker. Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennen lernen, müssen sie sagen: In der Tat, diese grosse Nation ist ein weises und gebildetes Volk.

Denn welche grosse Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? Oder welche grosse Nation besässe Gesetze und Rechtsvorschriften, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung, die ich euch heute vorlege?

Jedoch, nimm dich in Acht, achte gut auf dich! Vergiss nicht die Ereignisse, die du mit eigenen Augen gesehen, und die Worte, die du gehört hast. Lass sie dein ganzes Leben lang nicht aus dem Sinn! Präge sie deinen Kindern und Kindeskindern ein!

Die Erinnerung an die Taten und die Nähe Jahwes

Diese Gesetzespredigt wird Mose in den Mund gelegt. Jede Generation soll sich erinnern, wie Jahwe sein Volk aus Ägypten befreit, ihm das Bundesgesetz gegeben und es ins Land eingeführt hat. Diese Erinnerung erhält Israel am Leben und erneuert die Bundestreue. Neu wird im Deuteronomium der Akzent auf die Nähe Gottes gesetzt. Er verhilft wegweisend zum Leben. – Diese Nähe wird später in Christus einmalig geschenkt werden. (Schott, Frisque)

Antwortspalm

Psalm 147,12–13.15-16.19-20


R: Jerusalem, preise den Herrn!


Jerusalem, preise den Herrn,
lobsinge, Zion, deinem Gott!
Denn er hat die Riegel deiner Tore fest gemacht,
die Kinder in deiner Mitte gesegnet;

Er sendet sein Wort zur Erde,
rasch eilt sein Befehl dahin.
Er spendet Schnee wie Wolle,
streut den Reif aus wie Asche.

Er verkündet Jakob sein Wort,
Israel seine Gesetze und Rechte.
An keinem andern Volk hat er so gehandelt,
keinem sonst seine Rechte verkündet.

Ruf vor dem Evangelium

Lob dir, Christus, König und Erlöser! Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. Du hast Worte des ewigen Lebens. Lob dir, Christus, König und Erlöser!

Evangelium

Mt 5,17–19

Vom Gesetz und von den Propheten

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.

Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird gross sein im Himmelreich.

Die „Erfüllung“ des Gesetzes

Jesus spricht von seiner Sendung, um deretwillen er „gekommen“ ist. Er will das Gesetz (verstanden als Wegweisung) erfüllen, also weder bloss seinen Wortlaut konservieren, noch es abschaffen. Er will vielmehr in seinem Leben so auf das Gesetz eingehen, dass der eigentliche Sinn des Gesetzes klar wird. Im Anschluss an diese Verse spricht dann die Bergpredigt von der „grösseren Gerechtigkeit“, die im Eingehen auf den ganzheitlich verstandenen Willen Gottes besteht. Wir dürfen nicht Details perfekt praktizieren wollen, um mit einem solchen Alibi ein eigentliches Versagen überdecken und entschuldigen zu können. – Als Christen wissen wir um unsere hebräischen Wurzeln und wollen dem Bild Christi gleichförmig werden. (vgl. Limbeck, Frisque)

Fürbitten

Christus, du willst, dass wir auf die Wegweisung Gottes hören, um zu leben.

  • Mache deine Kirche dankbar für alles was du zum Heil der Menschen tust.
  • Bewahre die Getauften davor, gegen dein Wort und Gebot der Liebe zu handeln.
  • Hilf den Katecheten und Katechetinnen, die Frohbotschaft weiter zu geben.
  • Lass uns in der Eucharistiefeier dankbar erfahren, wie nahe du uns bist.

Himmlischer Vater, lass uns treu auf dem Weg voranschreiten, den uns dein Sohn gewiesen hat. Im Heiligen Geist durch ihn, Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, in diesem Mahl hast du uns mit dem Brot des ewigen Lebens gespeist. Befreie uns von Falschheit und Irrtum, heilige uns und erfülle an uns deine Verheissungen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.