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Gotteswort

22. April 2017


Samstag der Osteroktav

„Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ Die Apostel verkünden mit Freimut den Auferstehungsglauben. Wir müssen uns fragen, ob dieser Glaube heute in der Katechese, in der Verkündigung (in einer skeptischen Welt) und in der Praxis des kirchlichen und christlichen Lebens ebenso zentral ist. „Deiner Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir!“

Kyrie

Christus, du bist Maria von Magdalena erschienen. Herr, erbarme dich.
Du bist den Jüngern erschienen, als sie bei Tisch waren. Christus, erbarme dich.
Du hast die Apostel ausgesandt in alle Welt. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gnädiger Gott, in deiner übergrossen Liebe schenkst du der Kirche neues Wachstum. Wache über das Volk, das du dir erwählt hast, bewahre alle Getauften in deiner Gnade und bekleide sie einst mit dem Gewand der Unsterblichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 4,13–21

Vor dem Hohen Rat (Fortsetzung)

Als die Führer sowie die Ältesten und Schriftgelehrten den Freimut des Petrus und des Johannes sahen und merkten, dass es ungelehrte und einfache Leute waren, wunderten sie sich. Sie erkannten sie als Jünger Jesu, sahen aber auch, dass der Geheilte bei ihnen stand; so konnten sie nichts dagegen sagen.

Sie befahlen ihnen, den Hohen Rat zu verlassen; dann berieten sie miteinander und sagten: Was sollen wir mit diesen Leuten anfangen? Dass offensichtlich ein Wunder durch sie geschehen ist, ist allen Einwohnern von Jerusalem bekannt; wir können es nicht abstreiten. Damit aber die Sache nicht weiter im Volk verbreitet wird, wollen wir ihnen bei Strafe verbieten, je wieder in diesem Namen zu irgendeinem Menschen zu sprechen. Und sie riefen sie herein und verboten ihnen, jemals wieder im Namen Jesu zu predigen und zu lehren. Doch Petrus und Johannes antworteten ihnen: Ob es vor Gott recht ist, mehr auf euch zu hören als auf Gott, das entscheidet selbst. Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben.

Jene aber drohten ihnen noch mehr und liessen sie dann gehen; denn sie sahen keine Möglichkeit, sie zu bestrafen, mit Rücksicht auf das Volk, da alle Gott wegen des Geschehenen priesen.

Der Freimut des Petrus und Johannes

Der Hohe Rat lässt sich weder durch das Heilungswunder noch durch Zeugnis und Schriftbeweis von Petrus und Johannes bewegen. Der Rat lässt sich von Befürchtungen leiten, will die Ordnung aufrechterhalten, will Zeit gewinnen und legt den Aposteln eine Bewährungsfrist auf. Petrus und Johannes dagegen haben sich entschieden und gehen „im Namen Jesu“ unbeirrt den Weg in die Zukunft.

Antwortspalm

Psalm 118, 1–2.14-21


R: Ich danke dir, Herr, dass du mich erhört hast.


Danket dem Herrn, denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig.
So soll Israel sagen:
Denn seine Huld währt ewig.

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr;
er ist für mich zum Retter geworden.
Frohlocken und Jubel erschallt
in den Zelten der Gerechten:
«Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!

Die Rechte des Herrn ist erhoben,
die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!»
Ich werde nicht sterben, sondern leben,
um die Taten des Herrn zu verkünden.

Der Herr hat mich hart gezüchtigt,
doch er hat mich nicht dem Tod übergeben.
Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit,
damit ich eintrete, um dem Herrn zu danken.

Das ist das Tor zum Herrn,
nur Gerechte treten hier ein.
Ich danke dir, dass du mich erhört hast;
du bist für mich zum Retter geworden.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat; lasst uns jubeln und seiner uns freuen! Halleluja.

Evangelium

Mk 16, 9–15

Die Erscheinungen des Auferstandenen

Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und die nun klagten und weinten. Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht.

Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten. Auch sie gingen und berichteten es den anderen und auch ihnen glaubte man nicht.

Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.

Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

Ein Zusatz zu Markus fasst Auferstehungsberichte zusammen

Hier werden Berichte über die Erscheinungen des Auferstandenen zusammengefasst, wie sie sich in den andern Evangelien finden und der frühen Christenheit besonders vertraut und wichtig waren, aber ursprünglich bei Makus fehlten. Zwei Aspekte werden betont: 1. Der anfängliche Unglaube und das Zweifeln der Jünger soll zeigen, dass der Auferstehungsglaube nicht ihrer Phantasie entsprang. 2. Dieser Glaube hat es in sich, dass er der ganzen Welt verkündet werden will. (Frisque)

Fürbitten

Christus, Heiland der Weit:

  • Hilf der Kirche, in aller Welt für dich Zeugnis zu geben.
  • Bewahre die Mächtigen davor, andere einzuschüchtern und ihre Rechte zu verletzen.
  • Schenke durch die Osterbotschaft den Zweifelnden und Ängstlichen Vertrauen und Mut.
  • Stärke uns selber im Osterglauben und rüste uns aus mit dem Geist des Starkmuts.

Ewiger Gott, der Heilige Geist erneuere in uns den Geist der Kindschaft, damit wir dich vertrauensvoll als Vater anrufen und preisen. Im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Ewiger Gott, du hast dein Volk durch die Ostergeheimnisse erneuert. Wende dich uns voll Güte zu und bleibe bei uns mit deiner Huld, bis wir mit verklärtem Leib zum unvergänglichen Leben auferstehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.