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Gotteswort

22. Mai 2017


Montag der 6. Osterwoche

Christus hat den Jüngern nicht eine problemfreie Zukunft versprochen, aber er hat verheissen, dass er ihnen im Heiligen Geist beistehen werde. Um diesen Beistand dürfen und sollen wir immer wieder bitten, damit wir in guten und bösen Tagen Glauben und Vertrauen bewahren. Wir bitten auch für das tägliche Brot und für alle Anliegen von Kirche und Welt.

Hl. Rita von Cascia (g)

Ordensfrau

Rita von Cascia wurde jung zur Ehe mit einem rohen Mann gezwungen, den sie mit Geduld ertrog. Der Mann wurde ermordet, und ihre beiden Söhne starben. Nun trat Rita 33 jährig in das Kloster der Augustinerinnen ein. Sie lebte streng asketisch, pflegte besonders die Liebe zum leidenden Erlöser und empfing mystische Gaben.

Kyrie

Christus, du sendest den Heiligen Geist, den Beistand. Herr, erbarme dich.
Du sendest den Heiligen Geist, den Tröster. Christus, erbarme dich.
Du sendest den Geist der Wahrheit. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Barmherziger Gott, gib, dass die Gnade, die wir in dar Feier der österlichen Geheimnisse empfangen haben, durch alle Tage unseres Lebens fruchtbar bleibt. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 16,11–15

Paulus in Philippi

So brachen wir von Troas auf und fuhren auf dem kürzesten Weg nach Samothrake und am folgenden Tag nach Neapolis. Von dort gingen wir nach Philippi, in eine Stadt im ersten Bezirk von Mazedonien, eine Kolonie. In dieser Stadt hielten wir uns einige Tage auf.

Am Sabbat gingen wir durch das Stadttor hinaus an den Fluss, wo wir eine Gebetsstätte vermuteten. Wir setzten uns und sprachen zu den Frauen, die sich eingefunden hatten.

Eine Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; sie war eine Gottesfürchtige und der Herr öffnete ihr das Herz, sodass sie den Worten des Paulus aufmerksam lauschte. Als sie und alle, die zu ihrem Haus gehörten, getauft waren, bat sie: Wenn ihr überzeugt seid, dass ich fest an den Herrn glaube, kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie drängte uns.

Paulus adaptiert seine Missionsmethode

Paulus eilt von Gemeinde zu Gemeinde. Gewöhnlich suchte er die Synagogen auf, wo Männer die ersten Plätze einnahmen. In der römischen Kolonie Philippi ist es anders, Paulus findet an einer Gebetsstätte am Fluss Frauen versammelt. Paulus (oft als Frauenfeind verschrien!) spricht zu den Frauen. Er nimmt die Gastfreundschaft der neubekehrten Purpurhändlerin Lydia an, während er sonst von seiner eigenen Arbeit als Zeltmacher lebte. Eine Frau steht am Anfang der Missionsarbeit in Europa (Schott). Für Paulus gilt: „Wenn nur die Frohbotschaft von der Auferstehung verkündet wird!“

Antwortspalm

Psalm 149,1–6a.9b


R: Der Herr hat an seinem Volk Gefallen.


Singt dem Herrn ein neues Lied!
Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen.
Israel soll sich über seinen Schöpfer freuen,
die Kinder Zions über ihren König jauchzen.

Seinen Namen sollen sie loben beim Reigentanz,
ihm spielen auf Pauken und Harfen.
Der Herr hat an seinem Volk Gefallen,
die Gebeugten krönt er mit Sieg.

In festlichem Glanz sollen die Frommen frohlocken,
auf ihren Lagern jauchzen:
Loblieder auf Gott in ihrem Mund.
Herrlich ist das für all seine Frommen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Geist der Wahrheit wird von mir Zeugnis ablegen, spricht der Herr, und auch ihr werdet meine Zeugen sein. Halleluja.

Evangelium

Joh 15,26–16,4a

Der Hass der „Welt“

Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.

Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoss nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausstossen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Ich habe es euch gesagt, damit ihr, wenn deren Stunde kommt, euch an meine Worte erinnert.

Standhaftigkeit in der Verfolgung

Der Abschnitt gehört zu den „Abschiedsreden“ Jesu im Abendmahlssaal. Jesus steht vor seinem eigenen Prozess, vor der ungerechten Verurteilung und vor dem Tod. Er sagt den Jüngern voraus, dass ein gleicher „Prozess“ auf sie wartet. Sie dürfen auf den Heiligen Geist als Rechtsbeistand oder Helfer zählen. In diesem Geist vermögen sie, die Wahrheit zu bezeugen, die Christus selber ist. Weil sie um das Kommen der neuen Welt Gottes wissen, dürfen sie alle Gegnerschaft getrost ertragen. Die Liebe, von der Jesus im Abendmahlssaal spricht, wird die Überwindung des Hasses ermöglichen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast uns gelehrt, in deinem Namen zu bitten.

  • Öffne die Herzen unserer Zeitgenossen für den Samen deines Wortes.
  • Segne Frauen, die durch Wort oder Beispiel für das Evangelium Zeugnis geben..
  • Begleite die Arbeit der Menschen und segne die Früchte der Erde.
  • Schenke uns als Beistand den Geist der Wahrheit.

Barmherziger Gott, höre unser Gebet und schenke uns mehr, als wir zu bitten wissen. Dir sei Ehre und Dank, jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Ewiger Gott, du hast uns durch die Ostergeheimnisse erneuert. Wende dich uns voll Güte zu und bleibe bei uns mit deiner Huld, bis wir mit verklärtem Leib zum unvergänglichen Leben auferstehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.