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Gotteswort

22. Juli 2017


Hl. Maria Magdalena (F)

Maria von Magdala ist eine der ersten Frauen, die von Jesus geheilt wurden. Sie begleitete und unterstützte ihn auf seinen Wanderungen. Sie hatte den Mut, unter dem Kreuz zu stehen. Sie war beim Begräbnis Jesu anwesend. Sie eilte am frühen Ostermorgen mit andern Frauen zum Grab Jesu. Der Auferstandene erschien ihr und sandte sie mit der Osterbotschaft zu den Aposteln.

Kyrie

Christus, du verstösst niemand, der dich sucht. Herr, erbarme dich.
Deine Güte hat die Liebe Magdalenas geweckt. Christus, erbarme dich.
Deine Auferstehung hat Magdalena zur Apostolin gemacht. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, die heilige Maria Magdalena durfte den Auferstandenen sehen und als Erste den Jüngern die österliche Freude verkünden. Gib auf ihre Fürsprache auch uns den Mut, zu bezeugen, dass Christus lebt, damit wir ihn einst schauen in seiner Herrlichkeit, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Hld 3,1–4a

Auf der Suche nach dem Geliebten

Des Nachts auf meinem Lager suchte ich ihn, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht. Aufstehen will ich, die Stadt durchstreifen, die Gassen und Plätze, ihn suchen, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht. Mich fanden die Wächter bei ihrer Runde durch die Stadt. Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt? Kaum war ich an ihnen vorüber, fand ich ihn, den meine Seele liebt.

Die Liebe suchen und finden

In diesen Sätzen aus dem Hohenlied kehren je viermal Ausdrücke des Suchens und des Findens sowie des Liebens vor. Maria hat aus der Dunkelheit zum Licht des Glaubens und der Liebe gefunden.

Antwortspalm

Psalm 63,2–6.8–9


R: Gott, du mein Gott, dich suche ich, meine Seele dürstet nach dir.


Gott, du mein Gott, dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.

Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum,
um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.
Denn deine Huld ist besser als das Leben;
darum preisen dich meine Lippen.

Ich will dich rühmen mein Leben lang,
in deinem Namen die Hände erheben.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele,
mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen.

Ja, du wurdest meine Hilfe;
jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel.
Meine Seele hängt an dir,
deine rechte Hand hält mich fest.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Maria Magdalena, sag uns, was hast du gesehen? Das Grab des Herrn sah ich offen und Christus von Gottes Glanz umflossen. Halleluja.

Evangelium

Joh 20,1.11–18

Die Erscheinung Jesu vor Maria aus Magdala

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.

Maria aber stand draussen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weissen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füsse des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiss nicht, wohin man ihn gelegt hat.

Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.

Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heisst: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott

Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

Nur die Liebe sieht richtig

Während andere Evangelien von mehreren Frauen sprechen, die zum Grab kommen, konzentriert sich Johannes auf Maria von Magdala, um bestimmte Züge deutlich herauszuarbeiten. Es ist Liebe, die ihr keine Ruhe lässt, sondern sie schon in der Frühe zum Grab eilen lässt. Liebe führt sie, auf die Zuwendung und das Wort des Auferstandenen hin, zum Glauben. – Im Glauben und in der Liebe begegnen auch wir dem Auferstandenen. Diese Begegnung ist mehr als ein Zusammentreffen. Sie führt zu einer tiefen Gemeinschaft. Jesus selber steht in einer neuen Gemeinschaft mit seinem Vater, in die er uns mitnimmt.

Fürbitten

Christus, unser Heiland, du rufst aus dem Dunkel des Todes zum Glauben:

  • Schenke allen Getauften eine persönliche Liebe zu dir
  • Hilf den Regierenden, die Jungen, die Alten und die Schwachen besonders zu fördern.
  • Schenke uns und allen Sündern die Gnade der Vergebung.
  • Stärke auf die Fürsprache Magdalenas uns selber im Glauben und in der Liebe.

Barmherziger Gott und Vater, in Christus dürfen wir deine Liebe erfahren. Wir danken dir und preisen dich durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, deine heilige Gabe erfülle uns mit aufrichtiger Liebe zu dir. Lass uns nach dem Vorbild der heiligen Maria Magdalena Christus, unserem Herrn und Meister, in Treue nachfolgen, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.