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Gotteswort

23. April 2017


2. Sonntag der Osterzeit

Alle drei Lesungen sprechen ausdrücklich von der Freude. Sie zeigt sich konkret im Leben der Gemeinde. Sie resultiert aus der gläubigen Hoffnung. Sie hat ihren Ursprung in der Begegnung mit dem Auferstandenen.

Kyrie

Christus, du bist bei verschlossenen Türen erschienen. Herr, erbarme dich.
Du hast den Aposteln den Frieden und den Heiligen Geist geschenkt. Christus, erbarme dich.
Thomas hat dich als Herrn und Gott bekannt, Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Barmherziger Gott, durch die jährliche Osterfeier erneuerst du den Glauben deines Volkes. Lass uns immer tiefer erkennen, wie heilig das Bad der Taufe ist, das uns gereinigt hat, wie mächtig dein Geist, aus dem wir wieder geboren sind, und wie kostbar des Blut, durch das wir erkauft sind. Darum bitten wie durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 2,42–47

Alle, die gläubig wurden, bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam

Die Gläubigen hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten. Alle wurden von Furcht ergriffen; denn durch die Apostel geschahen viele Wunder und Zeichen. Und alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und gaben davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens. Sie lobten Gott und waren beim ganzen Volk beliebt. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.

Das Leben der Urgemeinde in Jerusalem

In der ersten Christengemeinde herrscht ein Enthusiasmus, wie er nur vom guten Geist Jesu eingegeben sein kann. Vier Faktoren begründen den lebendigen Zusammenhalt der Gemeinde: das Verbleiben in der Lehre der Apostel (was die Botschaft verlässlich macht); 2. Die Gemeinschaft des Lebens (vor allem eine Weggemeinschaft in Christus, welche Gemeindeglieder unterschiedlichster Herkunft zusammenführt); 3. Das Brechen des Brotes (nämlich die Eucharistiefeier, in welcher die Gemeinde sich froh und dankbar als Leib Christi erlebt); 4. das Festhalten an den Gebeten (also an den Gebetsgewohnheiten frommer Juden). Das Zeugnis dieses Lebens setzt ungeahnte, heilende Kräfte frei und ist attraktiv für Aussenstehende. (Kliesch)

Antwortspalm

Ps 118, 2 u. 4.14–15. 22-23.24-28


R: Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig


So soll Israel sagen:
Denn seine Huld währt ewig.
So sollen alle sagen, die den Herrn fürchten und ehren:
Denn seine Huld währt ewig.

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr;
er ist für mich zum Retter geworden.
Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten:
„Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!“

Der Stein, den die Bauleute verwarfen,
er ist zum Eckstein geworden.
Das hat der Herr vollbracht,
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat;
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.
Du bist mein Gott, dir will ich danken;
mein Gott, dich will ich rühmen.

2. Lesung

1 Petr 1,3–9

Durch die Auferstehung Jesu Christi haben wir eine lebendige Hoffnung

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in seinem grossen Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung haben und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist.

Gottes Macht behütet euch durch den Glauben, damit ihr das Heil erlangt, das am Ende der Zeit offenbart werden soll. Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müsst.

Dadurch soll sich euer Glaube bewähren, und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist. So wird eurem Glauben Lob, Herrlichkeit und Ehre zuteil bei der Offenbarung Jesu Christi.

Ihn habt ihr nicht gesehen, und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude, da ihr das Ziel des Glaubens erreichen werdet: euer Heil.

Ein Osterhymnus der Frühzeit

Die den Getauften bereits gewährte Teilnahme an der Auferstehung Christi weckt eine lebendige Hoffnung auf das ewige Heil von Leib und Seele. Auf dem Weg zu diesem Ziel sind noch Prüfungen zu bestehen, doch darf uns die Gewissheit des Heils bereits in dieser Zeit mit Freuden und Jubel erfüllen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja, Weil du mich gesehen hast, Thomas, glaubst du: Selig sind, die nicht sehen und glauben! Halleluja.

Evangelium

Joh 20,19–31

Acht Tage darauf kam Jesus und trat in ihre Mitte

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Thomas, genannt Didymus – Zwilling –, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.

Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Tomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!

Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

Leben im Geist Christi

Der Auferstandene erscheint den Jüngern und übergibt ihnen eine Sendung. Er hat ihnen verziehen. „Friede!“ ist sein erstes Wort. Der Gott und Menschen umfassende Frieden ist als Gabe des Geistes weiter zu geben, besonders denen, die im Ungeist der Sünde leben.– In der Begegnung mit Thomas wird der Glaube charakterisier; er übertrifft weit alles Greifbare oder, imaginativ Visionäre. Der Hinweis auf die „Seite“ Christi (aus der Wasser und Blut geflossen sind) ist auch Anspielung auf die sakramentale Ordnung der Kirche (Taufe, Eucharistie). Die wirkliche Gegenwart des Auferstandenen ist in der sakramentalen Dimension zu verstehen.

Fürbitten

Christus du hast den Aposteln Frieden und Freude im Heiligen Geist geschenkt:

  • Befreie die Kirche von der Menschenfurcht und stärke sie für das Glaubenszeugnis.
  • Mache den Zweifelnden und Ängstlichen Mut durch deine Gegenwart.
  • Schenke Frieden zwischen den Völkern und steh den Kriegsopfern bei.
  • Wecke den Glauben der jungen Generation durch die Glaubensfreude der Pfarrei.
  • Segne die Kinder, die dieses Jahr erstmals zu deinem Tisch hinzutreten.
  • Öffne unseren Verstorbenen die Tore zum Leben.

Barmherziger Gott, es ist ein Geschenk deiner Liebe, dass wir jedes Jahr die Auferstehung Christi feiern dürfen. Lass uns wachsen im Glauben und voranschreiten auf dem Weg des Lebens. Im Heiligen Geist, durch Christus unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, im heiligen Sakrament haben wir den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen. Lass diese österliche Gabe in uns weiterwirken und fruchtbar sein. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.