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Gotteswort

23. Mai 2018


Mittwoch der 7. Woche im Jahreskreis

Das Lebenist weithin unberechenbar. Unvorhergesehenes kann eintreffen. Ein Pläneschmied, der auf materiellen Gewinn hofft, kann sich plötzlich blockiert sehen. Auch wer älter wird, sollte die „clausula jacobea“ bedenken, den Nebensatz in unserem Jakobus–Text: „wenn der Herr will, dass wir noch leben“. – Im Evangelium zeigt Jesus, dass „der Geist weht, wo er will“, eventuell bei einem Aussenseiter. Auch Kirchenleute dürfen sich nicht allzu wichtig nehmen.

Kyrie

Christus, Du rufst uns auf den Weg der Nachfolge. Herr, erbarme dich.
Du lässt dich von allen finden, die dich suchen. Christus, erbarme dich.
Der Geist, den du sendest, weht wo er will. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, unser Vater, du hast uns durch deinen Sohn erlöst und als deine geliebten Kinder angenommen. Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben, und schenke ihnen die wahre Freiheit und das ewige Erbe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jak 4,13–17

Warnung vor Selbstsicherheit

Ihr aber, die ihr sagt: Heute oder morgen werden wir in diese oder jene Stadt reisen, dort werden wir ein Jahr bleiben, Handel treiben und Gewinne machen –, ihr wisst doch nicht, was morgen mit eurem Leben sein wird. Rauch seid ihr, den man eine Weile sieht; dann verschwindet er. Ihr solltet lieber sagen: Wenn der Herr will, werden wir noch leben und dies oder jenes tun. Nun aber prahlt ihr voll Übermut; doch all dieses Prahlen ist schlecht. Wer also das Gute tun kann und es nicht tut, der sündigt.

Geschäfte machen ist nicht alles. Nicht Gutes unterlassen.

Seit dem Exil verdienten viele Juden ihr Leben als Kaufleute. Nicht anders viele Christen. Jakobus warnt vor einer übertriebenen Hang zur Geschäftemacherei. Unser Tun oder Lassen muss im Dienst der andern stehen.

Antwortspalm

Psalm 49,2–3.6–9.11.13a


R: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.


Hört dies an, ihr Völker alle,
vernehmt es, alle Bewohner der Erde,
ihr Leute aus dem Volk und vom Adel,
Reiche und Arme zusammen!

Warum soll ich mich in bösen Tagen fürchten,
wenn mich der Frevel tückischer Feinde umgibt?
Sie verlassen sich ganz auf ihren Besitz
und rühmen sich ihres grossen Reichtums.

Loskaufen kann doch keiner den andern
noch an Gott für ihn ein Sühnegeld zahlen
– für das Leben ist jeder Kaufpreis zu hoch,
für immer muss man davon abstehn –,

Denn man sieht: Weise sterben;
genauso gehen Tor und Narr zugrunde,
sie müssen andern ihren Reichtum lassen.
Der Mensch bleibt nicht in seiner Pracht.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater ausser durch mich. Halleluja.

Evangelium

Mk 9,38–40

Im Namen Jesu

Da sagte Johannes zu Jesus: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.

Im Geist Jesu

Johannes, einer der „Donnersöhne“, will nicht zulassen, dass ein Fremder im Geist oder „im Namen“ Jesu wirkt. Doch Jesus lässt ihn verstehen, dass der Geist weht, wo er will. Die Jünger Jesu sollen offen sein für alles, was gut ist, auch ausserhalb ihres Kreises. Sie sollen nicht generell aburteilen, sondern mit der Gabe der Unterscheidung klären, was mit Jesus konform ist.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, der Weg, die Wahrheit und das Leben:

  • Schenke Papst, Bischöfen und den Seelsorgenden den Geist der Weisheit.
  • Hilf allen, die im Erwerbsleben stehen, andern einen Dienst zu leisten.
  • Bewahre die Kirche davor, über Andersdenkende kurzschlüssig zu urteilen.
  • Stärke uns, damit wir unsere Lebenszeit nicht überschätzen, sondern richtig nutzen.

Herr, unser Vater, durch deinen Sohn sendest du uns den Geist der Wahrheit und den Sinn für Gerechtigkeit. Wir danken dir und preisen dich, jetzt und in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Getreuer Gott, du hast uns das heilige Sakrament als Unterpfand der kommenden Herrlichkeit gegeben. Schenke uns einst das Heil in seiner ganzen Fülle. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.