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Gotteswort

23. Oktober 2017


Montag der 29. Woche im Jahreskreis

Was ist der Sinn des Lebens?, wird heute im Evangelium gefragt. Jesus erklärt, was im Blick auf die Zukunft keinen Sinn macht. In der ersten Lesung spricht Paulus von der Auferweckung zu einem neuen Leben.

Hl. Johannes von Capestrano (g)

Ordenspriester, Wanderprediger in Süddeutshland und Österreich

Johannes von Capestrano wurde Jurist, dann Franziskaner. Er hatte in Italien und weit darüber hinaus einen grossen Zulauf als Prediger und war Berater von Fürsten Er gründete Werke der Nächstenliebe. Seiner Beredsamkeit wird der Einsatz zugunsten der Befreiung Belgrads von der Türkenherrschaft zugeschrieben. + 1465.

Kyrie

Christus, du erfüllst die Verheissung an Abraham. Herr, erbarme dich.
Dich hat der Vater von den Toten erweckt. Christus, erbarme dich.
Deine Auferstehung bringt uns ewiges Leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du Ursprung unseres Heils, durch die Wiedergeburt in der Taufe hast du uns gerecht gemacht und uns befähigt, ewiges Leben zu empfangen. Schenke uns die Fülle dieses Lebens in deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes, mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Röm 4,20–25

Abraham als Vorbild des Glaubens (Fortsetzung)

Abraham zweifelte nicht im Unglauben an der Verheissung Gottes, sondern wurde stark im Glauben und er erwies Gott Ehre, fest davon überzeugt, dass Gott die Macht besitzt zu tun, was er verheissen hat. Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Doch nicht allein um seinetwillen steht in der Schrift, dass der Glaube ihm angerechnet wurde, sondern auch um unseretwillen; er soll auch uns angerechnet werden, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat. Wegen unserer Verfehlungen wurde er hingegeben, wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt.

Glauben

Für Paulus ist Abraham das grosse Vorbild des Glaubens. Er gehorchte Gottes Ruf, liess seine Heimat hinter sich und ist in eine ungewisse Fremde aufgebrochen. Abraham hat wider alle Hoffnung an die Verheissung Gottes geglaubt. So wurde er ein „Gerechter“, aus Glauben, nicht aus eigenem Tun. – So sollen auch wir an die Zukunft denken, wenn wir den Glauben an die Auferstehung Jesu von den Toten bekennen. Dieser Glaube wird uns aus der irdischen Verlorenheit in Gottes Licht und Leben führen.

Antwortspalm

Lk 1,68–75

Canticum des Zacharias


R: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, denn er hat sein Volk besucht.


Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;
er hat uns einen starken Retter erweckt
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheissen von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
Er hat uns errettet vor unseren Feinden
und aus der Hand aller, die uns hassen.

Er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet
und an seinen heiligen Bund gedacht,
an den Eid,
den er unserm Vater Abraham geschworen hat.

Er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit,
ihm furchtlos dienen
in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja, Halleluja. Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Halleluja.

Evangelium

Lk 12,13–21

Von der falschen Selbstsicherheit eines Reichen

Einer aus der Volksmenge bat Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen. Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines grossen Vermögens im Überfluss lebt.

Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiss nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll. Schliesslich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreissen und grössere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen grossen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freu dich des Lebens! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast? So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

Weltliches Denken

Weder die Jünger noch die Leute aus dem Volk verstehen, um was es Jesus geht. Er ist nicht gekommen, um eine Erbteilung zwischen Brüdern vorzunehmen. Es geht ihm um mehr als um innerweltliche Besitzfragen. Lukas nützt die Gelegenheit, um vor dem Profitdenken zu warnen, das die Menschen kurzsichtig macht. Im Gleichnis wird der Grossbauer zum „Narren“, weil er seinen Reichtum nicht überlebt.

Fürbitten

Christus, du bist von den Toten erstanden:

  • Stärke in deiner Kirche den Glauben an die Auferstehung der Toten.
  • Öffne deinen Gläubigen die Tore zum ewigen Leben.
  • Erhalte in unserer Gesellschaft den Sinn für die Werte von Geist und Gemüt.
  • Lass uns den heutigen Tag frohen Herzens im Dienst vor dir und an den Nächsten verbringen.

Gott und Vater, schenke uns Trost in diesem irdischen Leben und führe uns einst zu den ewigen Freuden. Im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott gib, dass die heiligen Geheimnisse, die wir gefeiert haben, in uns Frucht bringen. Schenke uns Tag für Tag, was wir zum Leben brauchen und führe uns zur ewigen Vollendung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.