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Gotteswort

24. März 2017


Freitag der 3. Fastenwoche

Manche sonnen sich gern im Licht von eigenen „religiösen“ Verdiensten. Heute sollen Taufbewerber und Getaufte eine andere Perspektive kennen lernen. Gott schenkt seine Liebe unverdient (Hosea). Jesus fordert Gottes– und Nächstenliebe als menschliche Antwort auf die Liebe Gottes.

Kyrie

Christus, du gibst Gebot und Beispiel der Liebe. Herr, erbarme dich.
Du lehrst uns die Liebe zu Gott, deinem Vater. Christus, erbarme dich.
Du hast dein Leben hingegeben für deine Brüder und Schwestern. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott, lass deine Gnade mächtig werden in unseren Herzen, damit wir imstande sind, unser eigenes Begehren zu meistern und den Anregungen deines Geistes zu folgen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Hos 14,2–10

Die Umkehr als Bedingung für die Rettung

So spricht der Herr: Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott! Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld. Kehrt um zum Herrn, nehmt Worte (der Reue) mit euch und sagt zu ihm: Nimm alle Schuld von uns und lass uns Gutes erfahren! Wir danken es dir mit der Frucht unserer Lippen. Assur kann uns nicht retten. Wir wollen nicht mehr auf Pferden reiten und zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr: Unser Gott. Denn nur bei dir findet der Verwaiste Erbarmen.

So spricht der Herr: Ich will ihre Untreue heilen und sie aus lauter Grossmut wieder lieben. Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt. Ich werde für Israel da sein wie der Tau, damit es aufblüht wie eine Lilie und Wurzeln schlägt wie der Libanon. Seine Zweige sollen sich ausbreiten, seine Pracht soll der Pracht des Ölbaums gleichen und sein Duft dem Duft des Libanon.

Sie werden wieder in meinem Schatten wohnen; sie bauen Getreide an und gedeihen wie die Reben, deren Wein so berühmt ist wie der Wein vom Libanon. Was hat Efraim noch mit den Götzen zu tun? Ich, ja ich, erhöre ihn, ich schaue nach ihm. Ich bin wie der grünende Wacholder, an mir findest du reiche Frucht.

Wer weise ist, begreife dies alles, wer klug ist, erkenne es. Ja, die Wege des Herrn sind gerade; die Gerechten gehen auf ihnen, die Treulosen aber kommen auf ihnen zu Fall.

Das Geschenk der Umkehr

Zur Zeit des Hosea waren die Reichen mächtig, die sozialen, religiösen und staatlichen Verhältnisse ruinös geworden; schliesslich ging das Nordreich unter (721 v. Chr.). Der Prophet erhofft eine Besserung nicht von der Politik, wohl aber von der Umkehr zum Bundesgott. Gott selbst wird diese Umkehr möglich machen, weil er sein verwaistes Volk „liebt“ (erstmals sagt ein Prophet, dass Gott „liebt“). Die heilende Zuwendung Gottes zu seinem Volk wird zu einer ganzheitlichen, auch sozialen Wohlfahrt führen. – Sind wir Christen offen für die Initiative Gottes zu unserem Heil oder wollen wir uns selber zurechtfinden?

Antwortspalm

Psalm 81,6c–11b.14.17


R: Ich bin der Herr, dein Gott; höre auf meine Stimme!


Eine Stimme höre ich, die ich noch nie vernahm:
Seine Schulter hab ich von der Bürde befreit,
seine Hände kamen los vom Lastkorb.
Du riefst in der Not und ich riss dich heraus.

Ich habe dich aus dem Gewölk des Donners erhört,
an den Wassern von Meríba geprüft.
Höre, mein Volk, ich will dich mahnen!
Israel, wolltest du doch auf mich hören!

Für dich gibt es keinen andern Gott.
Du sollst keinen fremden Gott anbeten.
Ich bin der Herr, dein Gott,
der dich heraufgeführt hat aus Ägypten.

Ach, dass doch mein Volk auf mich hörte;
dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen!
Ich würde es nähren mit bestem Weizen
und mit Honig aus dem Felsen sättigen.

Ruf vor dem Evangelium

Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Evangelium

Mk 12,28b–34

Die Frage nach dem wichtigsten Gebot

Ein Schriftgelehrter ging zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?

Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist grösser als diese beiden.

Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen ausser ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.

Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Eine Liebe, die Gottesdienst ist

Jesus wird nach dem einen Hauptgebot gefragt. Er spricht vom Doppelgebot der Gottes– und Nächstenliebe. Wie Matthäus und Lukas betont Markus die Einheit dieser Liebe. Gott von ganzem Herzen als den Einzigen anerkennen, weckt das Feuer einer Liebe, die zu den andern weiterströmen will. Markus allein geht einen Schritt weiter, indem er diese gelebte Liebe als wahren Gottesdienst erklärt. (vgl. Frisque)

Fürbitten

Christus, du lädst uns zu Gottes- und Nächstenliebe ein:

  • Mache alle, die deine Frohbotschaft hören, dankbar für die Liebe und Zuwendung Gottes.
  • Entzünde deine Liebe in den Herzen der Gläubigen.
  • Schicke den Notleidenden hilfsbereite Menschen, die ihnen mit Rat und Tat beistehen,
  • Nimm dich um alle an, die sich unserem Gebet empfohlen haben.

Gott, läutere uns, damit wir dich von Herzen lieben und deine Liebe weitergehen an deine Geschöpfe. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, komm uns zu Hilfe mit deiner Kraft und schütze uns an Leib und Seele, damit wir die Erlösung, die uns im Sakrament zuteil wird, einst in ihrer Vollendung erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.