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Gotteswort

24. April 2017


Montag der 2. Osterwoche

Wer zum Glauben an Christus gelangt ist, lebt in der gleichen Umwelt wie zuvor. Doch er findet im Aufblick zum Auferstandenen die entscheidende Orientierung und neue Kraft. (1. Lesung) – Wer sich Jesus nähert, hat mehr als den weisen Ratschlag eines Lehrers zu erwarten. Er wird von ihm zu einer elementaren Wende gefordert. (Evangelium)

Hl. Fidelis (g)

Ordenspriester, Märtyrer

Fidelis, Sohn des Bürgermeisters Roy von Sigmaringen, studierte Philosophie und Rechte, wurde Priester und Kapuziner. Wegen seiner gegenreformatorischen Tätigkeit erschlugen ihn Prättigauer Bauern. + 1622

Kyrie

Christus, Sohn Davids. Herr, erbarme dich.
Du, unser Lehrer. Christus, erbarme dich.
Du Gesalbter des Herrn. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, wir dürfen dich Vater nennen, denn du hast uns an Kindes Statt angenommen. Gib, dass wir mehr und mehr aus dem Geist der Kindschaft leben, damit wir die wahre Freiheit finden und das unvergängliche Erbe erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 4,23–31

Gebet der Urgemeinde um Furchtlosigkeit

Nach ihrer Freilassung gingen Petrus und Johannes zu den Ihren und berichteten alles, was die Hohenpriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.

Als sie das hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du hast den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen und alles, was dazugehört; du hast durch den Mund unseres Vaters David, deines Knechtes, durch den Heiligen Geist gesagt:

Warum toben die Völker, warum machen die Nationen vergebliche Pläne? Die Könige der Erde stehen auf und die Herrscher haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten.

Wahrhaftig, verbündet haben sich in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Stämmen Israels, um alles auszuführen, was deine Hand und dein Wille im Voraus bestimmt haben.

Doch jetzt, Herr, sieh auf ihre Drohungen und gib deinen Knechten die Kraft, mit allem Freimut dein Wort zu verkünden. Streck deine Hand aus, damit Heilungen und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.

Als sie gebetet hatten, bebte der Ort, an dem sie versammelt waren, und alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und sie verkündeten freimütig das Wort Gottes.

Das Gebet der Urgemeinde

Die fromme Urgemeinde stösst auf Widerstand. Sie sammelt sich und betet zu Gott, dem Schöpfer. Dabei vergleicht sie ihr Schicksal mit dem Wort Gottes. Sie findet den entscheidenden Vergleichspunkt in der Person Christi. Er hat eine Anfeindung erfahren, wie sie schon im Psalterium geschildert wird und wie sie nun die Gemeinde bedroht. Die verfolgte Gemeinde kann sich also allein auf den österlichen Christus abstützen. Nun bittet sie nicht um Bewahrung, sondern um Freimut und um göttliche Unterstützung. (vgl. Frisque)

Antwortspalm

Psalm 2,1–9


R: Selig die Menschen, die auf dich vertrauen, Herr.


Warum toben die Völker,
warum machen die Nationen vergebliche Pläne?
Die Könige der Erde stehen auf,
die Grossen haben sich verbündet
gegen den Herrn und seinen Gesalbten.
«Lasst uns ihre Fesseln zerreissen
und von uns werfen ihre Stricke!»

Doch er, der im Himmel thront, lacht,
der Herr verspottet sie.
Dann aber spricht er zu ihnen im Zorn,
in seinem Grimm wird er sie erschrecken:
«Ich selber habe meinen König eingesetzt
auf Zion, meinem heiligen Berg.»

Den Beschluss des Herrn will ich kundtun.
Er sprach zu mir: «Mein Sohn bist du.
Heute habe ich dich gezeugt.
Fordre von mir
und ich gebe dir die Völker zum Erbe,
die Enden der Erde zum Eigentum.
Du wirst sie zerschlagen mit eiserner Keule,
wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern.»

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Halleluja.

Evangelium

Joh 3,1–8

Das Gespräch mit Nikodemus

Es war ein Pharisäer namens Nikodemus, ein führender Mann unter den Juden. Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.

Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoss seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden.

Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.

Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weisst aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.

Nikodemus muss lernen

Ein führender Jude, sicherlich ein perfekter Kenner der Schrift, sucht Jesus auf. Er wird aufgefordert, Schritte über den Buchstaben der Schrift hinaus zu tun, wozu er aus eigener Kraft nicht fähig ist. Überraschend für Nikodemus, fordert Jesus nämlich eine neue Geburt „von oben“. Nur in der Kraft des Geistes (dessen Empfang in der Taufe besiegelt wird) kann jemand in die Welt Gottes eintreten und so ein neuer Mensch werden.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast die Kraft des Heiligen Geistes verheissen:

  • Strecke deine Hand aus und stärke die Kirche für ihren Dienst in unserer Zeit.
  • Der Wind weht, wo er will: Rüste deine Kirche aus für den Weg in die Zukunft.
  • Erhalte in den Gläubigen die Bereitschaft zu vertrauensvollem Gebet.
  • Schenke uns selber die Gabe der Stärke und den Freimut der Kinder Gottes.

Barmherziger Gott, wir sind auf den Namen deines Sohnes getauft. Nimm uns an als deine Kinder. So bitten wir im Heiligen Geist, durch ihn, Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Ewiger Gott, du hast uns durch die Ostergeheimnisse erneuert. Wende dich uns voll Güte zu und bleibe bei uns mit deiner Huld, bis wir mit verklärtem Leib zum unvergänglichen Leben auferstehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.