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Festliche Feier zur Abtsbenediktion im Kloster Einsiedeln

(Einsiedeln, 23.12.13) Am vierten Adventssonntag spendete Bischof Markus Büchel aus St. Gallen Pater Urban Federer OSB, dem 59. Abt des Klosters Einsiedeln, die Abtsbenediktion. Es war ein wahres Freudenfest für die Klostergemeinschaften Einsiedeln und Fahr und die zahlreichen Gläubigen. Dem feierlichen Gottesdienst in der barocken Wallfahrtskirche wohnten auch Angehörige von Abt Urban, Mitarbeitende des Klosters, Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler der Stiftsschule sowie zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Kultur bei.

Bischof Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, empfing den neugewählten Abt Urban, der ihm von zwei Mitbrüdern vorgestellt wurde: «Lieber Bischof Markus, wir stellen dir Pater Urban Federer vor: Die Mönche der Abtei Maria Einsiedeln haben ihn zu ihrem Abt gewählt. Der Konvent bittet dich, ihm die Abtsbenediktion zu erteilen».

Abt Benno Malfèr, Präses der Schweizer Benediktinerkongregation, las das offizielle Ernennungsschreiben von Papst Franziskus in deutscher Sprache vor. In seiner Predigt wies Bischof Markus auf die wichtige Rolle Einsiedelns für die katholische Kirche in der Schweiz und darüber hinaus hin und ermutigte den neuen Abt, zusammen mit seinen Mitbrüdern durch die gelebte benediktinische Spiritualität der Kirche als Ort des Glaubens und des Gebetes zu dienen.

Bekenntnis zum Glauben

Nach der Predigt befragte der Bischof den neuen Abt gemäss einem festgesetzten Ritual nach seiner Glaubensgesinnung. Abt Urban Federer bestätigte seine Bereitschaft, die Regel des heiligen Benedikt zu achten und alle zu einem Leben nach dem Evangelium und zur geschwisterlichen Liebe hinzuführen. Zur Allerheiligen-Litanei erhoben sich alle. Nur der «erwählte Abt» legte sich während des Segensgebets auf den Boden. Nach der Benediktion empfing der neue Abt die Handschrift der Benediktsregel, die nach der Überlieferung vom hl. Meinrad im 9. Jahrhundert vom Kloster Reichenau nach Einsiedeln gebracht wurde. Abt Urban erhielt auch die zum Amt gehörenden Insignien: Ein Mitbruder überreichte ihm den Ring, Abt em. Martin Werlen reichte seinem Nachfolger den Stab weiter und Priorin Irene Gassmann vom Kloster Fahr brachte die Mitra. Der feierliche Gottesdienst wurde festlich umrahmt vom Stiftsschor Einsiedeln unter Leitung von Pater Lukas Helg, der Choralschola des Klosters unter der Leitung von Pater Daniel Emmenegger und durch Stiftsorganist Pater Theo Flury.

Abt Urban Federer richtete sich in persönlichen Dankesworten an die Gottesdienstgemeinschaft, in denen er unter anderem dazu aufrief: «Lebt die Freiheit, die der hl. Paulus in der heutigen 2. Lesung und anderswo predigt: Sie macht weit, nicht eng. Diese christliche Freiheit führt Euch zu wahrem Leben!» Danach spendete Abt Urban den rund 1‘200 in der Kirche versammelten Gläubigen den Segen.

Zürcher und Einsiedler Ehrenbürger

Es war Abt Urbans ausdrücklicher Wunsch, dass die Abtsbenediktion zu einem Fest für alle werde: Die Teilnehmenden der bis auf den letzten Platz gefüllten Klosterkirche waren darum im Anschluss an die Feier zu einem Apéro im sogenannten Dorfzentrum Einsiedeln (Kultur- und Kongresszentrum «Zwei Raben») geladen. Dort wurde dem aus der Stadt Zürich stammenden neuen Abt durch Stadtpräsidentin Corine Mauch die Ehrenbürgerschaft der Stadt Zürich überreicht und durch den Einsiedler Bezirksammann Hermann Betschart jene für Einsiedeln ausgesprochen. Das Vokalensemble «Ravens», in dem Abt Urban selbst mitsingt, gab zum Schluss ein englisches und ein afrikanisches Lied zum Besten, um auf ihre eben erschienene CD aufmerksam zu machen, deren Erlös vollumgänglich der Partnerschule der Stiftsschule Einsiedeln zugutekommt, der «Namwala High School» im Sambia.