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Weihnachten im Kloster

"Alle Jahre wieder"

"Alle Jahre wieder kommt das Christuskind" – auch ins Kloster Einsiedeln! Und wie jedes Jahr besucht es die Klostergemeinschaft nicht allein, sondern zusammen mit zahlreichen Gottesdienstbesuchern und vielen Menschen, die unsere Klosterkirche über die Feiertage in grosser Zahl besuchen.

"Alle Jahre wieder" die gleiche Feierlichkeit, die gleichen Lieder, die gleichen Rituale und die gleiche Weihnachtsbotschaft. Und doch wird das Herz immer wieder aufs Neue berührt beim Anhören der vom Stiftschor gesungenen "Lebkuchenmesse" von Karl Kempter (1819-1871), wieder strahlen die Augen von Jung und Alt beim Anblick der prächtigen Weihnachtskrippe in der Klosterkirche und wieder ist man ergriffen beim Hören der Weihnachtsbotschaft: Gott begegnet uns Menschen im Kind von Betlehem.

Gehaltvolle Predigten

Zum ersten Mal stand Abt Urban Federer den Weihnachtsgottesdiensten vor. Mit dem neuen Abt, dessen Benediktion auf den Vierten Adventssonntag fiel, hat sich die Klostergemeinschaft das schönste Weihnachtsgeschenk gleich selbst gemacht. In der Mitternachtsmesse hielt Abt Urban die Predigt und lud in dieser die Gläubigen ein, zur Krippe zu gehen und dort die Perspektive des Kindseins zu erlernen. Diese kindliche Sichtweise auf die Welt und unser eigenes Leben zeige sich in einer grossen Unmittelbarkeit, Spontaneität und Freude, sowie im Glauben an die Zukunft. Wer zur Krippe und somit zum menschgewordenen Gott gehe, der finde dort den Frieden.

Beim Gottesdienst am Weihnachtstag predigte der neuernannte Dekan des Klosters, P. Cyrill Bürgi. Ausgehend vom Apostolischen Schreiben "Evanglii Gaudium – Die Freude des Evangeliums" von Papst Franziskus rief der Prediger die Gottesdienstbesucher auf, die Freude von Weihnachten zu den Menschen zu bringen. Er verwies dabei auf das perfekte Marketing der Geschäftswelt für das Weihnachtsfest, denn jeder wisse ja, dass Weihnachten ist. Es liege nun an uns Christen, dieses Marketing mit Inhalt zu füllen. Damit rief er ganz im Sinne des Papstes zu einer missionarischen Kirche auf, in der die Freude zu Hause ist.

Ein Fest für die Familie

Wie überall ist das Weihnachtsfest auch bei den Mönchen ein Fest für die (Kloster-) Familie. Das Zusammensein und gemeinsame Feiern wird auch im Kloster gross geschrieben. Dabei beschränkt sich dieses nicht nur auf die glanzvollen Pontifikalämter und das feierliche Chorgebet, sondern hier geht es auch ganz weltlich zu und her: Es geht natürlich um das Essen! Im festlich geschmückten Speisesaal mit einem grossen Christbaum in der Raummitte und mit Tannzweigen an den Wänden wird für einmal etwas reichlicher aufgetischt als sonst üblich. Während die Mahlzeiten sonst normalerweise schweigend eingenommen werden und dabei die Tischlesung angehört wird, kann an den Tagen um Weihnachten und Neujahr öfters bei Tisch gesprochen werden, und am 26. Dezember wird das Essen sogar durch musikalische Darbietungen von verschiedenen Mitbrüdern bereichert.

Selbst wenn im Kloster das Weihnachtsfest mit viel Arbeit verbunden ist, freut man sich doch jedes Jahr auf das Fest der Geburt Christi. Zum Glück wird es deshalb auch im Jahr 2014 wieder heissen: "Alle Jahre wieder kommt das Christuskind".