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30. Jahrestag des Besuches von Papst Johannes Paul II. in Einsiedeln

Gedenkgottesdienst am Sonntag, 15. Juni 2014

Mitte Juni jährt sich der Besuch des heiligen Papstes Johannes Paul II. in unserem Kloster zum dreissigsten Mal. Sein mehrtägiger Aufenthalt im Heiligtum Unserer Lieben Frau von Einsiedeln war Teil seiner Pastoralreise in die Schweiz, welche vom 12. bis 17. Juni 1984 dauerte. Höhepunkt seiner Zeit im Finstern Wald war die feierliche Weihe des neuen Altares im Chor der Klosterkirche am 15. Juni 1984.

Dieses wohl bedeutendste Ereignis in der jüngeren Klosterkirche feiern wir am 15. Juni 2014 im Rahmen eines Pontifikalamtes, dem Abt Urban Federer vorstehen wird. Der Gottesdienst, zu dem wir Sie alle ganz herzlich einladen, beginnt um 9.30 Uhr.

Der Papst in Einsiedeln

Papst Johannes Paul II. besuchte zwar im Sommer 1984 im Rahmen seines Pastoralbesuches in der Schweiz neben Einsiedeln noch weitere Orte (Lugano, Genf, Fribourg, Bern, Flüeli-Ranft/Sachseln, Luzern und Sitten), doch zeichnete sich sein Aufenthalt in Einsiedeln durch mehrere Besonderheiten aus: Während der Papst gleich zweimal in unserem Kloster übernachtete, fanden hier mehrere wichtige Begegnungen statt wie er auch die Weihe des neuen Hochaltars der Klosterkirche vornahm – ein schöneres Andenken an einen Papstbesuch kann es wohl kaum geben! Sein Aufenthalt im grössten Wallfahrtsort des Landes darf wohl zu Recht als eigentlicher Höhepunkt seiner Pastoralreise in die Schweiz betrachtet werden.

In einem Helikopter von Sachseln her kommend landete der Papst mit etwas Verspätung am Abend des 14. Juni 1984 in Einsiedeln. Nach einer kurzen Ansprache vor den auf dem Klosterplatz versammelten Gläubigen begab er sich in die Klosterkirche, wo er nach einem kurzen Gebet in der Gnadenkapelle vom damaligen Abt, Georg Holzherr (+2012), begrüsst wurde. Anschliessend folgte ein Abendessen zusammen mit den Schweizer Bischöfen.

Der 15. Juni war mit einem dichten Programm angefüllt. Dieses begann um 8 Uhr mit dem Morgengebet zusammen mit der Klostergemeinschaft und vielen anwesenden Ordensleuten. In dessen Anschluss besuchte der Papst noch einmal die Gnadenkapelle und betete vor der Einsiedler Gnadenmutter (siehe Gebet weiter unten). Verschiedene Begegnungen prägten den weiteren Tagesverlauf: Der Heilige Vater traf sich nacheinander mit den Schweizer Bischöfen, Vertretern des Klerus und Repräsentanten der katholischen Verbände. Den Höhepunkt des Tages bildete anschliessend die Eucharistiefeier und die Weihe des neuen Hochaltares in der Einsiedler Klosterkirche am späten Nachmittag. Am Abend nahm der Papst an einer Begegnung mit Jugendlichen aus der Deutschschweiz im Studentengarten der Stiftsschule teil.

Auch der Morgen des 16. Juni war geprägt von vielen Begegnungen. Zuerst traf sich der Papst im Grossen Saal des Klosters mit Medienschaffenden, ehe er sich zum Regionalspital von Einsiedeln aufmachte. Dort besuchte er Patienten, bevor er den Helikopter bestieg und nach Luzern flog.

 

Gebet von Papst Johannes Paul II. zu Unserer Lieben Frau von Einsiedeln

Folgendes Gebet zur Einsiedler Muttergottes sprach Papst Johannes Paul II. beim Besuch der Gnadenkapelle am Morgen des 15. Juni 1984. Das Gebet ist ab dem 15. Juni 2014 in einer gekürzten Form als Gebetsbildchen gratis bei der Kirchenpforte zu beziehen.

Sei gegrüsst, Maria, Unsere Liebe Frau von Einsiedeln!
Wir grüssen dich, wie dich einst Elisabeth gegrüsst hat: "Gesegnet bist du, mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen liess".
Wir grüssen dich, vielgeliebte Tochter des himmlischen Vaters, Mutter des Sohnes Gottes, Heiligtum des Heiligen Geistes. Du hast bei Gott Gnade gefunden. Der Heilige Geist kam über dich, und die Kraft des Höchsten hat dich überschattet. Du bist die Frau, die den Sohn geboren hat, den Gott zum "Erstgeborenen von vielen Brüdern" bestellt hat, denen du in mütterlicher Liebe nahe bist.
Wir grüssen dich, erhabene Tochter Zion. Du bist den "Pilgerweg des Glaubens" gegangen, bis du unter dem Kreuz deines Sohnes standest. So entsprach es dem Heilswillen Gottes, den du von ganzem Herzen bejaht hast. Als mitfühlende Mutter hast du mit deinem Sohn gelitten, als er sich ein für allemal für uns dem Vater dargebracht hat.
Wir grüssen dich, Mutter unseres Herrn Jesus Christus. Als Jesus - am Kreuz erhöht - dich sah, sagte er im Blick auf Johannes zu dir: "Frau, sieh, dein Sohn!" Mit den Aposteln, mit den Frauen und den Brüdern einmütig im Gebet verharrend, hast du für die Kirche um die Gabe des Heiligen Geistes gefleht. Dieser Geist gab den Aposteln und allen Glaubensboten die Kraft, die Sendung auszuführen, die der Herr ihnen anvertraut hat: "Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern!"
Allerseligste Jungfrau Maria, du demütige Magd des Herrn! In deinem gläubigen Gehorsam und deiner Treue zu Christus, in deiner standhaften Haltung und mütterlichen Liebe, bist du das "Urbild der Kirche", die durch deinen Sohn von Gott erlöst und begnadet ist. Zugleich bist du selbst ihr erlesenstes Glied und weiltest inmitten der Apostel, die am Tag der Sendung des Geistes Menschen "aus allen Völkern unter dem Himmel" durch ihre Predigt zu Umkehr und Taufe geführt und der Gemeinschaft der Glaubenden hinzugefügt wurden.
Da mir aufgetragen ist, der Kirche von Rom als Bischof vorzustehen, die auf die Apostel Petrus und Paulus gegründet und dazu berufen ist, den "Vorsitz in der Liebe" zu führen, empfehle ich dir, Mutter des Herrn, heute dieses Land, die Schweiz, wo ich durch meinen Pastoralbesuch den mir übertragenen Petrusdienst an der Einheit der Kirche zu erfüllen suche. Ich reihe mich ein in die Schar der vielen Pilger, die in diesem deinem Heiligtum und an anderen Gnadenorten dich ehren und zu dir ihre Zuflucht nehmen. Sie alle empfehle ich deiner mütterlichen Sorge und deinem Schutz, wie ich dir die ganze Kirche und alle Menschen anvertraut habe.
Mutter Gottes und Mutter der Menschen, "empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne!" Er ist unser Mittler und Beistand beim Vater. Wir bitten dich, Mutter unseres Erlösers, lege in der Herrlichkeit des Himmels Fürbitte ein für uns bei deinem Sohn:
- dass die Kirche in diesem Land erstarke in der Treue zu Christus;
- dass alle bereitwillig ja sagen zur Sendung, die ihnen in der Kirche, in der Familie oder in der Welt aufgetragen ist;
- dass sich die Einheit des Geistes unter den Christen erneuere;
- dass alle, die an Leib und Seele leiden, Hilfe und Trost finden;
- dass alle Völker und Menschen in Freiheit und Frieden leben können;
- dass das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit zu uns komme; seine Gerechtigkeit zu uns komme.
Maria, Mutter der Kirche, Unsere Liebe Frau von Einsiedeln, bitte für uns! Amen.