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Maria Himmelfahrt 2014

Für die Bistumszeitung der Erzdiözese Bamberg hat unser Gast Dekan Kilian Kemmer aus dem bayrischen Höchstadt einen Bericht über das Hochfest Maria Aufnahme in den Himmel verfasst. Diesen hat er freundlicherweise für die Veröffentlichung auf unserer Kloster-Website zur Verfügung gestellt.

Was Altötting und Kevelaer für die deutschen Katholiken, was Mariazell für die österreichische Kirche bedeutet, das stellt Einsiedeln für die Schweiz dar: ein nationales Marienheiligtum, das internationalen Zustrom erfährt und alljährlich von 1 Million Pilgern aufgesucht wird. Dass der schweizerische Marienwallfahrtsort mit seinem bedeutenden Benediktinerkloster südöstlich von Zürich mit einer Stiftung des Bamberger Diözesanheiligen Kaiser Heinrich im Jahre 1018 grosszügig bedacht wurde, dürfte vielen nicht bekannt sein. Bambergs Oberhirten Karl Braun und Ludwig Schick trugen dieser historischen Tatsache durch ihre Besuche bereits Rechnung. Zum grossen Pilgertag am Patrozinium der Kloster- und Wallfahrtskirche zelebrierte Weihbischof Herwig Gössl vor 2000 Pilgern das Pontifikalamt in Einsiedeln. Gössl verbrachte 3 Monate während seiner Studienzeit im dortigen Kloster und besuchte seither immer wieder als Gast das Marienheiligtum. Gemeinsam mit dem Höchstadter Dekan Kilian Kemmer kam Weihbischof Gössl auch heuer wieder, um während seines Urlaubs Einkehr, Ruhe und Erholung zu finden. Dekan Kemmer kam bereits als 6 Jähriger vor 43 Jahren das erste Mal nach Einsiedeln, wo ein Onkel von ihm als Mönch lebte und arbeitete. Seither hat er vielen seiner einstigen Studienkollegen –so auch Weihbischof Gössl- Kloster und Wallfahrtsort schmackhaft gemacht. Im Festgottesdienst bezeichnete Herwig Gössl Maria als Schrittmacherin auf dem Weg zum Himmel. Die Muttergottes sei eine personifizierte Motivation, das grosse Ziel des Himmels nicht aus dem Blick zu verlieren und weise einen Weg, wie man dieses Ziel erreichen kann. Viele suchten das Paradies auf Erden und werden bei allen möglichen Genüssen und Erlebnissen wegen der Vergänglichkeit und Vorläufigkeit weltlicher Möglichkeiten immer wieder enttäuscht, so der Weihbischof. Maria zeigt ein nachhaltiges und sinnvolles Streben auf das eigentliche Paradies im Himmel auf. Gössl bezeichnete das alte Mariengebet "Jungfrau, Mutter Gottes mein" als sein Lieblingsgebet, weil darin die Bitte an "Maria als Schrittmacherin" ausgesprochen werde: "Maria, hilf mir in den Himmel hinauf". Der gregorianische Choral der Mönche und die lateinische mehrstimmige Messe von Bläsern umrahmt, machten den Festtag zu einem eindrücklichen Erlebnis, das zudem einen neuen Brückenschlag zwischen dem Erzbistum Bamberg und dem schweizerischen Wallfahrtsort Einsiedeln darstellte. Der Heilige Kaiser Heinrich, der rechts vor der Klosterfront auf der Balustrade des grossen Platzes die Pilger von nah und fern grüsst, verbindet Bamberg und Einsiedeln nicht nur durch seine Rolle als Stifter, sondern als Fürbitter für die Zukunft der Kirche.

Foto: Weihbischof Herwig Gössl in der Mitte mit v.r.n.l: Abt Urban Federer, den Diakonen Mauritius Honegger und Philipp Steiner aus dem Einsiedler Konvent sowie dem Höchstadter Dekan Kilian Kemmer.