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Primiz von Pater Philipp am 12. Oktober 2014

(Fotos weiter unten)

"Folge mir nach!"
 

Gleich zweimal hintereinander durfte die Klostergemeinschaft Einsiedeln die Freude einer Primiz erleben. Nach Pater Mauritius Honegger war es am vergangenen Sonntag an Pater Philipp Steiner diesen bedeutenden liturgischen Markstein im Leben eines katholischen Priesters zu feiern.

Im Eingangsbereich der Stiftskirche Einsiedeln wiesen am vergangenen Sonntag Infos auf den Meinradssonntag und die Primiz von Pater Philipp Steiner hin. In den vorderen Bänken waren Reservationsschilder für die Angehörigen und Freunde des Primizianten angebracht. Zu feierlichem Orgelspiel von Pater Ambros Koch zogen die Ministrantinnen und Ministranten, die Mönche und Priester von der Kirchenpforte her in den Unteren Chor ein. Dem Meinradssonntag gemäss waren die Konzelebranten und somit auch der Neupriester in rote liturgische Gewänder gehüllt.

Begrüssung durch Abt Urban Federer

Abt Urban Federer begrüsste zu Beginn die Angehörigen von Pater Philipp Steiner aus Ingenbohl-Brunnen, seine Mitstudierenden aber auch Vertretungen aus den Klöstern Maria Laach und Münsterschwarzach. Der Klostervorsteher dankte Stiftskapellmeister, Pater Lukas Helg, für das Eingehen auf die musikalischen Wünsche des Neupriesters, der sich eine Messe von Giovanni Battista Casali (1715-1792) mit einem Offertorium von Johann Evangelist Habert (1833-1896) gewünscht hatte. Abt Urban erinnerte an die Übertragung der Reliquien des Heiligen Meinrad nach Einsiedeln, die zu einem geistlichen Fundament dieser Gottesstätte geworden seien.

Predigt von Pater Dekan

In seiner Primizpredigt ging Pater Cyrill Bürgi, Dekan des Klosters Einsiedeln, vom Leitgedanken «Folge mir nach!» (Joh 1,43) aus. Seit seiner Taufe stehe der Primiziant gewissermassen unter diesem Anspruch der Nachfolge, die nicht auf einsame Wege, sondern in eine grössere Gemeinschaft führe. Der Ruf zur Nachfolge komme oft recht unvermittelt, sagte der Prediger. «Nur Gott ruft so absolut.» Genauso wie Abraham aus der Sicherheit seines Landes, seiner Verwandtschaft und seines Vaterhauses habe ausziehen müssen, um ins Gelobte Land zu kommen, genauso gehe es jedem, der in der Nachfolge Christi aus seiner Bequemlichkeit und berechenbaren Sicherheit den Schritt ins unbekannte Grosse tue, denn lieber würden wir unsere eigenen Wege verfolgen.

Pater Cyrill wies darauf hin, dass der Ruf der Nachfolge nicht bloss an den Neupriester ergehe, sondern an uns alle. Gott sei nicht ein fernes Wesen, sondern ein nahender Liebernder. Es sei eine erfüllende Freude, auf vieles zu verzichten, um Alles zu erreichen. Und Pater Cyrill verwies auf den Mittelpunkt klösterlichen Lebens, die Feier der Eucharistie.

Als Neupriester stand Pater Philipp Steiner auch der Vesper um 16.30 Uhr in der Stiftskirche vor. Am Schluss dieses kirchlichen Stundengebets formierte sich die Mönchsgemeinschaft zur Prozession in die Gnadenkapelle wo das "Salve Regina" gesungen wurde. Pater Philipp trug die in Silber gefasste Reliquie des Heiligen Meinrad mit. Die Formel vor der Segnung mit der Reliquie beim Hochaltar endete mit den Worten: «Erneuere deine Kirche und fange bei uns an.»

ganze Predigt

Text: Bruder Gerold Zenoni