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Ein Heiliger mit Lokalkolorit

Im Bezirk Einsiedeln feiert man am 21. Januar das Fest des heiligen Meinrad

In Einsiedeln kann man sich wirklich nicht über zu wenige Feiertage beklagen. Unter den zahlreichen nationalen, kantonalen und religiösen Feiertagen gibt es zwei mit ganz besonderem Lokalkolorit: die Engelweihe am 14. September und der Meinradstag am 21. Januar. Wissen die Einsiedler, welchen Schatz sie mit diesen beiden Festtagen ihr Eigen nennen dürfen?
Bei der letzten Engelweihe am 14. September 2014 schien dies tatsächlich der Fall gewesen zu sein: In Kloster und Pfarrei war man positiv überrascht über die grosse Volksbeteiligung bei der abendlichen Prozession durch das Dorf. Doch wie sieht es mit dem Meinradstag aus?

Die Geschichte Meinrads

Man kann nicht lieben, was man nicht kennt. Deshalb sei hier an das Leben des ersten Bewohners im Bezirk Einsiedeln erinnert. Meinrad um 800 in der Nähe von Rottenburg (Baden-Württemberg) geboren und erhielt seine Ausbildung auf der Insel Reichenau im Bodensee. Dort wurde er auch Priester und Mönch. Schon bald sandte ihn sein Abt als Lehrer in ein kleines Kloster am Zürichsee. Doch Meinrad wollte frei sein für Gott und so zog er sich als Einsiedler auf den Etzel zurück. Weil ihn dort aber zu viele Ratsuchende in Anspruch nahmen, zog Meinrad um 835 tiefer in den Finstern Wald. Hier verbrachte Meinrad 26 Jahre und war gastfreundlich und freigiebig gegen jeden, der ihn in der Einsamkeit besuchte. Am 21. Januar 861 suchten zwei Männer den Einsiedler auf. Sie vermuteten Schätze bei ihm, die sie ihm rauben wollten. Meinrad bewirtete beide gastfreundlich, obwohl er sie durchschaute. Darauf erschlugen sie ihn und ergriffen, von den beiden Raben Meinrads verfolgt, die Flucht. Der Leichnam Meinrads wurde auf die Reichenau gebracht und dort bestattet. Am 6. Oktober 1039 kamen seine Reliquien für die Weihe der zweiten Klosterkirche zurück nach Einsiedeln. Seit 1984 wird das Haupt des heiligen Meinrad im neuen Hochaltar aufbewahrt.
Der heilige Meinrad ist kein besonders spektakulärer Heiliger, er kann keine Heldentaten vorweisen. Doch ist er uns nicht gerade deswegen besonders nah?

Gottesdienste im Kloster

Im Kloster wird der Meinradstag selbstverständlich mit der gebührenden Feierlichkeit begangen. Besonders ragt dabei das feierliche Pontifikalamt mit Abt Urban heraus, welches vom Stiftschor musikalisch umrahmt wird. Besonders dazu eingeladen sind die Angehörigen der Pfarrei Einsiedeln (Dorf und Viertel), um gemeinsam mit der Klostergemeinschaft den Gottesdienst an dem Ort zu feiern, an welchem der heilige Meinrad gewirkt hat und gestorben ist. Das Pontifikalamt beginnt um 9.30 Uhr. Weitere Gottesdienste werden um 6.15 Uhr, 8.00 Uhr, 11.15 Uhr und 17.30 Uhr in der Gnadenkapelle gefeiert. Die feierliche Vesper mit der Prozession mit dem Haupt des heiligen Meinrad beginnt um 16.30 Uhr.