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Ansprache zum Jahreswechsel 2012/2013

Wir wollen dieses neue Jahr 2013 gemeinsam beginnen mit dem Kreuzzeichen und miteinander sprechen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Dieses Zeichen birgt viel Kraft in sich. Auch wenn wir uns bereits daran gewöhnt haben. In diesem Zeichen ist unser Leben auf den Punkt gebracht. Im Geheimnis des dreifaltigen Gottes hat unser Leben seinen Platz – ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Unser Leben hat seinen Platz zum Beispiel im Geheimnis, das wir in diesen Tagen feiern und das hier oben in der Weihnachtskuppel dargestellt ist.

Nehmen wir diese Wucht noch wahr? "Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen" (Lk 12,49). Es ist nicht ein Feuer, das zerstört. Es ist ein Feuer, das reinigt, das Wärme schenkt, das Hoffnung weckt, das Heimat erfahren lässt, das Leben gibt – Leben in Fülle.

Danach sehnen wir uns. Niemand unter uns wünscht sich ein langweiliges neues Jahr. Wie grossartig wäre es für uns alle, wenn dieses reinigende und wärmende Feuer brennen würde! Aber: Wir haben auch Angst davor. Wir alle tragen Glut in unseren Herzen, aber diese Glut ist oft durch viel Asche zugedeckt. Durch Asche, an die wir uns gewöhnt haben. Wir alle kennen das aus eigener Erfahrung. Die Glut und das Feuer kann man nicht befehlen. Man kann sie nicht anordnen. Man kann dafür Werbung machen. Welches Geschenk, wenn wir be-Geist-erten Menschen begegnen, die uns ermutigen, diese Glut immer neu zu entdecken!

  • Die Asche wegwischen in unserem persönlichen Leben. Die Glut neu entdecken, die bei uns allen da ist. Und das Feuer brennen und wirken lassen.
  • Die Asche wegwischen in unseren Familien und Gemeinschaften. Die Glut neu entdecken, die bei uns allen da ist. Und das Feuer brennen und wirken lassen.
  • Die Asche wegwischen in der Gesellschaft. Die Glut neu entdecken, die da ist. Und das Feuer brennen und wirken lassen.
  • Die Asche wegwischen in der Kirche. Die Glut neu entdecken, die da ist. Und das Feuer brennen und wirken lassen.

Wer die Glut unter der Asche entdeckt, ist reich beschenkt! Wo das Feuer brennt, ist mehr Leben.

Miteinander die Glut unter der Asche entdecken: Das wünsche ich uns allen für das noch ganz junge Jahr 2013. Miteinander die Glut unter der Asche entdecken. Und so miteinander beitragen, dass das Feuer brennt, das uns reinigt und allen Menschen Leben in Fülle schenkt.

"Miteinander die Glut unter der Asche entdecken." Ich lade Sie ein, dieses Motto auf eine ansprechend gestaltete Karte zu schreiben und irgendwo hinzustellen, wo Sie jeden Tag die Einladung sehen: "Miteinander die Glut unter der Asche entdecken."

Wir wollen jetzt Gott um seinen Segen bitten – für uns und für alle Menschen, denen wir im Jahr 2013 begegnen werden. Dazu stehen wir auf.

Der Herr segne euch.
Er lasse sein Angesicht über euch leuchten
und schenke euch seinen Frieden.
Der Herr schenke euch den Mut,
miteinander die Glut unter der Asche zu entdecken.
Der Herr entzünde in euch das Feuer seiner Liebe.
So segne euch der barmherzige und gütige Gott:
Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Wir alle tragen in unseren Herzen Glut. Wir alle sind berufen, in diesem neuen Jahr das Feuer weiterzutragen. Dafür dürfen wir dankbar sein.

Miteinander wollen wir einstimmen in das grosse Lob- und Dankgebet "Grosser Gott, wir loben dich."