Rückblick Kar- und Ostertage 2017 im Kloster Einsiedeln

Auch wenn die Osterzeit bis Pfingsten dauert: Mit dem Österlichen Triduum liegen die intensivsten und feierlichsten Tage im Kirchenjahr bereits hinter uns. Doch bei den zahlreichen Pilgern und Gottesdienstbesuchern werden die eindrucksvollen Gottesdienste der Kar- und Ostertage im Kloster Einsiedeln bestimmt noch lange nachwirken.

Die Einsiedler Klostergemeinschaft konnte sich an den Heiligen Drei Tagen über eine grosse Zahl von Mitfeiernden freuen. Zudem gab es zwei Premieren, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Feier von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu auch dieses Jahr wieder das Herz der Gläubigen berühren konnte.

Prominente Füsse am Hohen Donnerstag

Für die Abendmahlsfeier mit Fusswaschung lud Abt Urban Federer OSB Politikerinnen und Politiker aus dem Bezirk Einsiedeln und dem Kanton Schwyz ein. Nachdem diese mit den Mönchen das Abendessen im klösterlichen Refektorium genossen haben, stand der eindrückliche Gottesdienst in der Klosterkirche auf dem Programm. In seiner Predigt kam Abt Urban auf christliche Werte in der Politik zu sprechen und legte den in der Politik engagierten Gästen den heiligen Bruder Klaus als Vorbild ans Herz, dessen 600. Geburtstag wir in diesem Jahr feiern.

Erstmals Kreuzweg im Freien

Vor der feierlichen Karfreitagsliturgie wurde erstmals ein gemeinsamer Kreuzweg im Freien angeboten. Um 14 Uhr machten sich rund 100 Personen auf den Weg, um den beeindruckenden Einsiedler Kreuzweg zu gehen. Mit meditativen Texten aus der Feder von Papst emeritus Benedikt XVI. gingen Sie Station für Station dem Leidensweg Jesu entlang.

Die Nacht der Nächte

Die Osternachtsfeier begann um 20.30 Uhr mit der Segnung des Osterfeuers, welches vor dem Hauptportal der Klosterkirche dem Regen trotzte. Die beeindruckende Feier zeichnete in den Lesungen Gottes Weg mit dem Volk Israel nach und fand ihren Höhepunkt in der Verkündung des Osterevangeliums: Jesus ist auferstanden – er ist wahrhaft auferstanden!

Festliche Töne am Ostersonntag

Eine weitere Premiere des Österlichen Triduums war die Musik im festlichen Pontifikalamt am Ostersonntag. Pater Lukas Helg OSB führte zusammen mit dem Stiftschor und dem Orchesterverein Einsiedeln zum ersten Mal die «Messe in G» und das festliche Halleluja des britischen Komponisten Christopher Tambling (1964-2015) auf. Dabei wurde die ganze Gottesdienstgemeinde mit einem Refrain einbezogen, was wesentlich zur festlich-frohen Stimmung im Gottesdienst beitrug. Zelebrant war Bischof Amédée Grab OSB, der vor wenigen Tagen sein dreissigjähriges Weihejubiläum zum Bischof feiern konnte.

Die Mönche des Klosters Einsiedeln freuen sich, wenn auch nächstes Jahr viele Menschen den Weg in die Klosterkirche finden, um die Kar- und Ostertage mit ihnen zu begehen. Infos zu den Feierlichkeiten im Jahr 2018 sind schon jetzt abrufbar auf www.kloster-einsiedeln.ch/ostern www.kloster-einsiedeln.ch/ostern.

 


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