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Gotteswort

14. Februar 2018


Aschermittwoch

Aschermittwoch: Zu Beginn der Feier wird Asche gesegnet. Sie wird dann den Gläubigen auf das Haupt gelegt mit den Worten: „Gedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“
Oder: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium.“

„Die vierzigtägige Fastenzeit hat die doppelte Aufgabe, vor allem einerseits durch Tauferinnerung oder Taufvorbereitung, anderseits durch Busse die Gläubigen, die in dieser Zeit mit grösserem Eifer das Wort Gottes hören und dem Gebet obliegen sollen, auf die Feier des Pascha–Myteriums vorzubereiten. Die Busse der vierzigtätigen Fastenzeit sei nicht nur eine innere und individuelle Übung, sondern auch eine äussere und soziale. (2. Vatikan. Konzil, Liturgiekonstitution 109–110)

Kyrie

Christus, du bereitest uns für die Versöhnung mit Gott. Herr, erbarme dich.
Du eröffnest uns den Weg zum Vater. Christus, erbarme dich.
Du mahnst uns zu lauterem Beten und Handeln. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Getreuer Gott, im Vertrauen auf dich beginnen wir die vierzig Tage der Umkehr und Busse. Gib uns die Kraft zu christlicher Zucht, damit wir dem Bösen absagen und mit Entschiedenheit das Gute tun. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Joël 2,12–18

Aufruf zur Busse – Erhörung

Auch jetzt noch – Spruch des Herrn: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen. Zerreisst eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte und es reut ihn, dass er das Unheil verhängt hat. Vielleicht kehrt er um und es reut ihn und er lässt Segen zurück, sodass ihr Speise– und Trankopfer darbringen könnt für den Herrn, euren Gott.

Auf dem Zion stosst in das Horn, ordnet ein heiliges Fasten an, ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde! Versammelt die Alten, holt die Kinder zusammen, auch die Säuglinge! Der Bräutigam verlasse seine Kammer und die Braut ihr Gemach.

Zwischen Vorhalle und Altar sollen die Priester klagen, die Diener des Herrn sollen sprechen: Hab Mitleid, Herr, mit deinem Volk und überlass dein Erbe nicht der Schande, damit die Völker nicht über uns spotten. Warum soll man bei den Völkern sagen: Wo ist denn ihr Gott?

Da erwachte im Herrn die Leidenschaft für sein Land und er hatte Erbarmen mit seinem Volk.

Ein wahres und gemeinsames Fasten

In Israel kam es zu einer Hungersnot. Es fehlten auch Opfergaben für den Tempel. Der Prophet lässt zu einem wahren und gemeinsamen Fasten des ganzen Volkes aufrufen. Wahr ist nur ein Fasten, das zu einer Umkehr der Herzen führt. Gott, der barmherzig ist, wird sich dann, dem Volk zuwenden, auch um der Ehre seines Namens willen. So führt das Fasten zum Leben. (Frisque)

Antwortspalm

Psalm 51,3–6b.12–14.17


R: Erbarme dich unser, o Herr, denn wir haben gesündigt.


Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab
und mach mich rein von meiner Sünde!

Denn ich erkenne meine bösen Taten,
meine Sünde steht mir immer vor Augen.
Gegen dich allein habe ich gesündigt,
ich habe getan, was dir missfällt.

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Mach mich wieder froh mit deinem Heil
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Herr, öffne mir die Lippen
und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.

2. Lesung

2 Kor 5,20–6,2

Der Dienst der Versöhnung

Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen! Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.

Als Mitarbeiter Gottes ermahnen wir euch, dass ihr seine Gnade nicht vergebens empfangt. Denn es heisst: Zur Zeit der Gnade erhöre ich dich, am Tag der Rettung helfe ich dir. Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt ist er da, der Tag der Rettung.

Heilszeit und Aposteldienst

Paulus kündet eine Zeit des Heils an. Nach dem Vorbild der Propheten verbindet er damit die Erklärung seines Dienstes. Er steht der Gemeinde von Korinth als Apostel gegenüber und spricht sie mit Autorität an. Er will ihr nicht Schwierigkeiten machen, sondern sie zum Frieden mit Gott führen. Dabei muss nicht ein zorniger Gott versöhnt werden, sondern Gott versöhnt uns durch Christus mit sich.

Ruf vor dem Evangelium

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! Wenn ihr heute seine Stimme hört, verhärtet nicht euer Herz! Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

Evangelium

Mt 6,1–6.16–18

Von Almosen, Gebet und Fasten

Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.

Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Strassenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schliess die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Die Ausrichtung auf Gott

Ob es um Almosen oder Fasten geht, wir dürfen nicht bloss auf diese äusseren Zeichen achten. Wir dürfen nicht mit uns selber und unseren Leistungen beschäftigt sein, noch vor andern glänzen wollen. Der Blick ist auf Gott auszurichten. Ein echtes, lauteres Gebet lenkt den Blick auf Gott. Dieser Abschnitt des Evangeliums hebt also die drei Schwerpunkte der Fastenzeit hervor: Almosen, Fasten und Beten.

Fürbitten

Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes:

  • Erneuere die ganze Kirche durch die Übung der 40tägigen Fastenzeit.
  • Vergib deinen Gläubigen allen Mangel an Glauben und Liebe.
  • Hilf den jungen Völkern durch die Solidarität der wohlhabenden Nationen.
  • Schenke uns selber ein demütiges und lauteres Herz.

Heiliger Gott, bewahre uns davor, in der Sorge um die vergänglichen Dinge aufzugehen; und hilf uns so in dein Heilswerk einzutreten, dass wir zum ewigen Leben gelangen. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, stärke uns durch dieses heilige Mahl, damit wir fasten können, wie es dir gefällt, und durch die Feier dieser Tage Heilung finden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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