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Gotteswort

16. Juni 2019


Dreifaltigkeitssonntag

Hans U. v. Balthasar hat einmal gesagt, das grösste Defizit der Kirche sei heute ein schleichender Verlust des Glaubens an das Geheimnis des dreifaltigen Gottes. Was ist die Ursache? Begnügen wir uns mit menschlichen Vorstellungen, mit philosophischen oder ideologischen Gedankengängen, statt uns vom wunderbaren Erlösungswerk Gottes zu einem persönlichen Gottesglauben bewegen zu lassen?

Kyrie

Christus, du hast uns Gott als Vater offenbart. Herr, erbarme dich.
Du bist Gottes eingeborener Sohn. Christus, erbarme dich.
Vom Vater her sendest du den Heiligen Geist. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, himmlischer Vater, du hast dein Wort und deinen Geist in die Welt gesandt, um das Geheimnis des göttlichen Lebens zu offenbaren. Gib, dass wir im wahren Glauben die Grösse der göttlichen Dreifaltigkeit bekennen und die Einheit der drei Personen in ihrem machtvollen Wirken verehren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Spr 8,22–31

Die Weisheit Gottes

Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, vor seinen Werken in der Urzeit; in frühester Zeit wurde ich gebildet, am Anfang, beim Ursprung der Erde. Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren, als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln wurde ich geboren. Noch hatte er die Erde nicht gemacht und die Fluren und alle Schollen des Festlands. Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abmass über den Wassern, als er droben die Wolken befestigte und Quellen strömen liess aus dem Urmeer, als er dem Meer seine Satzung gab und die Wasser nicht seinen Befehl übertreten durften, als er die Fundamente der Erde abmass, da war ich als geliebtes Kind bei ihm.

Ich war seine Freude Tag für Tag und spielte vor ihm allezeit. Ich spielte auf seinem Erdenrund und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein.

Der lebendige Gott

Das Alte Testament kennt die Offenbarung des dreipersönlichen Gottes noch nicht, aber es spricht vom „lebendigen“ Gott. Der heutige Text spricht von der „Weisheit“, die Gott wie eine Vertraute zur Seite steht. Die Weisheit Gottes ist aber auch in der Schöpfung am Werk und zwar „spielerisch“. So ist die Schöpfung nicht Chaos. Kraft dieser Weisheit kann auf Erden das grosse Welttheater gespielt werden, mit den Menschen als Akteuren. – Solche Formulierungen über die „Weisheit“ (oder „Wort“ und „Geist“) Gottes, werden einst, wenn der Gottmensch gekommen ist, die Formulierung des trinitarischen Glaubens erleichtern. (vgl. Schott)

Antwortspalm

Psalm 8, 4–9


R: Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!


Seh ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt
über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füssen gelegt:

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

2. Lesung

Röm 5,1–5

Die Hoffnung der Glaubenden

Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.

Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Zugang zum dreipersönlichen Gott

Paulus leitet das Geheimnis der Dreifaltigkeit nicht aus einer Theorie ab, sondern aus dem Heilswerk Gottes. Von Gott als einem Vater ist das Heilswerk ausgegangen. In Christus zeigt er uns sein Gesicht und durch Christus hat er uns „gerecht“ gemacht, das heisst, er hat uns verlorenen Adamskindern den Zugang zum Frieden mit und in Gott eröffnet. Er sendet uns den Heiligen Geist. Nur ihn ihm ist uns der Zugang zu Gott eröffnet. Gott steht uns in aller Bedrängnis bei durch den Heiligen Geist, in dem wir die Liebe Gottes erfahren.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Ehre sei dem einen Gott, der war und der ist und der kommen wird. Halleluja.

Evangelium

Joh 16,12–15

Der Geist als innerer Lehrer

Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.

Noch nicht und schon

Der Evangelist Johannes ist fest überzeugt, dass die Jünger das Geheimnis Jesu Christi erst nach seinem Abschied aus dieser Welt voll verstehen können. In Jesus begegnen sie aber bereits im Abendmahlssaal Gott in der Person des Sohnes. Sie verstehen, dass er vom Vater kommt. So eröffnet sich ihnen auch das Verständnis für das Wirken des Heiligen Geistes, der die Jünger „in die volle Wahrheit einführt.“

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast uns die Liebe des Vaters offenbart. Wir bitten dich:

  • Für alle Getauften: Lass sie im Heiligen Geist erfahren, wie gross die Liebe Gottes ist.
  • Für alle, die sich bedrückt fühlen: Stärke sie mit der Kraft des Heiligen Geistes.
  • Für die Armen und die Geringsten: Hilf ihnen durch die Liebe guter Mitmenschen.
  • Für die Völker der Erde: Segne das Friedenswerk der Vereinten Nationen.
  • Für alle Menschen, die uns nahe stehen: Schenke ihnen die Gabe der Freude.
  • Für uns selber: Erneuere unsern Taufglauben an den dreifaltigen Gott.

Gott, unser Vater, der Geist deines Sohnes betet in uns. So erhöre uns, wenn wir im Namen deines Sohnes beten, der mit die lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr, unser Gott wir haben den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen. Erhalte uns durch dieses Sakrament im wahren Glauben und im Bekenntnis des einen Gottes in drei Personen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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