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Gotteswort

21. Juni 2019


Freitag der 11. Woche im Jahreskreis

Das Evangelium mahnt zur Klarsicht, zur Wahrnehmung echter und bleibender Wert. In der ersten Lesung sucht Paulus die Augen der Korinther zu öffnen, um sie einsichtig zu machen.

Hl. Aloisius Gonzaga (G)

Ordensmann

Aloisius Gonzaga erhielt die Erziehung eines Fürstensohnes, entschloss sich aber, jung und gegen den Willen des Vaters, auf Stellung und Erbe zu verzichten und Jesuit zu werden. Er zeichnete sich durch Frömmigkeit und Askese aus. Erst 23 Jahre alt starb er 1591, weil er sich bei der Pflege von Pestkranken mit der Seuche angesteckt hatte.

Kyrie

Christus, du bist das Licht des Lebens. Herr, erbarme dich.
Du stärkst schwache Menschen für deinen Dienst. Christus, erbarme dich.
Du zeigst uns einen unvergänglichen Reichtum. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du Spender aller Gnaden, mit deiner Hilfe hat der heilige Aloisius ein Leben der Unschuld und der Busse geführt. Höre auf seine Fürsprache und gib uns, auch wenn wir ihm in die Heiligkeit nicht gefolgt sind, durch Busse und Umkehr die Reinheit des Herzens. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Kor 11,18.21b–30

Die Leiden und Mühen des Apostels

Da viele Menschen im Sinn dieser Welt prahlen, will auch ich einmal prahlen.
Womit aber jemand prahlt – ich rede jetzt als Narr –, damit kann auch ich prahlen.

Sie sind Hebräer – ich auch. Sie sind Israeliten – ich auch. Sie sind Nachkommen Abrahams – ich auch. Sie sind Diener Christi – jetzt rede ich ganz unvernünftig –, ich noch mehr:

Ich ertrug mehr Mühsal, war häufiger im Gefängnis, wurde mehr geschlagen, war oft in Todesgefahr. Fünfmal erhielt ich von Juden die neununddreissig Hiebe; dreimal wurde ich ausgepeitscht, einmal gesteinigt, dreimal erlitt ich Schiffbruch, eine Nacht und einen Tag trieb ich auf hoher See.

Ich war oft auf Reisen, gefährdet durch Flüsse, gefährdet durch Räuber, gefährdet durch das eigene Volk, gefährdet durch Heiden, gefährdet in der Stadt, gefährdet in der Wüste, gefährdet auf dem Meer, gefährdet durch falsche Brüder. Ich erduldete Mühsal und Plage, durchwachte viele Nächte, ertrug Hunger und Durst, häufiges Fasten, Kälte und Blösse.

Um von allem andern zu schweigen, weise ich noch auf den täglichen Andrang zu mir und die Sorge für alle Gemeinden hin. Wer leidet unter seiner Schwachheit, ohne dass ich mit ihm leide? Wer kommt zu Fall, ohne dass ich von Sorge verzehrt werde?

Wenn schon geprahlt sein muss, will ich mit meiner Schwachheit prahlen.

Eine Narrenrede

Wichtigtuerei und Selbstruhm sind Paulus zuwider. Im Unterschied zu seinen sonstigen Briefen lässt sich aber Paulus hier, wie er schreibt „aus Schwäche“, eine solche „Narretei“ zuschulden kommen lassen. Die Korinther, bei denen Paulus verleumdet worden war, sollen hören: 1. dass Paulus mehr Jude ist (sogar „Hebräer“, das heisst Palästinenser) als die Judenchristen in Korinth; 2. was Paulus auf sich genommen hatte: Entbehrungen, Misshandlungen, Mordanschläge, Naturkatastrophen, Gefängnis und ein Übermass an Arbeit. Dass seine Verkündigung trotzdem Erfolg hatte, führt Paulus darauf zurück, dass ein Stärkerer, nämlich Christus, auf seiner Seite steht. (Schweiz.Bibelges.)

Antwortspalm

Psalm 34,2–7


R: Der Herr erhört die Gerechten, er entreisst sie all ihren Ängsten.


Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.

Verherrlicht mit mir den Herrn,
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
Ich suchte den Herrn und er hat mich erhört,
er hat mich all meinen Ängsten entrissen.

Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten
und ihr braucht nicht zu erröten.
Da ist ein Armer; er rief und der Herr erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Halleluja.

Evangelium

Mt 6,19–23

Von der falschen und der richtigen Sicht

In jener Zeit sprach Jesus uzu seinen Jüngern: Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein. Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie gross muss dann die Finsternis sein!

In Verbundenheit mit Gott

Die Werte der neuen „Gerechtigkeit“ findet der Jünger Jesu „im Himmel“, das heisst in der Gemeinschaft mit Gott, die allein die Sehnsucht des Menschen erfüllen kann. – Ein Auge, das gesund ist (haplous, ungetrübt, nicht nach verschiedenen Richtungen schielend), vermag im Licht Gottes den rechten Weg zu gehen, ohne Schaden zu nehmen.

Fürbitten

Christus, du bist das Licht, das jeden Menschen erleuchtet. Wir bitten dich:

  • Für das christliche Volk: Zeige ihm, wie mit irdischen Gütern umzugehen ist.
  • Für die Behörden: Öffne ihre Augen für versteckte Not oder verdeckte Ungerechtigkeit.
  • Für die jungen Menschen: Mache sie klarsichtig und kritisch gegen falsche Propheten.
  • Für uns selber: Mache uns einsichtig für den Wert des beschaulichen Lebens.

Christus, Sonne der Gerechtigkeit, führe uns durch das Dunkel der Zeit bis zum Ziel unseres Weges, zum ewigen Licht, in dem du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, das heilige Mahl ist ein sichtbares Zeichen, dass deine Gläubigen in dir eins sind. Lass diese Feier wirksam werden für die Einheit der Kirche. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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