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Gotteswort

22. Mai 2019


Mittwoch der 5. Osterwoche

Das mehrmals verwüstete Montecassino hat als Wahlspruch: „Succisa virescit“, d. h. “abgeschnitten, treibt es wieder aus“. Eine solche Verheissung steht bei Jesaia über den Wurzelstock aus Isais Geschlecht. Christus stellt sich heute im Evangelium vor als Rebstock. Auch wenn er ausgeschnitten wird, treibt er wieder, ja trägt noch mehr Frucht. – Kann dies nicht auch eine Hoffnung sein für das christliche und kirchliche Leben? In der Verbindung mit Christus und seiner Lebenskraft dürfen wir immer wieder Frucht tragen. Es gilt, die Augen offen zu halten und im Heiligen Geist Wesentliches und Hemmendes zu unterscheiden. Entsprechende Probleme hatten sich in der Urkirche gestellt.

Hl. Rita von Cascia (g)

Ordensfrau

Rita von Cascia wurde jung zur Ehe mit einem rohen Mann gezwungen, den sie mit Geduld ertrug. Der Mann wurde ermordet, und ihre beiden Söhne starben. Nun trat Rita 33jährig in das Kloster der Augustinerinnen ein. Sie lebte streng asketisch, pflegte besonders die Liebe zum leidenden Erlöser und empfing mystische Gaben.

Kyrie

Christus, du bist der Weinstock und spendest Lebenskraft. Herr, erbarme dich.
Du machst unser Leben für andere fruchtbar. Christus, erbarme dich.
Du bleibst in uns und wir bleiben in dir. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Treuer Gott du liebst die Unschuld und führst den Sünder zu dir zurück. Darum hast du uns aus der Finsternis des Unglaubens befreit in die Gemeinschaft mit dir aufgenommen. Gib, dass wir dich mit ganzem Herzen suchen und das Licht deiner Wahrheit nie verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 15,1–6

Eine Streitfrage – Die Einberufung der Versammlung

Es kamen einige Leute von Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Mose beschneiden lasst, könnt ihr nicht gerettet werden. Nach grosser Aufregung und heftigen Auseinandersetzungen zwischen ihnen und Paulus und Barnabas beschloss man, Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen sollten wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und den Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen.

Sie wurden von der Gemeinde feierlich verabschiedet und zogen durch Phönizien und Samarien; dabei berichteten sie den Brüdern von der Bekehrung der Heiden und bereiteten damit allen grosse Freude. Bei ihrer Ankunft in Jerusalem wurden sie von der Gemeinde und von den Aposteln und den Ältesten empfangen. Sie erzählten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan hatte.

Da erhoben sich einige aus dem Kreis der Pharisäer, die gläubig geworden waren, und sagten: Man muss sie beschneiden und von ihnen fordern, am Gesetz des Mose fest zu halten. Die Apostel und die Ältesten traten zusammen, um die Frage zu prüfen.

Beschneidung – Gnade Christi

Für die Juden gehörte die Beschneidung notwendig zum Bund mit Gott. Für nichtjüdische Christen in Antiochia war die Verbundenheit mit dem auferstandenen Christus unvergleichlich wichtiger als der „Brauch des Mose“. Paulus, Barnabas und weitere Abgesandte legen die für die Zukunft der Kirche hochwichtige Frage einer Versammlung der Apostel und der Ältesten („Apostelkonzil“) in Jerusalem vor. Der Vorgang zeigt, wie die Fragen zu klären sind, was in allen Kulturen und Völkern der Erde („katholisch“) unabdingbar zum Glauben und zur Ordnung der Christenheit gehört. Die Gemeinde der „Christen“ von Antiochia anerkennt die Autorität ihrer Muttergemeinde in Jerusalem. So wahrt sie die Kontinuität zu den Anfängen, zu den Aposteln und zu Christus.

Antwortspalm

Psalm 122, 1–5


R: Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.


Ich freute mich, als man mir sagte:
«Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.»
Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:
Jerusalem, du starke Stadt,
dicht gebaut und fest gefügt.

Dorthin ziehen die Stämme hinauf,
die Stämme des Herrn,
wie es Israel geboten ist,
den Namen des Herrn zu preisen.
Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht,
die Throne des Hauses David.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wer in mir bleibt, der bringt reiche Frucht. Halleluja.

Evangelium

Joh 15,1–8

Die Bildrede vom Fruchtbringen

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.

Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen.

Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Der wahre Weinstock

Jesus leitet das Bildwort vom Rebstock und den Zweigen mit der feierliche „Ich bin“–Formel ein. Das Bild stammt aus der Bibel. Israel galt als Weinberg Gottes. Propheten warfen ihm vor, keine guten Früchte zu tragen. Das Bildwort Jesu zeigt nun, was lebensnotwendig ist: die Mittlerschaft Christi; die Einheit zwischen ihm und den Gliedern; die Bestimmung zur Fruchtbarkeit aus Kräften, die von innen kommen; die Verherrlichung Gottes als Ziel.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du bist der wahre Weinstock:

  • Erhalte die Glaubenden in der Lebensgemeinschaft mit dir.
  • Mehre die gegenseitige Achtung zwischen Völkern verschiedener Kulturen.
  • Belebe den Glauben, wo er unter Christen kraftlos wurde.
  • Gib, dass wir in dir bleiben und reiche Frucht bringen.

Gott, unser Vater, durch deinen Sohn versammelst du dein Volk in der Einheit des Geistes. Verankere unsere Herzen in der Liebe und dem Leben, das uns Jesus gebracht hat So bitten wir, im Heiligen Geist, durch ihn, Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, durch das Werk der Erlösung hast du unsere Schuld getilgt, und uns deine Gnade geschenkt. Die Feier der Geheimnisse Christi stärke uns in diesem Leben und schenke uns die ewige Freude. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

 
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