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Gotteswort

23. Mai 2019


Donnerstag der 5. Osterwoche

Vieles ändert sich heute, auch in der Kirche. Was bleibt? Oft bespricht man Änderungen, die das letzte Konzil beschlossen hat. Die Erneuerungsabsicht und die Dokumente des Konzils sind aber insgesamt wenig bekannt. Heute spricht die Apostelgeschichte von Debatten anlässlich des sogenannten Apostelkonzils. Was vom Apostelkonzil und vom letzten Konzil bleibt, sind letztlich Glauben, Hoffnung und Liebe, die von den Konzilien zeitbezogen bezeugt wurden. Das Evangelium spricht vom Bleiben in Liebe und Freude des Glaubens.

Kyrie

Christus, du offenbarst die Liebe des Vaters. Herr, erbarme dich.
Du gibst Beispiel und Gebot der Liebe. Christus, erbarme dich.
Du willst unsere Freude vollkommen machen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Heiliger Gott, deine Gnade macht die Sünder gerecht und führt sie aus dem Elend ins Glück. Erhalte das Werk deines Erbarmens, damit alle, die durch den Glauben gerechtfertigt sind, im Guten ausharren bis ans Ende. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 15,7–21

Die Beratungen des Apostelkonzils

Als ein heftiger Streit entstand, erhob sich Petrus und sagte zu den Apostelns und den Ältesten:

Brüder, wie ihr wisst, hat Gott schon längst hier bei euch die Entscheidung getroffen, dass die Heiden durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben gelangen sollen. Und Gott, der die Herzen kennt, bestätigte dies, indem er ihnen ebenso wie uns den Heiligen Geist gab. Er machte keinerlei Unterschied zwischen uns und ihnen; denn er hat ihre Herzen durch den Glauben gereinigt. Warum stellt ihr also jetzt Gott auf die Probe und legt den Jüngern ein Joch auf den Nacken, das weder unsere Väter noch wir tragen konnten? Wir glauben im Gegenteil, durch die Gnade Jesu, des Herrn, gerettet zu werden, auf die gleiche Weise wie jene.

Da schwieg die ganze Versammlung. Und sie hörten Barnabas und Paulus zu, wie sie erzählten, welch grosse Zeichen und Wunder Gott durch sie unter den Heiden getan hatte.

Als sie geendet hatten, nahm Jakobus das Wort und sagte: Brüder, hört mich an! Simon hat berichtet, dass Gott selbst zuerst eingegriffen hat, um aus den Heiden ein Volk für seinen Namen zu gewinnen. Damit stimmen die Worte der Propheten überein, die geschrieben haben:

Danach werde ich mich umwenden und die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten; ich werde sie aus ihren Trümmern wieder aufrichten und werde sie wiederherstellen, damit die übrigen Menschen den Herrn suchen, auch alle Völker, über denen mein Name ausgerufen ist – spricht der Herr, der das ausführt, was ihm seit Ewigkeit bekannt ist.

Darum halte ich es für richtig, den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten aufzubürden; man weise sie nur an, Verunreinigung durch Götzen(opferfleisch) und Unzucht zu meiden und weder Ersticktes noch Blut zu essen. Denn Mose hat seit ältesten Zeiten in jeder Stadt seine Verkündiger, da er in den Synagogen an jedem Sabbat verlesen wird.

Reden des Petrus und des Jakobus

Die Judenchristen bestehen auf dem Einhalten der Bräuche des Mose, speziell auf der Beschneidung. Die Missionare Paulus und Barnabas aber hatten viele Heiden für Christus gewonnen. Sie wollen nicht, dass den Heiden das mosaische Gesetz auferlegt wird. Die Lösung kommt nicht aus Ideen und Debatten. Petrus dekretiert nichts, sondern weist auf das Wirken Gottes und die Geisterfahrung hin. (Lukas zeigt damit auf, dass Paulus auf der gleichen Linie liegt wie der Erstapostel Petrus.) Jakobus, der das Vertrauen der „Konservativen“ geniesst, wird nicht überfahren. (Seine Rede wurde von Lukas redaktionell überarbeitet, denn das Amos–Zitat wurde von Jakobus kaum in der griechischen Version vorgetragen, sondern im etwas verschiedenen hebräischen Wortlaut.) Auch Jakobus stellt fest, was entscheidend ist: Die Gnade Gottes gilt auch den Heiden; es entsteht ein neues Gottesvolk. Jakobus verlangt nur die Einhaltung gewisser Regeln von Moral und (gesellschaftlichem) Anstand (Tischgemeinschaft!). (Schott; Frisque)

Antwortspalm

Psalm 96,1–3.10


R: Kündet den Völkern die Herrlichkeit des Herrn!


Singt dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen,
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!

Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern!
Verkündet bei den Völkern: Der Herr ist König.
Den Erdkreis hat er gegründet,
sodass er nicht wankt.
Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Halleluja.

Evangelium

Joh 15,9–11

Aus der Liebe Gottes heraus Frucht tragen

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.

Vom Bleiben in der Liebe

Dieser Abschnitt folgt auf das Bildwort vom Weinstock und den Zweigen. Gott ist die Liebe. Christus kommt aus dieser Liebe und nimmt die Glaubenden in diese Liebe herein. Wir antworten auf die Liebe Gottes nur dann richtig, wenn wir selber Gott und die Menschen lieben. Wer in dieser Liebe „bleibt“, lebt in der Freude Christi.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du schenkst uns deine Freude: Wir bitten dich:

  • Für den Papst und die Bischöfe: Erleuchte sie bei ihren Beratungen.
  • Für die Völker der Erde: Ermutige sie trotz aller Unterschiede zu gegenseitiger Achtung.
  • Für alle Getauften: Gewähre ihnen Freude und Frieden als Frucht des Geistes.
  • Für uns selber und für alle, die uns nahe stehen: Bewahre uns in deiner Liebe.

Gott, unser Vater, du rufst uns aus der Dunkelheit in dein Licht und deine Freude. Gib, dass wir in der Liebe bleiben, die du uns schenkst. Durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, höre unser Gebet. Du hast uns im Sakrament das Brot des Himmels gegeben, damit wir an Leib und Seele gesunden. Gib, dass wir die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen und als neue Menschen leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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