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Gotteswort

24. Mai 2019


Freitag der 5. Osterwoche

Hans Urs von Balthasar, einer der bedeutensten Theologen (er starb 1988, zwei Tage nach seiner Ernennung zum Kardinal) pflegte zu sagen, der gegenwärtigen Kirche mangle es vor allem am trinitarischen Glauben. – Nach dem Evangelium soll unser Leben in der Liebe Christi bleibend fruchtbar werden. Nach der Apostelgeschichte bestimmt der von Christus gesandte Heilige Geist das Verhalten der Kirche.

Kyrie

Christus, du offenbarst die Liebe des Vaters. Herr, erbarme dich.
Du gibst Beispiel und Gebot der Liebe. Christus, erbarme dich.
Du willst unsere Freude vollkommen machen. Herr, erbarme dich.
 

Tagesgebet

Wir bitten dich, allmächtiger Gott präge und forme unser Leben durch die österlichen Geheimnisse, die wir in diesen Tagen feiern. Heile und schütze uns durch die Macht unseres auferstandenen Herrn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 15,22–31

Beschlüsse der Versammlung und Mitteilung nach Antiochien

Da beschlossen die Apostel und die Ältesten zusammen mit der ganzen Gemeinde, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie zusammen mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas, genannt Barsabbas, und Silas, führende Männer unter den Brüdern. Sie gaben ihnen folgendes Schreiben mit:

Die Apostel und die Ältesten, eure Brüder, grüssen die Brüder aus dem Heidentum in Antiochia, in Syrien und Zilizien.

Wir haben gehört, dass einige von uns, denen wir keinen Auftrag erteilt haben, euch mit ihren Reden beunruhigt und eure Gemüter erregt haben. Deshalb haben wir uns geeinigt und beschlossen, Männer auszuwählen und zusammen mit unseren lieben Brüdern Barnabas und Paulus zu euch zu schicken, die beide für den Namen Jesu Christi, unseres Herrn, ihr Leben eingesetzt haben. Wir haben Judas und Silas abgesandt, die euch das Gleiche auch mündlich mitteilen sollen.

Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen, euch keine weitere Last aufzuerlegen als diese notwendigen Dinge: Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktes und Unzucht zu meiden. Wenn ihr euch davor hütet, handelt ihr richtig. Lebt wohl!

Man verabschiedete die Abgesandten und sie zogen hinab nach Antiochia, riefen die Gemeinde zusammen und übergaben ihr den Brief. Die Brüder lasen ihn und freuten sich über die Ermunterung.

Das Aposteldekret

Was die Versammlung der Gemeinde beschlossen hatte, wird nun in einem Schreiben festgehalten. Die ganze Gemeinde ist beteiligt, doch wird der Brief im Namen der verantwortlichen Leiter und unter Berufung auf den Heiligen Geist abgefasst. Der Brief ist an die (Heiden-)Christen in Antiochia, Syrien und Zilizien gerichtet, also nicht an das gesamte Missionsgebiet des Paulus. Man darf vermuten, dass es nicht um Grundsatzfragen ging, sondern um die Regelung praktischer Probleme im sozialen Zusammenleben. Im Unterschied zu Postulaten gewisser Scharfmacher werden die „Fremden“ nicht überfordert, doch soziale Rücksichten werden (als Kompromiss) erwartet. Nichtjuden sollen wenigstens elementare Reinheitsvorschriften der Juden einhalten. – Wir finden in diesem Bericht einige Elemente einer Theologie der Kirche, ihres Selbstverständnisses, ihrer Strukturen und ihrer Sendung.

Antwortspalm

Psalm 57,8–11


R: Vor den Völkern will ich dich preisen, o Herr.


Mein Herz ist bereit, o Gott,
mein Herz ist bereit,
ich will dir singen und spielen.
Wach auf, meine Seele!
Wacht auf, Harfe und Saitenspiel!
Ich will das Morgenrot wecken.

Ich will dich vor den Völkern preisen, Herr,
dir vor den Nationen lobsingen.
Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich habe euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich gehört habe von meinem Vater. Halleluja.

Evangelium

Joh 15,12–17

Aus Jesu Bildrede vom Fruchtbringen

Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine grössere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiss nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

Vom Bleiben in der Liebe

Dieser Abschnitt folgt auf das Bildwort vom Weinstock und den Zweigen. Gott ist die Liebe (vgl. Kap. 14). Christus kommt aus dieser Liebe und nimmt die Glaubenden in seine Liebe herein. Sie verbindet die Glaubenden freundschaftlich mit Jesus und untereinander. Wir antworten auf die Liebe Gottes nur dann richtig, wenn wir selber Gott und die Menschen lieben (die „Gebote“ halten). Wer im Kraftfeld dieser Liebe lebt, wird „bleibende Frucht“ bringen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast uns die Liebe des Vaters gebracht. Wir bitten dich:

  • Für Papst und Bischöfe: Erleuchte sie bei Beratungen und Beschlüssen.
  • Für alle Getauften: Erfülle sie mit dem Geist deiner Liebe.
  • Für die Völker in Krisengebieten der Erde: Wecke in ihnen die Sehnsucht nach Frieden.
  • Für uns selber und für alle, die uns nahe stehen: Bewahre uns in deiner Liebe.

Barmherziger Gott, dein Sohn schenkt uns seine Freundschaft und hat sein Leben für uns hingegeben. Hilf uns und der ganzen Kirche in seiner Liebe zu bleiben. Darum bitten wir, im Heiligen Geist durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, höre unser Gebet. Du hast uns im Sakrament das Brot des Himmels gegeben, damit wir an Leib und Seele gesunden. Gib, dass wir die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen und als neue Menschen leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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