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Gotteswort

27. April 2018


Freitag der 4. Osterwoche

Darf man andern die Wahrheit ins Gesicht sagen? Etwa bei einer ernsten Krankheit? Oder wenn jemand Kritik nicht erträgt? Das Evangelium und St. Benedikt sagen: „Zuerst unter vier Augen!“ Es gilt also, die rechte Form zu finden. Doch heute wird Paulus offen sprechen, ebenso Jesus. Die Jünger haben Angst um Jesus und um sich selber: „Wo führen die Reden Jesu hin? Wo wird unser Platz sein, wenn es mit ihm nicht gut ausgeht.“ Jesus redet offen, denn er glaubt und vertraut dem Vater. Bei ihm bereitet er uns einen Platz. Darum: Seid ohne Angst!

Hl. Petrus Kanisius (g)

Ordenspriester, Kirchenlehrer

Petrus Kanisius wurde in Nimwegen geboren, trat zu Mainz dem neuen Orden der Jesuiten bei und wurde Priester. Er hat viel zum Wiederaufbau der katholischen Kirche in Deutschland beigetragen, die vom eigenen Niedergang und von der Reformation schwer getroffen war. Er wirkte als Prediger, Schriftsteller (Katechismus!) und Gründer von Kollegien. + 1597.

Kyrie

Christus, du bist der Weg. Herr, erbarme dich
Du bist die Wahrheit. Christus, erbarme dich.
Du bist das Leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, dir verdanken wir unsere Freiheit und unser Heil, denn du hast uns durch das kostbare Blut deines Sohnes erlöst. Lass uns aus deiner Kraft leben und unter deinem beständigen Schutz geborgen sein. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 13,26–33

Paulus predigt in der Synagoge

Als Paulus nach Antiochia in Pisidien gekommen war, sagte er in der Synagoge: Brüder, ihr Söhne aus Abrahams Geschlecht und ihr Gottesfürchtigen! Uns wurde das Wort dieses Heils gesandt.

Denn die Einwohner von Jerusalem und ihre Führer haben Jesus nicht erkannt, aber sie haben die Worte der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, erfüllt und haben ihn verurteilt. Obwohl sie nichts fanden, wofür er den Tod verdient hätte, forderten sie von Pilatus seine Hinrichtung. Als sie alles vollbracht hatten, was in der Schrift über ihn gesagt ist, nahmen sie ihn vom Kreuzesholz und legten ihn ins Grab.

Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt, und er ist viele Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm zusammen von Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren und die jetzt vor dem Volk seine Zeugen sind.

So verkünden wir euch das Evangelium: Gott hat die Verheissung, die an die Väter ergangen ist, an uns, ihren Kindern, erfüllt, indem er Jesus auferweckt hat, wie es schon im zweiten Psalm heisst: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.

Fortsetzung der Predigt in der Synagoge

Paulus spricht vor den Diasporajuden ausführlich über die Ereignisse in Jerusalem. Wie Petrus stellt er den Kontrast zwischen dem Unheilshandeln der Juden und dem Heilshandeln Gottes hervor. Er erklärt offen, dass der verheissene Messias gekreuzigt wurde. Er macht klar, dass die Schuld nicht bei den Juden überhaupt, sondern bei gewissen Kreisen in Jerusalem lag. Paulus, der anders als Petrus nicht selber Augenzeuge der Ereignisse war, geht in seiner Verkündigung der Auferstehung Jesu von den Verheissungen an die Väter aus, die sich in der Verherrlichung des Davidssohnes Jesu erfüllt haben.

Antwortspalm

Psalm 2,6–11


R: Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt.


«Ich selber habe meinen König eingesetzt
auf Zion, meinem heiligen Berg.»
Den Beschluss des Herrn will ich kundtun.
Er sprach zu mir: «Mein Sohn bist du.
Heute habe ich dich gezeugt.

Fordre von mir
und ich gebe dir die Völker zum Erbe,
die Enden der Erde zum Eigentum.
Du wirst sie zerschlagen mit eiserner Keule,
wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern.»

Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht,
lasst euch warnen, ihr Gebieter der Erde!
Dient dem Herrn in Furcht
und küsst ihm mit Beben die Füsse.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater ausser durch mich. Halleluja.

Evangelium

Joh 14,1–6

Keine Angst! Der Weg in das Vaterhaus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?

Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater ausser durch mich.

Haus und Weg

Der Text greift die biblischen Bilder vom „Haus“ und vom „Weg“ auf: 1. Für Juden war das „Haus Gottes“ der Tempel in Jerusalem. Jesus lehrt, dass er selber uns nach dem irdischen Leben in das Haus seines Vaters führen wird, wo wir für ewig geborgen sein werden. 2. Das Motiv „Weg“ erinnerte Juden an den Weg in das gelobte Land und an die Wallfahrten zum Tempel. Jesus betont jetzt, dass er allein der Weg ist. Er ist der Mittler zum Vater. Das ist im Leben der Kirche immer neu zu bedenken.

Fürbitten

Heiliger, starker, unsterblicher Gott:

  • Weise allen Suchenden in deinem Sohn den Weg zum Ziel ihrer Sehnsucht.
  • Nimm dich um alle an, die Angst haben vor der Zukunft.
  • Lass alle, die schuldig wurden, dein Erbarmen finden.
  • Befreie uns selber von Ängsten, die das Leben schwer machen.

Ewiger Vater, du schenkst uns in Christus den Weg, die Wahrheit und das Leben. Gib, dass wir uns vom Wort des Heils leiten lassen, das er verkündet hat. Darum bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, bewahre dem Volk der Erlösten deine Liebe und Treue. Das Leiden deines Sohnes hat uns gerettet, seine Auferstehung erhalte uns in der Freude. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

 
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