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Sonntagsgedanke – 11. Februar 2018

Zur Einsiedler Fastnacht gehören die Teufel. Mit riesigen Hörnern, einer langen roten Zunge und mit einer Gabel. Sie ziehen zwar eine Kette hinter sich her, aber diese Kette ist nirgends festgemacht. Mindestens für die Fastnacht sind die Teufel von der Kette gelassen. Das scheint auch in einem anderen Sinne der Fall zu sein, etwa wenn man hört, dass während eines Maskenballs ein Teilnehmer einen anderen eine Treppe hinunterstiess, so dass dieser schwere Kopfverletzungen erlitt. Unseren inneren Teufel von der Kette zu lassen ist gefährlich, während und ausserhalb der Fastnacht. Das kann zu schweren und manchmal bleibenden Schäden führen, für uns selber und für andere.

Freilich ist nicht jeder ein Teufel, der als Teufel erscheint. Als (vor vielen Jahren) einmal ein Mitbruder, der an der Pfarrei Einsiedeln Religionsunterricht erteilte, durch das Fastnachtsgewühl ging, kam plötzlich einer der Kinderteufel auf ihn zu und gab ihm artig die Hand. Überrascht meinte der Mitbruder: "Du bist aber ein liebes, liebes Teufelchen." Suchen wir also auch zu sehen, was hinter der Maske steckt. Möglicherweise entdecken wir dort viel Besseres, als wir es erwarten.

An die Fastnacht schliesst sich die Fastenzeit an, das sagt schon der Name. Der heilige Benedikt mahnt sein Mönche, in dieser Zeit alle Fehler und Versäumnisse des Jahres auszugleichen. Wenn unser innerer Teufel also zu viel Raum erhielt, so soll er in dieser Zeit wieder an die Kette gelegt werden. Diese Kette wird, das zeigen die Einsiedler Teufel, auch dann noch ziemlich lang sein.

P. Markus Steiner



Feier des Aschermittwochs in der Klosterkirche:
11.15: Eucharistiefeier mit Segnung und Auflegung der Asche

 
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