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Sonntagsgedanke – 3. Juni 2018

Sabbat

Ich bin Pfarrer auf dem Land. Meine unmittelbare Nachbarin ist Frisörin. Ein paar Mal täglich fahre ich mit dem Velo an ihrem Laden vorbei, wobei wir uns jedes Mal durch die grosse Fensterscheibe zuwinken. Ausser dann, wenn sie Hände voll hat. Das ist immer der Fall, wenn sie den grossen Spiegel in den Händen hält. Denn nach getaner Arbeit hält sie den Spiegel von allen Seiten hin und lässt die Kundin das fertige Werk abschliessend betrachten. Da fallen dann Worte wie "gut", "sehr gut!" Es ist immer auch für sie ein wichtiger Moment, gleichsam der Höhepunkt. Sie selber kann dann nämlich in aller Ruhe ihr Werk nochmals begutachten und sich mitfreuen.

Gott hat es am siebten Tag der Schöpfung, am Sabbat, genauso gemacht. Der siebte Tag war nicht nur so ein Anhängsel an die sechs Schöpfungstage, sondern ein wesentlicher Teil der Schöpfung selber - obwohl eigentlich nichts mehr lief. Gott ruhte ganz einfach nur noch aus und betrachtete nochmals still sein Werk. Und beurteilte es wohlwollend von "gut" bis "sehr gut", wie es uns der Schöpfungsbericht überliefert.

Der Schöpfer gebot uns Menschen, es auch so zu halten. Du und ich. Als Hausfrau, Programmierer, Maurer, Verkäuferin, Pensionist, Arzt, Bürofachfrau, Schreiner, Krankenschwester, Floristin.

P. Christoph

 
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