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Sonntagsgedanke – 1. Juli 2018

Maria besucht Elisabeth

Am 2. Juli denken wir in den Gottesdiensten an den Besuch Marias bei Elisabeth. Der Evangeliumsabschnitt, der in der Eucharistiefeier vorgelesen wird (Lk 1,39-56), ist Insidern bekannt. Da ist die Gefahr gross, dass wir uns vom Wort Gottes nicht mehr überraschen lassen. Aber: Wenn Gottes Wort uns nicht überrascht, haben wir es nicht wirklich gehört. Nicht selten sind in der Kirche sehr beheimatete Menschen durch moderne Erkenntnisse besonders herausgefordert. So zum Beispiel durch heutige Einblicke in das menschliche Leben vor der Geburt. Dabei müssten wir gar nicht so erstaunt sein, wenn wir aufmerksam Gottes Wort hören würden. So begegnen wir zum Beispiel bereits in der Bibel verschiedenen überraschenden Aussagen über die pränatale Phase. Sie zeugen von Aufmerksamkeit, von Realismus und von Weitsicht. Ein Beispiel gefällig?

Einer jungen Frau namens Maria wird von einem Engel die Empfängnis eines Sohnes angekündigt, dem sie den Namen Jesus geben soll. Darauf macht sie sich auf den Weg zu ihrer Verwandten Elisabeth, die im sechsten Monat schwanger ist. Der Engel hat offensichtlich bereits vor 2000 Jahren Zugang zu pränatalen Informationen. Er sagt Maria nicht einfach nur ein Kind voraus, sondern sogar dessen Geschlecht, und spricht über Elisabet: "Auch sie hat einen Sohn empfangen in ihrem Alter" (Lk 1,36). In der Fortsetzung dieses Textes gibt es eine interessante und liebevolle Beobachtung über das pränatale Leben. "Und es geschah, als Elisabeth den Gruss Marias vernahm, dass das Kind in ihrem Leib hüpfte" (Lk 1,41). Elisabeth nimmt diese Wahrnehmung als Mutter auf und teilt sie: "Denn als der Klang deines Grusses an mein Ohr drang, da hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib" (Lk 1,44). In der berndeutschen Übersetzung des Ehepaares Bietenhard tönt das noch berührender: "Lue, won i dy Gruess ghört ha, het ds Chind i mym Lyb vor Fröid es Gümpli gmacht."

Wenn wir das hören oder lesen, wird es auch uns warm ums Herz!

P. Martin

 
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