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Gedanke zum Laetare-Sonntag

Der vierte Fastensonntag heisst "Sonntag Laetare" nach dem lateinischen Anfang des Eröffnungsverses: "Freue dich, Stadt Jerusalem! Seid fröhlich zusammen mit ihr, alle, die ihr traurig wart. Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung." Was soll ein Aufruf zur Freude mitten in der Fastenzeit? Und überhaupt: Sollte das Leben des Christen nicht, wie es der Heilige Benedikt einmal formuliert, eine dauernde Fastenzeit sein, sollte nicht die Trauer vorherrschen über die eigenen und die fremden Sünden, über das, was Christus angetan wurde und angetan wird? Sind nicht die Christen Fremdlinge und Pilger in dieser Welt, nie ganz in ihr heimisch, immer ausgerichtet auf die zukünftige Heimat? Ist ihnen nicht der Bräutigam genommen, so dass sie eben fasten und wehklagen?

Dem steht allerdings das biblische Zeugnis gegenüber. Nicht nur der Eröffnungsvers aus dem Propheten Jesaia. Das Buch Deuteronomium etwa scheint geradezu den Sinn des Lebens in der Freude zu sehen. Besonders die Feste, zu denen das Volk nach Jerusalem ziehen soll, sind Anlass zu solcher Freude, nicht nur für die Wohlhabenden. Auch für die Armen, die Waisen und Witwen und die Fremden soll so gesorgt werden, dass auch sie Anteil an der Freude haben. Selbst der grosse Skeptiker Kohelet meint, dass nur das Ausnutzen jeder Gelegenheit zur Freude das Leben sinnvoll machen kann.

Ist das nur alttestamentlich, während das Neue Testament uns einen ganz anderen Ernst lehrt? Lenkt es nicht den Blick von der Erde zum Himmel? Nein, auch das neue Testament ist voll von Aufrufen zur Freude. Nicht umsonst gibt es im Advent eine Gegenstück zum Sonntag Laetare in der Fastenzeit, den Sonntag Gaudete. Da ist der Eröffnungsvers ein Paulus-Zitat: "Freut euch im Herzen zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe." Grund zur Freude ist also die Nähe des Herrn, der alles mit uns geteilt hat, der Sünde und Tod überwunden hat, dessen Wiederkunft bevorsteht. So sollen nicht Trauer und Klage das Leben des Christen bestimmen, sondern die Freude über das bereits geschenkte Heil, auch wenn es nicht immer spürbar ist. Und darum gibt es selbst in der Fastenzeit den Sonntag Laetare, aus Freude darüber, dass Ostern schon nahe ist, das Fest der grossen Wende in der Geschichte der Menschheit.

 
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