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Fastensonntag - 7. April 2019

«Verzicht» ist ein Begriff, der aus der Mode gekommen ist. Das liegt daran, dass der Verzicht häufig als etwas wahrgenommen wird, das von aussen an uns herantritt, das aber eigentlich nicht sein sollte, weil er uns von einem glücklichen, erfüllten Leben fernhält. Dabei wird verkannt, dass der Verzicht zu jedem Leben schlichtweg dazugehört. Dies führt beispielsweise dazu, dass man ewig jung sein und keinesfalls auf die Vorzüge der Jugend verzichten möchte.

Aus demselben Grund tun wir uns oft auch schwer mit Entscheidungen. Denn jede Entscheidung bedeutet ein Verzicht auf alle anderen gleichfalls möglichen Optionen. Wir aber würden gerne alles haben, und zwar möglichst gleichzeitig.

Alles haben zu wollen, ja zu meinen, alles haben zu müssen, um glücklich zu sein, führt zu einem ungeheuren Stress. Und dieser führt wiederum dazu, dass wir uns mit der Zeit müde und erschöpft fühlen. So nehme ich unsere Welt tatsächlich oft wahr: Als erschöpft und unter ständigem Druck – und zwar wesentlich deshalb, weil wir glauben, dass Verzicht zu umgehen ist, ja umgangen werden muss.

Spannend ist deshalb, dass nun eine junge Dame aus Schweden in den letzten Wochen den Verzicht wieder zum grossen Thema gemacht hat: Greta Thunberg. In ihrer Kampfansage gegen überzogene Konsumgewohnheiten versucht sie aufzuzeigen, welchen Gewinn ein Verzicht haben kann. Verzicht führe zu einer besseren Welt, einer Welt mit überhaupt einer Zukunft. Verzicht ist so also nicht mehr etwas, das uns von einem Leben in Fülle fernhält, sondern dieses überhaupt erst ermöglicht. In modernen Ohren klingt es vielleicht komisch, doch es ist so: Durch Verzicht hat man mehr!

Die Fastenzeit ist seit jeher die Zeit des Verzichts. Dahinter steht die alte Erkenntnis, dass Verzicht zu Freiheit führt. Wir werden frei vom Druck, alles haben zu müssen. Frei von der Angst, etwas zu verlieren. Es ist die Zeit, in der wir lernen dürfen, dass das, was wir für ein erfülltes Leben wirklich brauchen, unverlierbar von Gott geschenkt ist. Aber um die Hände frei zu haben, um dies empfangen zu können, müssen wir alles loslassen, von dem wir uns trügerisch alles versprechen.

Ich weiss, dass dies Mut verlangt. Diesen wünsche ich Ihnen deshalb von Herzen.

P. Thomas

 
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