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Priesterweihe von P. Justinus Pagnamenta

PAK - Eine Priesterweihe ist eine lange Zeremonie und besteht aus verschiedenen Teilen. Einzelne Schritte erlauben eine persönliche Gestaltung, andere sind unveränderlich. Bei der Weihe von P. Justinus am letzten Samstag wurde beides sichtbar.

Beim erste Schritt, der Vorstellung des Weihekandidaten und der Frage des Bischofs, ob dieser würdig sei, fiel auf, dass der Dekan des Klosters, P. Urban, nicht nur die gängige Formel rezitierte, sondern die Bereitschaft des Kandidaten betonte, sich weiterzubilden, um seiner Aufgabe gerecht zu werden. Damit wurde erklärt, dass ein Priester mit dem Abschluss des Theologiestudiums noch nicht alles hat, was nötig ist, um unter heutigen Menschen als Priester zu wirken. Er begegnet kritischen Menschen, die selber denken, vieles in Frage stellen und nicht einfach mit traditionellen Antworten zufriedengestellt werden wollen.

In der Predigt betonte Bischof Scheuer eine wichtige Aufgabe eines Priesters mit einem Wort des Apostels Paulus: "Ich bitte euch anstelle Jesu Christi: Lasst euch mit Gott versöhnen." Was Jesus getan hat, soll der Priester tun: Menschen sagen, dass sie immer schon ohne Voraussetzung von Gott geliebt sind, und dass der Sinn des Lebens darin liegt, die liebende Gemeinschaft mit Gott zu suchen und zu leben.

Der unveränderliche und wichtigste Teil der Priesterweihe ist zugleich der eindrücklichste: die Handauflegung. Der weihende Bischof und alle anwesenden Priester legen dem Weihekandidaten der Reihe nach unter Stillschweigen die Hände auf den Kopf. Nicht ein Wort, nicht eine Formel, nicht die Übergabe eines Dokumentes macht jemanden zum Priester, sondern der körperliche Kontakt des Geweihten mit dem, der geweiht wird. Auch in diesem Sakrament wird die Gnade wie in der Firmung und im Sterbesakrament durch körperliche Berührung vermittelt. Der Priester darf mit Körper und Geist, mit Herz und Verstand, mit Worten und Schweigen den Menschen Gott verkünden.

 


Fotos von der Primiz